Sparkassen Paderborn-Detmold und Blomberg fusioniern

Dr. Axel Lehmann, Arnd Paas, Peter Müller und Klaus Geise.

Das Geldinstitut ist dann mit 7,8 Mrd. Euro Bilanzsumme das größte in OWL

Zum 1. April 2020 wollen die Sparkassen Paderborn-Detmold und Blomberg/Lippe ihre Kräfte bündeln und fusionieren. Die Sparkasse Paderborn-Detmold soll dabei die aufnehmende Sparkasse sein. Blomberg wird als wichtiges Zentrum des lippischen Südostens gestärkt. In einem gemeinsamen Treffen stellten sie ihre Pläne jetzt der Öffentlichkeit vor. Die endgültige Entscheidung über die Fusion liegt bei den Trägern der beiden Sparkassen.
Gemeinsam wollen sich die Kreditinstitute den aktuellen Herausforderungen des Marktes, wie beispielsweise dem Niedrigzinsumfeld oder den stark wachsenden regulatorischen Anforderungen, stellen. Die Überlegungen zu einer Fusion aus einer Position der Stärke heraus zu führen, ist allen Beteiligten wichtig. In Gesprächen wurde ein Zusammenschluss der beiden Sparkassen zum 1. April 2020 geprüft und schnell ein Konsens gefunden. Die Verwaltungsräte der beiden Institute haben die Pläne bereits zur Umsetzung empfohlen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Trägern.
„Eine starke Sparkasse für einen starken lippischen Südosten“, formuliert Dr. Axel Lehmann, Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Paderborn-Detmold das Ziel des Zusammenschlusses. „Es geht darum, Blomberg als wichtiges Zentrum im lippischen Südosten zu stärken“, so Lehmann weiter. Klaus Geise, Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse Blomberg/Lippe: „Unsere Gremien haben sich in mehreren Sitzungen mit der strategischen Ausrichtung und den Zukunftschancen des Hauses beschäftigt. Durch die äußeren Faktoren verursacht, konnte im Ergebnis dieser Überlegungen die Eigenständigkeit der Stadtsparkasse trotz der großen Anstrengungen aller Beteiligten in den vergangenen Jahren
nunmehr verantwortungsbewusst für die Zukunft nicht länger
aufrechterhalten werden. Mit der Sparkasse Paderborn-Detmold hat sich ein attraktiver Partner gefunden, der neben der Fortführung des kommunalen Auftrags einer Sparkasse als ein leistungsstarkes Geldinstitut zudem Gewähr für gute Geschäftsbeziehungen für Privat- und Firmenkunden in der Region bietet.“
Fusionsbedingte Kündigungen werden in den gemeinsamen Plänen ausgeschlossen. Die Sparkasse Paderborn-Detmold soll die aufnehmende Sparkasse sein und führt damit ihre 233-jährige Tradition als älteste bestehende Sparkasse Deutschlands fort. „Aus unserer letzten Fusion vor acht Jahren haben wir gelernt, wie viel Gutes sich mit vereinten Kräften erreichen lässt“, zeigt sich Arnd Paas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse PaderbornDetmold überzeugt „Jeder Einzelne ist in diesem Prozess wichtig.
Wir brauchen auch weiterhin die vertrauten Ansprechpartner vor
Ort“ so Paas weiter. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender der
Stadtsparkasse Blomberg/Lippe ist sich sicher: „Der Zusammenschluss ist ein eindeutiger Gewinn für die Blomberger Kunden. In Blomberg pendeln viele Menschen von oder zu ihrer Arbeit. Viele unserer Kunden haben Bezugspunkte in den umliegenden Städten und gerade auch in Detmold. Darüber hinaus arbeiten wir bereits seit vielen Jahren beispielsweise bei der Vermittlung von Immobilien und im Zahlungsverkehr eng und erfolgreich zusammen.“
Die vereinigte Sparkasse ist mit 7,8 Mrd. Euro Bilanzsumme das größte Institut in Ostwestfalen-Lippe. Mit 1.231 Mitarbeitern, darunter 63 Auszubildende, ist das Institut an aktuell 57 Standorten präsent.
Der nächste wichtige Meilenstein auf dem Weg zur Fusion ist der zu fassende Beschluss der Träger beider Sparkassen. Eine Zustimmung würde die geplante Fusion besiegeln. In Blomberg ist eine Ratssitzung am 6. Februar 2020 vorgesehen und der Sparkassenzweckverband der Trägerkommunen der Sparkasse Paderborn-Detmold tagt am 13. Februar 2020. Bei positivem Votum beginne dann die Arbeit an der Umsetzung zeigten sich die Verantwortlichen zuversichtlich.