24. Spieltag in Kreisliga A


Auswärtsaufgaben für die Spitzenteams

Lemgo (ruko). Zwar fiebert die lippische Fußball-Fangemeinde dem anstehenden Gipfeltreffen in der Lemgoer Liga A zwischen den bisher punktgleichen TuS Asemissen und dem RSV Barntrup am übernächsten Spieltag, 28. April, hin, doch am kommenden Wochenende müssen sich beide Teams zunächst bei nicht gerade leichten Auswärtsaufgaben behaupten.

Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink (r.) erwartet nach dem Debakel in Barntrup eine Reaktion des Teams. Links VfL-Torwarttrainer Martin Teller.

Wollbrink pocht
auf eine Reaktion

Asemissens Coach Florian Müller erwartet ein schweres Spiel beim VfL Lüerdissen: „Wir alle wissen, dass der VfL qualitativ ein gutes Team stellt. Die 0:9-Niederlage in Barntrup dürfte den VfL gewaltig wurmen, der wird mit Wut in dieses Spiel gehen. Dennoch, wir fahren mit breiter Brust in den Lüerdisser Forst, wollen keinen Punkt mehr vor dem Spiel gegen Barntrup abgeben“, so Müller, der wohl mit voller Kapelle zu den Lemgoer Vorstädtern reisen kann. „Für uns gilt es jetzt den Mund nach dem Debakel in Barntrup abzuputzen und am Sonntag im Spiel gegen Asemissen eine Reaktion zu zeigen. Die muss kommen und darauf hoffe ich, denn für alle Beteiligten ist diese Niederlage mehr als peinlich gewesen. Kommt die Reaktion sind wir durchaus in der Lage gegen Asemissen etwas mitzunehmen“, so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink, der hofft, dass Andre Kirsch (Zerrung) wieder dabei sein wird. Tim Krüger wird weiterhin ausfallen.

„Der weiße Hai“
ist zurück

Der RSV Barntrup hat das Auswärtsspiel bei der immer schwer auszurechnenden SG Bentorf-Hohenahsuen vor der Brust. „Wir dürfen uns keinen Fehltritt mehr erlauben, wenn wir den Titel holen wollen, denn ich glaube Asemissen wird vor dem Spitzenspiel nicht mehr patzen. Wir müssen, wie in den vergangenen Partien, diszipliniert weiter spielen“, so RSV-Kapitän Oliver Sölter, der sich freut, dass Martin Rethmeier (Distelbruch), genannt „Der weiße Hai“, in der kommenden Serie wieder ein „Teufel“ sein wird. Bis auf Mc Carthy (Bänderriss) müsste der RSV am Sonntag komplett sein. „Der RSV stellt eine starke Truppe, gerade daheim, das mussten wir im Hinspiel beim 1:8 schmerzlich erfahren. Gegen die Barntruper ist auswärts nichts zu holen. Wenn gegen den RSV gepunktet werden kann, dann nur daheim und diese Chance wollen wir nutzen. Ich bin zuversichtlich, dass am Ende zumindest ein Punkt für uns herausspringen könnte“, so ein SG-Trainer Naki Sevgül, der auf den gelbgesperrten Leon Hartwig verzichten muss.

Den vierten dreifachen Punktgewinn in Folge strebt Kellerkind TBV Lemgo II an, der daheim auf den TuS Leopoldshöhe trifft. Die Leos haben aber nach der Niederlage der Lipperreiher in Lemgo noch den großen Ehrgeiz Platz vier in der Tabelle zu erobern. Auch Platz drei könnte noch drin sein. Der TuS muss am Sonntag aber auf seinen Keeper Keno Spangenberg verzichten. „Die Leos haben einen guten Lauf, stellen das drittbeste Rückrundenteam. Da müssen wir schon alles in die Waagschale werfen, wenn wir punkten wollen“, ist TBV-Trainer Benni Rawe bewusst, der auf den gelbgesperrten Kartal und Wolf (Zahn-OP) verzichten muss.

„Die werden
den Platz umgraben!“

Zum Siegen verdammt sind die Ligaschlusslicher TSV Schötmar und die SG Kalldorf. Schötmar muss in Sonneborn punkten, um sich noch weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt machen zu können. Das weiß auch TuS Co-Trainer Thomas Elsner: „Schötmar wird den Platz umgraben wollen, da sie punkten müssen. Ich fordere eine bessere Körpersprache als letzte Woche und an der B1 muss das klare Ziel sein, die 3 Punkte hier zu behalten. Dementsprechend muss sich jeder zerreißen um die nächsten Aufgaben entspannter angehen zu können.“ Niemeier, Quast (beide verletzt), Drawe und Müller (beide Urlaub) fallen beim TuS aus.

Die SG Kalldorf erwartet den TuS Lipperreihe. Der TuS will nach der unglücklichen Niederlage unbedingt wieder dreifach punkten, um Platz vier zu halten. SG-Trainer Stefan Brill weiß, dass, egal wie der Gegner heißt, seinem Team nur noch drei Punkte weiterhelfen.

Vier Niederlagen
in Folge

Interessant dürfte es auch in der Partie zwischen dem TSV Kirchheide und dem TSV Oerlinghausen II zugehen. Die Kirchheider sind nach vier Niederlagen in Folge weit in den Tabellenkeller abgerutscht. Nun geht es gegen einen direkten Konkurrenten an dem man im Falle eines Siege in der Tabelle vorbeiziehen könnte. Das ist das erklärte Ziel der Kirchheider in diesem Match. Der TSV will an die Leistung aus dem Spiel gegen Kalldorf anknüpfen, sich weiter vom Tabellenkeller absetzen.

Das möchte auch der TuS Bexterhagen gerne, der beim SV Werl-Aspe zu Gast ist. Kein leichtes Unterfangen, das weiß auch TuS-Trainer Frank Warbende: „Wir müssen weiter siegen, wenn wir die Klasse halten wollen. Doch das ist hier kein Wunschkonzert. Ich hoffe, dass meine Mannschaft durch den Sieg in Kirchheide noch mehr Selbstvertrauen tanken konnte“, so Warbende, der soweit alle Mann an Deck hat.

Der TuS Ahmsen will unbedingt seinen Platz drei in der Tabelle verteidigen, darum soll ein Heimsieg gegen den TuS Brake her. Die Bräker dürften sich zwar noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt haben, dennoch schaut man ganz entspannt auf dieses Partie: „Wir haben in diesem Spiel wenig zu verlieren, gehen entspannt in dieses Match. Da wir das Hinspiel mit 3:2 gewonnen haben, wird Ahmsen wohl noch eine Rechnung mit uns offen haben. Wenn wir am Sonntag punkten würden, wäre ich hoch zufrieden“, so Brakes Coach Axel Wehmeier, der hofft, dass Albert Schulz wieder dabei sein wird. Nico Dörmann wird krankheitsbedingt ausfallen. Fragezeichen stehen bei den Bräkern hinter den Einsätzen von Tobi Schürmann und Keeper Niklas Remmert.

24. Spieltag, Sonntag, 14. April

SV Werl-Aspe – TuS Bexterhagen
TuS Ahmsen – TuS Brake
VfL Lüerdissen – TuS Asemissen
SG Bentorf/H. – RSV Barntrup
TuS Sonneborn – TSV Schötmar
TBV Lemgo II – TuS Leopoldshöhe
SG Kalldorf – TuS Lipperreihe
Kirchheide – Oerlinghausen II