Bildquelle: Helge KrückebergSa, 27.09.25, 20 Uhr in Hannaa’s Lounge, Torstr. 12a, Schieder-Schwalenberg – Im Konzert geht es um die erste Glanzzeit des Blues auf Schallplatte, in der ab 1920 zunächst nur schwarze Frauen von weißen Plattenfirmen aufgenommen werden. Das Konzert basierte auf dem Buch von Heide Manns („Bluesfrauen. Starke Stimmen und ihre Geschichten.“ Heupferd Musik Verlag, 2022, 300 S.) Kleine interessante Passagen aus dem Buch liest die Autorin, die auch singt, an diesem Abend selbst, passend zu einigen Songtiteln der Bluesfrauen, deren Inhalte sie auf Deutsch übersetzt. Oft witzig und ironisch, kreieren die afroamerikanischen Bluesdiven ein neues Bild der Frau: die selbstbewusste und selbstbestimmte tatkräftige afroamerikanische Frau. In ihren Texten singen diese Powerfrauen über pure Lebenslust, über die Freuden, aber auch die Leiden der Frauen. Voller Energie erzählen die Bluesfrauen von Bewältigungsstrategien ihres von Armut, Gewalt und ökonomischen Sorgen geprägten Leben. Symbolisch stehen dafür die vielen Bluessongs über die Eisenbahn, die einerseits Befreiung und Freiheit aus den katastrophalen Lebensverhältnissen des Südens verspricht, aber auch Abschiedsschmerz und Heimweh nach zu Hause mit sich bringt. Diese, sowie die Songs zur freien Wahl ihrer Liebesbeziehungen und deren Abbruch stellen die wichtigsten Unterschiede der Zeit zum Alltagsleben während der Sklaverei dar. Das Konzert sorgt beim Publikum für eine Begeisterung für diese Lieder, die Texte und letztendlich für den Blues! Eine Platzreservierung ist erwünscht.


