Welcome to Germany! – TH OWL ist bei internationalen Studierenden beliebt

Abdeladim Laamouri studiert Stadtplanung am Kreativ Campus in Detmold.

Deutschland ist zum wichtigsten nicht-englischsprachigen Gastland für internationale Studierende aufgestiegen und hat damit Frankreich überholt. Nach den USA, Großbritannien und Australien gilt Deutschland nun als viertwichtigste Destination für Auslandsaufenthalte weltweit. Auch die TH OWL konnte in diesem Wintersemester wieder zahlreiche internationale Studierende willkommen heißen.
„Ich wollte etwas Neues lernen, wie Sprache, Kultur und Traditionen. Daher habe ich mich entschieden, nach Deutschland zu gehen“, erinnert sich Abdeladim Laamouri aus Marokko. Der 27-Jährige studiert Stadtplanung am Kreativ Campus in Detmold. „Für mich waren verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Da es sich bei der TH OWL eher um eine kleine Hochschule handelt, geht es hier viel familiärer zu und man ist besser aufgehoben. Außerdem sind die Professorinnen und Professoren sehr nett.“
Deutschland wird zunehmend beliebter bei internationalen Studierenden. Das zeigt der aktuelle Bericht „Wissenschaft weltoffen 2019“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Laut Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zeigt das die hohe Qualität des deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystems. 42.000 internationale Studierende haben im vergangenen Jahr ihr Studium in Deutschland abgeschlossen. An der Technischen Hochschule OWL haben zum laufenden Wintersemester 215 internationale Studierende aus 50 verschiedenen Nationen ein Studium aufgenommen. Die TOP 3 Herkunftsländer sind Syrien, die Türkei sowie Kamerun und Indien, die sich den dritten Platz teilen. Ganz vorn auf der Beliebtheitsskala der Studiengänge liegt das Bauingenieurwesen, gefolgt von Medizin- und Gesundheitstechnologie und Pharmatechnik. Insgesamt studieren damit aktuell knapp 700 internationale Studierende an der TH OWL – unter ihnen Abdeladim Laamouri und Le Thi Bich Ngoc.
Studentin Le Thi Bich Ngoc hat vor ihrem Studium an der TH OWL bereits in ihrer Heimat Vietnam studiert. Deshalb hat sie Abschlüsse in Englisch, Chinesisch und Financial Banking in der Tasche, die sie von 2004 bis 2010 an drei verschiedenen Universitäten in Hanoi gemacht hat. „Ich wollte mein Können auch in anderen Ländern unter Beweis stellen und bin nach Deutschland gegangen.“ Innerhalb von zwei Jahren hat sie die deutsche Sprache gelernt und ist nach Bielefeld gezogen. So wurde sie auch auf die TH OWL aufmerksam: „Ich war so glücklich, als ich die Zusage für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre für kleine und mittlere Unternehmen in Warburg bekommen habe.“ Ihre Deutschkenntnisse sind mit jeder Vorlesung besser geworden: „Hier konnte ich direkt mit Muttersprachlern reden und so in den Vorlesungen viel mehr Wörter lernen.“
Im Wintersemester 2017/18 waren laut dem Bericht des DAAD und des DZHW 375.000 ausländische Studierende in Deutschland eingeschrieben. In einer Sozialerhebung des DZWH haben knapp drei Viertel der Befragten gesagt, dass sie sich wegen der guten Qualität der Hochschulausbildung für Deutschland als Standort entschieden haben. Gut 80 Prozent der internationalen Studierenden gaben an, dass sie ihren Freunden und Bekannten daheim Deutschland als Studienort weiterempfehlen würden. Dem schließt sich auch Abdeladim an und ergänzt: „Als Student hat man hier sehr gute Möglichkeiten, nach dem Studium direkt in das Berufsleben zu starten. Außerdem bietet Deutschland in meinen Augen eine gute Lebensqualität.“
Für Bich Ngoc waren auch finanzielle Aspekte ausschlaggebend: „Meine Eltern sind schon im Ruhestand und verfügen somit nicht über viel Geld. Deutschland gibt mir die Möglichkeit, kostengünstig zu studieren, da es hier an den staatlichen Universitäten und Hochschulen keine Studiengebühren gibt.“ Die junge Vietnamesin ist nicht nur wegen der Studienbedingungen glücklich, nach Deutschland gekommen zu sein. „Als ich schwer erkrankt bin, hat mich eine deutsche Organisation während meiner Behandlung unterstützt. Das sehe ich nicht als selbstverständlich an und ich bin sehr dankbar dafür!“