Spannende Sonderausstellung „Exotische Welten“

Freuen sich schon sehr auf die Eröffnung der exotischen Sonderausstellung (v.l.): Kurator Dr. Michael Bischoff, Angela Josephs (Phoenix Contact), Sibylle Noack (Frauen für Lemgo), Museumsdi-rektorin Dr. Vera Lüpkes, Arne Brand (Allgemeiner Vertreter des Verbandsvorstehers bzw. der Ver-bandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe)

Unterwegs mit Forschern, Künstlern und Entdeckern“ – Sonntag, 16. Juni, bis 24. November 2019, Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo –

Lemgo. Lust auf einen Tapetenwechsel? Interesse an fernen Ländern, spannenden Kulturen und je-der Menge Abenteuer? Mit der nächsten Sonderausstellung entführt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake seine Besucher in „Exotische Welten“. Die Eröffnung findet am Sonntag, 16. Juni, um 11.30 Uhr statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter info@museum-schloss-brake.de. Der Eintritt ist frei.
„Kommen Sie mit nach Amerika, Indien, Ägypten, Japan und Südafrika“, lädt Kurator Dr. Michael Bischoff zur Ausstellung ein. Schon vor ungefähr 400 Jahren machten sich Reisende wie Engelbert Kaempfer, Hans Jacob Breuning und Jan Huygen van Linschoten auf den Weg, die Welt zu entdecken. Allerdings reisten sie damals nicht, um sich zu erholen und zu vergnügen, sondern aus handfesten politischen, ökonomischen oder wissenschaftlichen Gründen. Die Expeditionen dauerten teilweise jahrelang, waren mühsam und oft lebensgefährlich.

Was die Reisenden sahen, wen sie trafen, worüber sie staunten und was sie verblüffte, verrät die Ausstellung anhand vieler Exponate und der original Reiseberichte. Den von Hans Jacob Breuning beispielsweise gibt es weltweit nur noch acht Mal – das hier zu sehende Exemplar wurde freundli-cherweise von der Lippischen Landesbibliothek Detmold als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die in den Berichten beschriebenen Erlebnisse sowie die darin enthaltenden Bilder lösten zur damaligen Zeit Faszination und Staunen aus. So etwas hatte man noch nie gesehen oder gehört.
Das, was die Reisenden von damals als „Mitbringsel“ im Gepäck hatten, sind die Ausstellungsstücke von heute. Freuen kann man sich somit auf eine regelrechte „Kunst- und Wunderkammer“ mit kost-baren Objekten wie beispielsweise einer afrikanischen Maske, der magische Kräfte zugesprochen wurden. Zu sehen sind auch seltene Tierpräparate beispielsweise von einem Paradiesvogel, einem Kugelfisch und einem nordamerikanischen Bären. Sie alle wurden vom Lippischen Landesmuseum Detmold zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus stellt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake Naturalien wie Muscheln oder auch Tierschädel aus. Ein echter Hingucker ist sicherlich ein beeindruckender Walrossschädel – entliehen vom Übersee-Museum Bremen. Gezeigt werden aber auch ethnographische Gegenstände wie Waffen, Werkzeuge, Kleidung und Kunsthandwerk.
Das Besondere an der Ausstellung: Wer selbst das eine oder andere exotische Stück zuhause hat und es vorübergehend im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake ausstellen möchten, kann sich gern melden unter info@museum-schloss-brake.de.
Im Ausstellungszeitraum finden immer sonntags um 15 Uhr öffentliche Führungen statt. Außerdem stehen viele abwechslungsreiche Begleitveranstaltungen auf dem Programm. Angefangen bei Puppentheater über Bauchtanz und eine Lesung bis hin zu einem Konzert mit aserbaidschanischer Musik. Für Kindergärten, Schulen und Erwachsenengruppen gibt es spezielle Mitmach-Angebote.