TBV steigt auf – Auch Lipperreihe Bezirksligist?

Mit Riesenschritten auf in der Bezirksliga: Joshua Vormerbock und der TuS Lipperreihe werden neben dem TBV Lemgo wohl in die Bezirksliga aufsteigen.

Lemgo (ruko). Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) hatte am 5. Mai eine Empfehlung zur Saisonwertung an das Präsidium und die Ständige Konferenz ausgesprochen. Diese sieht einen Abbruch der Saison und eine Wertung mit Aufsteigern und ohne Absteiger vor.

Nun haben die Mitglieder der Ständigen Konferenz – die sich aus den 29 Kreisvorsitzenden und den acht Präsidiumsmitgliedern zusammensetzt, per Videokonferenz über die Empfehlung des VFA abgestimmt. Einstimmig wurde dabei die Empfehlung angenommen. Abgesegnet werden muss das Ganze allerdings noch von einem außerordentlichen Verbandstag, der am 9. Juni stattfinden soll. Per Briefwahl wird dann die endgültige Entscheidung fallen. „Das dürfte dann aber wohl nur noch eine Formsache sein“, so Lemgos Kreisvorsitzender Werner Fritzensmeier, der an der Konferenz am Montag teilgenommen hatte.

Absteiger wird es so in den Lemgoer Kreisligen nicht geben. Per Quotientenreglung werden die Aufsteiger ermittelt. Da hat in der Lemgoer Liga A der TBV Lemgo die Nase vorn, doch auch der TuS Lipperreihe darf sich wohl freuen. Da der TuS und der TBV punktgleich nach der Hinrunde waren, wollte man zunächst auch das Torverhältnis in die Wertung mit einfließen lassen. „Da aber das Torverhältnis eigentlich nie eine Rolle in dieser Liga gespielt hat und ein Entscheidungsspiel nicht möglich ist, haben wir uns nochmal Gedanken gemacht, dass es gerecht ist, wenn der TBV und auch der TuS Lipperreihe aufsteigen“, berichtet Fritzensmeier.

Nicht so kompliziert gestaltet sich die Wertung für die Lemgoer B-Ligisten. Dort heißen die Aufsteiger SG Bega/Humfeld und der TuS Lockhausen. Aus der Lemgoer C-Ligen dürfen sich der TuS Sonneborn II und die TSG Holzhausen-Sylbach III über den Aufstieg freuen.

Bezirksliga mit
9 Lipper-Teams?

Die Bezirksligen werden auf 14 Staffeln aufgestockt. „Da nun wahrscheinlich neun lippische Mannschaften in der Bezirksliga spielen werden, könnte man diese jetzt ja in eine Staffel packen“, schlägt Fritzensmeier vor. Derbys en masse würden dem lippischen Fußball sicherlich gut tun. Wann die runde Murmel aber wieder rollen wird, dürfte aufgrund der Corona-Pandemie aber weiter unklar sein. Zwar darf jetzt unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder bedingt trainiert werden, doch längst sind nicht alle Sportplätze im Lipperland von den Kommunen freigegeben. Lemgo hat die Plätze beispielsweise freigegeben, Salzuflen lässt die Spielstädten bis auf weiteres gesperrt. „Ich hätte mir gewünscht, dass es in dieser Beziehung eine einheitliche Regelung unter den Kommunen gegeben hätte, das wäre besser gewesen. Meiner Meinung sind die Vereine, die ja bei einem Trainingsbetrieb dann auch verantwortlich für eventuelle Folgen sind, gut beraten vorsichtig zu agieren, um Schaden abzuwenden“, warnt der Kreisvorsitzende.