TBV Lemgo und Oerlinghausen trennen sich 2:2 (2:2)-Remis

Am Ende kochten die Emotion hoch

Lemgo (ruko). 2:2 endete das Lipperderby zwischen dem TBV Lemgo und dem TSV Oerlinghausen auf dem Lemgoer Jahnplatz.

Jubel beim TBV nach dem 1:1 durch Simon Schneidermann.

Das Spiel begann furios. Schon nach drei Minuten bekamen die Gäste einen von Manuel Süllwold verschuldeten Foulelfmeter zugesprochen, den Barbaros Ulas sicher verwandelt. Flott ging das Spiel weiter, mit Vorteilen für den TBV, der mit einem guten Pressing imponierte. Verdient so das 1:1 durch Simon Schneidermann in der 10. Minute. Vier Minuten später bekam der TBV einen Elfer zugesprochen, den Manuel Süllwold sicher verwandelte. Lemgo in der Folgezeit weiter am Drücker, doch Born, Artur Esko, Eddi Müller und Marco Esko konnten gute Chancen nicht nutzen. Oerlinghausen fand erst kurz vor der Pause wieder ins Spiel und kam prompt zu einem Treffer. Daniel Nadig glich zum 2:2 (41.) aus.

Nach dem Wechsel leichte Vorteile für die Gäste, die sich dabei aber keine zwingenden Chancen herausarbeiten konnten. Das Spiel nun zum Großteil zerfahren. Lemgo hätte aber kurz vor Ende doch noch zum Siegtreffer kommen können, doch Oli Hett vergab eine Großchance.

„Provokant
rumjaulen!“

Unschöne Szenen nach dem Abpfiff. Ausgangspunkt war wohl TSV-Trainer Miron Tadic, der sich beschwerte, dass die Lemgoer Spieler zu „provokant rumjaulten“ wenn seinen Spielern mal ein Foulspiel unterlief. Irgendwie gab dann ein Wort das andere und besonders Thomas Dingerdissen und Lemgos Serkan Erdem gerieten dabei aneinander. Der Schiri gab dafür beiden Rot. „Am Ende eine vollkommen überzogene Reaktion des Schiris. Es war halt ein Derby und da kochen die Emotionen schon manchmal hoch“, so Tadic.

Tadic Trainerkollege Matthias Wölk ärgerte sich, dass dieses Spiel nicht gewonnen wurde: „Wir hätten diese Partie aufgrund unserer vielen Chancen in Hälfte eins einfach gewinnen müssen“.

Der nächste Spieltag:

TSV erwartet Höxter – Erneutes Derby für Lemgo

TSV-Trainer Miron Tadic schätzt den SV Höxter, nächster Gegner der Bergstädter am Sonntag daheim, sehr stark ein. „Ich denke, der SV wird am Ende ein Wörtchen um die Vergabe des Titels mitreden. Uns erwartet eine schwere Partie, in der wir von Beginn an hoch konzentriert sein müssen“, so Tadic, der auf den rotgesperrten Thomas Dingerdissen verzichten muss. Der TSV trifft dabei auf einen Gegner, der am vergangenen Sonntag sein Spiel gegen Borgentreich absagen musste, weil der SV-Betreuer verstarb.

Der insider-Tipp: Die Oerlinghausener wollen den ersten Dreier in dieser Serie einheimsen. Dazu sollten sie im Spiel gegen Höxter auch in der Lage sein. Allerdings muss sich das TSV-Team dann einfach mehr Chancen als noch im Spiel in Lemgo erarbeiten.

Der TBV Lemgo hat am kommenden Sonntag das nächste Lipperderby vor der Brust und ist beim Titelkandidaten TSV Detmold zu Gast, der sein Auftaktspiel in Dringenberg mit 3:1 gewinnen konnte. „Detmold gehört für mich zu den Titelkandidaten, ist individuell unglaublich stark besetzt. Doch auch der TSV ist schlagbar“, so TBV-Coach Matthias Wölk im Vorfeld der Partie. Verzichten muss er dabei auf den rotgesperrten Serkan Erdem und Arno Warkentin (Beruf). Hinter dem Einsatz von Thomas Specht steht ein Fragezeichen.

Der insider-Tipp: Lemgo wird sich in Detmold sicherlich nicht verstecken, wird versuchen aus einer kontrollierten Offensive zum Erfolg zu kommen. Am Ende werden die Hansestädter nicht mit leeren Händen aus aus der Residenz. heimfahren.