So.: TBV vs Hicret Bielefeld

Saliou Abou traf zwar erneut im Spiel gegen Gütersloh, doch letztendlich braucht der Lemgoer Stürmer einfach zu viele Möglichkeiten bis er zum Torerfolg kommt.

Gütersloh (ruko). Eigentlich hatte sich der TBV Lemgo nach dem Erfolgserlebnis gegen Sende einiges für das Spiel beim Gütersloher TV vorgenommen, wollte zumindest mit einem Punkt die Heimreise nach Lemgo antreten, doch die Hansestädter können, so die bittere Erkenntnis, zurzeit einfach nicht gegen Spitzenteams aus der Liga mithalten, unterlagen beim TV mit 2:6-Toren.

Dabei ging der TBV gut vorbereitetet in die Partie, hatte Coach Ilker Siviloglu die Gütersloher unter der Woche bei ihrem Pokalauftritt beobachten können. „Wir wussten, dass der Gegner mit starkem Pressing agieren würde. Darauf waren wir also vorbereitet, doch gerade im ersten Spielabschnitt haben wir uns, ohne dabei unter Druck zu stehen, wieder mal viel zu viele individuelle Fehler geleistet, die der TV gnadenlos ausgenutzt hat“, klagt Sivilogu, dessen Jungs schon nach 17 Minuten durch Treffer von Holt (5.) und Zollonds mit 0:2 zurück lagen. Anschließen kam der TBV zu zwei guten Möglichkeiten, die Saliou Abou, der einfach zu viele Chancen braucht um zu treffen, nicht verwerten konnte. Das Auslassen der Möglichkeiten sollte sich für den TBV rächen. Zur Pause führten die Gastgeber durch Treffer von Uhr (32.) und Zollonds (44.) mit 4:0. Die Partie zu diesem Zeitpunkt praktisch schon gelaufen.

Ein wenig Freude konnte das Lemgoer Team seinem Trainer zumindest in Hälfte zwei bereiten. „Trotz des Rückstands hat meine Mannschaft gekämpft, teilweise nochmal richtig aufgedreht“, lobt Siviloglu. Dennoch, zunächst traf wieder der Gast. Saygili erhöhte auf 5:0 (53.). Hett konnte in der 70. Minute auf 1:5 verkürzen. Weitere gute Möglichkeiten für die Lemgoer durch Specht, dessen Schuss von der Torlinie gekratzt werden musste, und erneut von Abou, der zweimal allein auf das Gütersloher Tor zusteuerte, schlossen sich an. In der 78. Minute war Abou dann zum 2:5 erfolgreich. Zollonds machte schließlich das halbe Dutzend für die Gastgeber voll (90.). „Uns fehlt einfach der Torhunger. Der Gegner hat uns in dieser Beziehung heute eine Lehrstunde erteilt, gezeigt, wie man seine Möglichkeiten effektiv nutzt, auch wenn das Ergebnis sicherlich zu hoch ausgefallen ist“, stellt Siviloglu fest.

 

 

Der nächste Spieltag:

Hoffen auf Langer

 

Von einem möglichen Titelgewinn spricht man beim TBV schon lange nicht mehr, vielmehr gilt es jetzt für die Lemgoer, die schon fünf von sieben Spielen in den Sand gesetzt haben, den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld nicht zu verlieren. Aus diesem Grund fordert TBV-Trainer Ilker Siviloglu einen Dreier aus dem kommenden Heimspiel am Sonntag gegen Hicret Bielefeld ein. „Hicret stellt ein technisch versiertes Team, will spielerisch zum Erfolg kommen. Solche Mannschaften liegen uns aber“, weiß Siviloglu vom kommenden Gegner zu berichten und hofft, dass er endlich wieder Keeper Heiko Langer im Team begrüßen kann, der sich immer noch nicht ganz von seiner Verletzung erholt hat. Ein Fragezeichen steht am Sonntag auch hinter dem Einsatz von Salem Özmen (Oberschenkel).

 

Der insider-Tipp: Nur wenn Lemgo seine individuellen Fehler abstellt, die viel zu häufig zu Gegentoren führen, kann in den kommenden Partien gepunktet werden, denn kein anderes Team hat in der Liga bisher so viele Gegentore kassiert, 24 an der Zahl, wie der TBV. Um Hicret zu schlagen muss am Sonntag vieles im TBV-Team passen, denn die Bielefelder trotzten dem Tabellendritten Steinhagen am vergangenen Spieltag daheim ein 2:2 ab.