Pokalfight in Hannover

Kann er heute spielen? Tim Suton hat Probleme mit dem Fußgelenk und es ist abzuwarten, wie er das Spiel gegen die Füchse verkraftet hat.

Lemgo. Schon zwei Tage nach dem Spiel in Berlin ist der TBV Lemgo Lippe am Dienstagabend erneut gefordert und kämpft bei der TSV Hannover-Burgdorf um den Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokals. Anpfiff der Partie in der Swiss Life Hall in Hannover ist um 19 Uhr.

Mit Hannover steht dem TBV Lemgo Lippe eine Mannschaft gegenüber, die es im vergangenen Jahr bis ins REWE Final Four nach Hamburg geschafft hat. Dort konnten sich die Recken im Halbfinale zunächst mit 24:19 gegen die HSG Wetzlar durch-setzen, ehe sie im Finale mit 30:26 gegen die Rhein-Neckar Löwen unterlagen. Beim diesjährigen Erstrundenturnier schaffte es das Team von Trainer Carlos Ortega mit Siegen gegen den Zweitligisten Hagen und den Drittligisten Altenholz problemlos ins Achtelfinale. In der Bundesliga mit 10:8 Punkten auf Platz 8 haben die Recken aktuell jedoch mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Kapitän Kai Häfner kam nach seiner Bauchmuskelverletzung in dieser Saison noch kein einziges Mal zum Einsatz und auch Rückraumspieler Mait Patrail steht nach einem Bandscheibenvorfall vorerst nicht zur Verfügung. Zusätzlich zog sich Pavel Atman am Wochenende eine Wadenverletzung zu. Auch hinter dem Einsatz von Spielmacher Morten Olsen steht aufgrund von Adduktorenproblemen noch ein Fragezeichen. Wie sehr gerade Olsen den Recken fehlt, machte sich am Sonntag beim Ligaspiel gegen Erlangen bemerkbar, als die Hannoveraner fast die gesamte Spielzeit über in Rückstand lagen und erst in den letzten drei Minuten einen knappen Zwei-Tore-Vorsprung zum 26:24-Heimsieg her-ausholten.

Der TBV dürfte also gewarnt sein, dass die Recken trotz vieler Ausfälle bis zum Schluss um jeden Ball kämpfen, dennoch lautet das Ziel der Lipper natürlich „Einzug ins Viertelfinale“. Den souveränen Siegen aus dem Erstrundenturnier gegen den Drittligisten HSG Ostsee N/G und den Zweitligisten Hamm soll ein weiterer Sieg folgen. Dafür gibt TBV-Trainer Florian Kehrmann die Devise „Alles investieren“ aus und erwartet auch in diesem Jahr eine spannende Pokalpartie: „Hannover spielt mit einer sehr präsenten Abwehrformation, die mit verschiedenen Varianten agiert. Im Angriff spielen sie viel über ihre beiden Kreisläufer, haben aber auch im Rückraum viel individuelle Klasse aufzuweisen, gegen die wir aggressiv verteidigen müssen.“

Genau wie sein Gegenüber hat aber auch Kehrmann einige Verletzungssorgen. Tim Suton hat Probleme mit dem Fußgelenk und es ist abzuwarten, wie er das Spiel gegen die Füchse verkraftet hat. Isaias Guardiola hat Schmerzen in der Schulter und kann nicht die gewohnte Torgefahr ausstrahlen, daher wird Kehrmann auch für das Pokalspiel auf die Hilfe vom Team HandbALL zurückgreifen. Begleitet wird der TBV von einem Fanbus voller Schlachtenbummler, die die Mannschaft bei ihrem Pokalfight lautstark unterstützen wollen. 

Schiedsrichter der Partie sind Lars Geipel und Marcus Helbig, die Spielaufsicht hat Kay Holm. Das Spiel wird nicht live im Fernsehen übertragen, Fans können den Spiel-verlauf aber in jedem Fall via Liveticker auf der TBV-Homepage verfolgen.