Auch die Auszubildende Rebecca Reindl freut sich schon auf die „Hasenjagd“ und andere Veranstaltungen im neuen Jahr.

Lemgo. Ob Puppentheater, Konzerte, Kleinkunst oder Ausstellungen – im neuen Programmheft des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake steckt viel Leidenschaft und wie immer ein anregender Schuss Überraschung. Nach den Feiertagen ist das 28 Seiten starke Heft im Museum und in vielen öffentlichen Einrichtungen erhältlich. Man kann es aber auch ganz bequem nach Hause bestellen unter info@museum-schloss-brake.de oder telefonisch unter 05261/94500. Nähere Informationen gibt es auch im Internet unter www.museum-schloss-brake.de.
Gleich zwei spannende Ausstellungen sind für das nächste Halbjahr geplant. „Am Sonntag, 29. März, eröffnen wir um 15 Uhr die Ausstellung „Heilige und Hasen“. Die Kunst von Rosemarie und Bernhard Sprute liest sich wie ein modernes Echo auf das faszinierende Zeitalter der Renaissance“, verspricht Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes.
Klein, aber extrem fein – so kommt die Mini-Ausstellung mit original Werken von Albrecht Dürer vom 22. März bis 19. April 2020 daher. Der in Nürnberg geborene Künstler ist einer der wichtigsten Vertreter der Renaissance. Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake ist im Besitz von drei seiner Kupferstiche und zwei seiner Holzschnitte. Dazu zählen beispielsweise „Drei bewaffnete Bauern“ oder „Turcke und sein Weib“. Über Ostern werden sie aus dem Depot ans Licht geholt und im Rahmen der Dauerausstellung präsentiert.
Passend dazu lädt das Museum vom 22. März bis 19. April zur Hasenjagd, einem spannenden Suchspiel für die ganze Familie, ein. „Wisst ihr eigentlich, wo der Hase läuft und wie? Schaut doch mal in unserem Museum nach, denn hier hoppelt er durch die Ausstellung“, sagt Dr. Vera Lüpkes. In strahlendem Pink kommt er daher und sieht dem berühmten „Feldhasen“ von Albrecht Dürer verdammt ähnlich. Wie viele Hasen sind versteckt? Wer sie alle findet, darf sich über einen Schokohasen freuen.
Im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake dreht sich bekanntlich viel um die bildende Kunst, aber hier spielt auch die Musik. Wie wäre es beispielsweise am Sonntag, 2. Februar, um 11.30 Uhr mit dem Konzert „Deep Brass – Tuba Quartett“? Oder einen Monat später am Sonntag, 1. März, ebenfalls um 11.30 Uhr mit Jazz und Literatur unter dem Titel „Eine große Terzettelei“? Beide Konzerte finden in Kooperation mit dem Landestheater Detmold statt.
„Da die Kinderveranstaltungen im vergangenen Jahr allesamt restlos ausverkauft waren, haben wir auch für 2020 wieder einige Highlights für Mädchen und Jungen im Programm“, sagt Dr. Vera Lüpkes. Passend zur Karnevalszeit können sich alle Kindergärten und Grundschulen am Mittwoch, 19. Februar, auf die mehrfach ausgezeichnete Pia-Nino-Band und ihre Kindermusik zum Mitrocken freuen. Verkleiden ist hierbei ausdrücklich erwünscht.
Für alle Kinder ab drei Jahren steht am Mittwoch, 25. März, um 15.30 Uhr das Puppentheater „Der Froschkönig“ auf dem Programm. Das Lille Kartofler Figurentheater inszeniert den Klassiker wie ein großes, lebendiges, weiches, anfassbares Bilderbuch zum Mitmachen.
Ein weiterer Klassiker steht am Samstag, 25. April, auf dem Programm. Die Rede ist von „Macbeth“. Mit seinen völlig verrückten Shakespeare-Stücken zählt das umwerfende Schauspieltalent Bernd Lafrenz zu den Highlights der europäischen Festivalszene. Er bringt die blutrünstige Geschichte von Macbeth auf den Punkt: als Einmannshow, verfremdet, federleicht, komödiantisch – aber niemals denunzierend.
Mit viel Witz kommt auch der Österreicher Stefan Waghubinger am Sonntag, 24. Mai, um 17.30 Uhr in der beliebten Reihe „Museum goes Kabarett“ daher. In seinem dritten Soloprogramm „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“ hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist.
Unbedingt vormerken sollte man sich auch den völlig neuen Kunsthandwerkermarkt „Ideenreich – Schickes und Schönes am Schloss“ am Samstag, 16. Mai, und Sonntag, 17. Mai. Freuen kann man sich auf Kunsthandwerk aller Art – Malerei, Keramik, Glas, Kleidung, Schmuck, Floristik, Holz, Papier, Wolle und vieles mehr. Alles individuell und handgefertigt.
Und sonst? Am Sonntag, 21. Juni 2020, ist das Museum von 13.00 bis 18.00 Uhr wieder von Kopf bis Fuß auf Familien eingestellt. Das Familienfest bietet ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Vereinen aus der Region – inklusive Kanufahren auf dem Schlossgraben, Tanz-Shows, Live-Musik, Hüpfburg, Kinderschminken, Verkleiden, Rollbahn und mehr.
Besondere Aktionen sind außerdem für Valentinstag und den Internationalen Frauentag geplant. Öffentliche Führungen stehen jeweils am ersten Sonntag im Monat auf dem Programm. Auch das „Saufzeitalter“, „Kunst oder Krimskrams“ und der „Kulturtee“ sind inzwischen fester Bestandteil des Programms geworden. „Eine gute Mischung aus Altbewährtem und neuen Formaten“, findet Dr. Vera Lüpkes.
Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es auch im Internet unter www.museum-schloss-brake.de. Tickets gibt es ab sofort an der Museumskasse (dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr).