Weltkriegs-Luftmine wird in Paderborn ausgestellt

Drei Jahre nach der Entschärfung der britischen Fliegerbombe liegt diese nun als Leihgarbe vom Land NRW im Paderborner Stadtmuseum: (v.l.) Bürgermeister Michael Dreier, Udo Olschweski, Amtsleiter Ordnungsamt Paderborn, Dr. Andreas Neuwöhner, Kulturamt Paderborn, und Christoph-Gockel, Amtsleiter Kulturamt Paderborn.

Paderborn. Tief im Boden steckte die Luftmine. Sie war bei ihrem Abwurf am 27. März 1945, als nahezu die gesamte historische Innenstadt Paderborns zerstört wurde, nicht explodiert. Erst durch Bauarbeiten wurde sie am 29. März 2018 in der Paderborner Südstadt gefunden. Die Entschärfung stellte Paderborn vor eine große Herausforderung. Aus Sicherheitsgründen wurden vor drei Jahren rund 26.700 Menschen im Umkreis von 1,5 Kilometern um den Fundort evakuiert.
Die drei Zünder an der Oberseite waren noch vorhanden und wurden am 8. April 2018 erfolgreich entfernt.
„Das war damals ein sehr aufregender Tag“, erinnert sich Bürgermeister Michael Dreier und lobte noch einmal die „brillante Zusammenarbeit“ aller beteiligten Institutionen und Hilfskräfte, die am Tag der Entschärfung im Einsatz waren.
Im Paderborner Stadtmuseum wird jetzt die obere Hälfte des sogenannten Blockbusters ausgestellt. Mit Sprengstoff wog er rund 1.800 Kilogramm. An der Stelle der Zünder sind jetzt nur noch die Einschraublöcher zu sehen. Die Luftmine ist eine Leihgabe des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. „Wir sind sehr dankbar, den Blockbuster jetzt hier in Paderborn zu haben und ausstellen zu können“, erklärt Dr. Andreas Neuwöhner vom Kulturamt der Stadt Paderborn.
Infos auf der Hompage der Stadt Paderborn.