Ayhan Karadan zieht ab. Seine Volleyabnahme klatschte aber nur an die Querlatte des Braker Tores. Janis Pehle und Tim Ende (r.) haben das Nachsehen.
 

Lemgo/Brake (ruko). Eine irre Partie, die da zwischen dem bisher punktlosen Tabellenletzen TuS Brake und dem Titelaspiranten TuS Asemissen auf dem Braker Walkenfeld abging. Beide Teams verspielten dabei eine 2-Tore-Führung. Am Ende trennten sich die Bräker und Asemisser mit einem 5:5 (3:2)-Remis und die Ridder-Elf hatte nach dem 9. Spieltag endlich den ersten Punkt in dieser Saison im Sack.

Zufriedenheit natürlich auf Braker Seite, wo man hofft, dass der Bock nun endgültig umgestoßen werden konnte. „Die Mannschaft, die endlich mal fast komplett war, hat ein klares Lebenszeichen von sich gegeben, war motiviert und hat gekämpft und hat sich gegen zum Teil pomadig aufspielenden Asemisser den Punkt am Ende redlich verdient“, jubelt Brakes Sportlicher Leiter Axel Wehmeier.


„Kläglich verteidigt!“


„Am Ende ein gebrauchter Sonntag für uns. Wir haben uns zu oft lethargisch, gerade in den Zweikämpfen verhalten, hätten gegen teilweise hart einsteigende Bräker mehr dagegen halten müssen. Nach der Pause konnten wir das Spiel noch drehen. Letztendlich verstehen ich aber nicht, wie wir dann noch eine 2-Tore-Führung herschenken konnten. Wir haben nach der 5:3-Führung das Fußballspielen eingestellt und dazu kläglich verteidigt“, so ein zerknirschter Asemisser Coach Carsten Skarupke, der kurzfristig auf Jan Heidschuster verzichten musste (Knöchel).

Die Bräker lagen nach 20 Minuten überraschend durch Treffer von Pieper (10.) und Karadan mit 2:0 in Führung. Bahri konnte innerhalb von zwei Minuten den 2:2-Ausgleich markieren (32. und 34.). Brake zeigte sich aber nicht geschockt und kam durch einen berechtigten Elfmeter, den Isaak setzte, zur 3:2-Pausenführung.

In der Pause las Carsten Skarupke seinen Schützlingen gehörig die Leviten und das schien zunächst Wirkung zu zeigen. Schnell drehten Pollakowski (51.), Bergen (60.) und Kemena (70.) die Partie und auch die aller treusten Braker Fans gaben jetzt keine Pfifferling mehr auf ihre Truppe, die sie aber eines besseren belehrte und sich für ihr bedingungsloses Engagement am Ende belohnte, durch Treffer von Sander (77.) und Schulz (84.) zum letztendlich verdienten 5:5 kam.

„Hochachtung vor der Leistung. Wir leben noch! Wer uns schon abgeschrieben hat, der hat auf das falsche Pferd gesetzt.
2:0 geführt und dann 3:5 in Rückstand geraten und wieder zurück ins Spiel gekommen und noch 2 Tore geschossen. Chapeau! Das zeugt von Charakterstärke. Der Glaube kehrt zurück. Die Jungs wissen, dass sie es können“, zeigt sich auch Brakes Geschäftsführer Michael Berge begeistert vom Auftritt seiner Mannschaft.

 

Berichte und Vorberichte über die weiteren Spiele in den Lemgoer Fußball-Kreisliga A in der aktuellen Ausgabe der Lippischen Wochenschau/sportinsider. Jeden Donnerstag im Zeitschriftenhandel, Kiosk und vielen Tankstellen erhältlich.