„Wollen selbstbewusst auftreten!“

Selbstbewusst will die Mannschaft des TSV Oerlinghausen die neue Serie in der Bezirksliga II bestreiten.

Oerlinghausen (ruko). Nur knapp entging Bezirksligist TSV Oerlinghausen in der vergangenen Saison, trotz einer zunächst gut gespielten Hinserie, dem Abstieg. Solch eine Serie wollen die Bergstädter keinesfalls mehr hinlegen.


Starke
Heimkehrer


„Dass es soweit kommt, dass wir bis zum letzten Spieltag zittern müssen, ob wir die Liga halten, das darf nicht wieder passieren. Das kann nicht unser Anspruch sein und das wird auch nicht wieder passieren. Wir haben die vergangene Serie analysiert, wissen wo die Hebel anzusetzen sind“, so TSV-Coach Miron Tadic, der ins dritte Trainerjahr beim TSV geht. Tadic legt viel Wert auf ein gut funktionierendes Kollektiv, für ihn der Schlüssel zum Erfolg. „Und genau in dieser Beziehung hat es gerade nach der Winterpause bei uns gehapert. Ich denke, wir sind jetzt besser im Verbund aufgestellt. Die Stimmung im Team ist schon nach wenigen Trainingseinheiten wirklich toll, die Mannschaft weiß um was es geht“, so Tadic, der mit Okan Yilmaz von Türk Gücü Sennestadt und Nils Engmann (Einigkeit Hillegossen) zwei ultrastarke Heimkehrer in seinem Team begrüßen kann. Weitere Neuzugänge sind Tim Witte, der aus der eigenen Landesliga-U19 hochkommt, Kay Peikert und Patrick Traczuk, die sich beide vom SV Wüsten den Oerlinghausenern angeschlossen haben. Engmann und Traczuk werden den TSV wohl gerade in der Offensive auf ein höheres Level als in der Vorsaison hieven. Als Sechser soll Peikert die TSV-Defensive stärken. Mit Tolga Karaarslan, Adrian Mildenberger (beide Gütersloher TV), Jonas Kaiser (eigene Reserve), Stavros Andreadis und Albert Mehmeti (Ziel unbekannt) hat der TSV fünf Abgänge zu verzeichnen. Bujar Mavriqi und Rilind Bekteshi hören aus beruflichen beziehungsweise privaten Gründen auf.

 

„Die Liga ist
sehr ausgeglichen!“

 

Ein echtes Saisonziel will Tadic nicht herausgeben: „Zunächst einmal wollen wir in der kommenden Saison selbstbewusst auftreten. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wenn es bei uns gut läuft, können wir oben mitspielen. Aber es kann auch schnell nach unten gehen, wenn wir eine Schwächeperiode erwischen. Die Tagesform wird in dieser Saison viel entscheiden. Ich denke, nach zehn Spieltagen weiß man, in welche Richtung der Weg für uns gehen wird“, weiß Tadic, der über einen 21 Mann starken Kader verfügt und in seiner Arbeit von Co-Trainer Milko Micanovic unterstützt wird.

Schon jetzt hat der TSV zwei Testspiele gegen Eindinghausen und Jöllenbeck bestritten, die zwar beide verloren gingen, doch Tadic ist mit dem Auftritt seiner Jungs in den beiden Partien durchaus zufrieden: „Das Kollektiv funktioniert, so ist mir vor der Zukunft nicht bange. Gegen Jöllenbeck haben wir bis zur 55. Minute mit 1:0 geführt, am Ende dann mit 1:4 verloren. Ich denke aber, die Partie wäre anders ausgegangen, wenn Engmann und Traczuk dabei gewesen wären“.

 

 

Der insider-Tipp: Der TSV dürfte sich punktuell, gerade in der Offensive, gut verstärkt haben und sollte in der anstehenden Saison wenig mit dem Abstieg zu tun haben. Eine erneute Zittersaison wird es nicht geben, vielmehr kann der TSV mit seinem Potential und seinem erfahrenen Coach Miron Tadic, der nicht auf unnötigen taktischen Schnickschnack steht, den Blick nach oben richten. Ein Platz im oberen, gesicherten Mittelfeld kann möglich sein. Wenn es gut läuft, könnte sogar noch mehr drin sein.