Lippe. Wie innovativ sind lippische Unternehmen, Erfinder und Hochschulforscher? Ein Indikator ist die Patentaktivität, die die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold seit mehreren Jahren auf Basis der Daten des Deutschen Patent- und Markenamts ermittelt. 2024 wurden 322 Produktideen, Technologien und Verfahren aus Lippe patentrechtlich geschützt. Das sind 32 Prozent mehr Anmeldungen als im letzten Jahr, aber immer noch 22 Prozent weniger als im bisherigen Rekordjahr 2021. Der Durchschnitt der vorherigen zehn Jahre wurde dabei fast wieder erreicht.
Die „Patentdichte“ wird gerne als Beleg der Innovationskraft von Regionen herangeführt: Lippe landet im OWL-Vergleich mit einer Patentdichte wie im Vorjahr hinter Gütersloh auf Platz 2. Auf den Plätzen folgen Minden-Lübbecke, Herford, Paderborn, Bielefeld und Höxter.
Vor allem die deutliche Erholung der Anmeldezahlen in den drei patentstärksten Kreisen Gütersloh, Lippe und Minden-Lübbecke trägt zum Plus von 15 Prozent bei der Patentdichte in Ostwestfalen-Lippe bei. Mit einer durchschnittlichen Patendichte von 75 liegt Ostwestfalen-Lippe wieder deutlicher über dem Bundes- und Landesschnitt. Im Bundesvergleich weiterhin führend ist Baden-Württemberg.
„Die positiven Zahlen der Kreise Gütersloh, Lippe und Minden-Lübbecke sprechen dafür, dass insbesondere die patentstarken Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe im Jahr 2024 wieder mehr Patente angemeldet und ihre Innovationsaktivitäten – trotz der Wirtschaftskrise – ausgebaut haben“, vermutet Matthias Carl, Geschäftsführer bei der IHK Lippe. Denn größere patentaktive Unternehmen hätten einen erheblichen Einfluss auf die Patentdichte ihrer Standortregionen.
„In OWL“, so Carl, „ist Miele & Cie. das patentaktivste Unternehmen. Auf dem zweiten Platz folgt Phoenix Contact, Lippes stärkster Anmelder.“ Beide landeten 2023 mit ihren Anmeldezahlen laut dem Deutschen Patent- und Markenamts immerhin bundesweit in den TOP 50.



