Paderborn zeigt die „Gelbe Karte“

Udo Olschewski, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung in Paderborn, stellte am Donnerstag die „Gelbe Karte” vor. Ziel der Kampagne ist es, zukünftig für mehr Sauberkeit und Ordnung in der Stadt zu sorgen.

Neue Kampagne für eine saubere Stadt –

Paderborn. Mit der neuen Kampagne „Gelbe Karte – denn unsere Stadt soll sauber bleiben“ möchte das Amt für öffentliche Ordnung in Paderborn zukünftig für mehr Sauberkeit und Ordnung sorgen. Wer etwa ein Kaugummi auf den Boden wirft, Müll auf der Straße zurücklässt oder Gehwege und Grünflächen durch Hundekot verunreinigt, wird ab sofort mit der „Gelben Karte“ verwarnt. Sie führt sämtliche Tatbestände und die entsprechenden Verwarngelder auf, die im Wiederholungsfall fällig werden.
„Unser Ziel ist es, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen“, erläutert Udo Olschewski, Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung. Gerade junge Leute wüssten oft nicht, dass man bestimmte Dinge nicht tut. Die Gelbe Karte soll darüber aufklären, welche finanziellen Konsequenzen das meist unbedachte Verhalten mit sich bringt. Während beispielsweise der Konsum von alkoholischen Getränken auf Kinderspielplätzen oder Schulhöfen zu Kosten von 35 Euro führen kann, beläuft sich das Verwarngeld für das Urinieren in Anlagen oder auf Verkehrsflächen auf 50 Euro. Für das Hinterlassen von Müll, Zigarettenkippen oder Kaugummis werden 40 Euro fällig.
Ausgeteilt werden die Verwarnungen unter anderem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B.O.S.S.-Wache, die mit geschultem Blick gegen ein solches Fehlverhalten vorgehen. Kommt es anschließend erneut zu einem Verstoß, muss der Verursacher in jedem Fall zahlen. Auch in verschiedenen städtischen Einrichtungen wird die Karte, die zunächst mit einer Auflage von 4000 Stück gedruckt wurde, ausgelegt. „Wenn sich jemand von der Polizei oder vom Ordnungsamt in der Nähe befindet, verhalten sich die meisten Menschen korrekt“, sagt Olschewski. Verantwortung für die Sauberkeit der Stadt müsse aber auch dann übernommen werden, wenn keiner der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sichtweite ist, so der Amtsleiter. Die Gelbe Karte stellt einen neuen Weg der Stadt Paderborn dar, dies den Bürgerinnen und Bürgern bewusst zu machen.