Grundsätzlich ist die Silvesternacht viel ruhiger als in den vergangenen Jahren abgelaufen. Partys sind zur Zeit ohnehin untersagt, hinzu kamen vielerorts lokale Verbote, die zum Beispiel in den Innenstädten das Verwenden von Feuerwerk und Knallern verboten.

Außerhalb von NRW gab es in Deutschland letzte Nacht eine Reihe grausamer Zwischenfälle mit “Böllern” und selbstgebastelten Sprengkörpern. In Brandenberg ist ein Mann ums Leben gekommen, als er einen selbstgebauten Feuerwerkskörper zünden wollte. Er ist auf einem Privatgrundstück im Oder-Spree-Kreis gestorben. Eine fürchterliche Tragödie ereignete sich der französchen Region Bas-Rhin, eine Gegen im Elsass direkt an der deutschen Grenze. In Boofzheim hat sich ein 25-jähriger mit einem großen Feuerwerkskörper versehentlich selbst enthauptet. Ein dabei stehender 24-jähiger erlitt schwere Gesichtsverletzungen, hat aber überlebt.

In Hilter bei Osnabrück haben sich drei junge Männer einen Chemie-Cocktail als Grundlage für Selbstbau-Böller angemischt. Doch zur Fertigstellung der “Bomben” kam es erst gar nicht, da die Substanz bereits beim Anrühren explodierte, wobei ein 21-jähiger mehrere Gliedmaßen verlor. Alle drei wurden so stark verletzt, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Im Neuenrade (nordwestliches Sauerland) detonierte ein Feuerwerkskörper, wohl aufgrund einer Fehlzündung, direkt vor dem Kopf einer Person, woraufhin sie schwere Gesichtsverletzungen erlitt.

Die Polizei warnt wie jedes Jahr davor, selbst als “Bombenbauer” aktiv zu werden oder über das Internet Feuerwerks”munition” aus Osteuropa zu bestellen, die bei uns keine Zulassung hat. Die traurigen Folgen zeigen leider die Unvernunft mancher “Pyromanen” in dieser Hinsicht.