Eine literarische Spurensuche in finsteren Zeiten
Bildquelle: Theater TöfteLemgo. Im Rahmen der Reihe „erinnern, gedenken, gestalten… – 80 Jahre Kriegsende“ laden die Veranstalter zu einer besonderen literarischen Begegnung ein. Zu Gast ist der Schauspieler Ralf Kiekhöfer vom Töfte-Theater, der das Publikum auf eine spannende Reise zu den Werken und Gedanken von Klaus Mann und Erich Kästner mitnimmt. Die jungen Schriftsteller eilen von Erfolg zu Erfolg. Nichts scheint sie aufhalten zu können und sie haben noch große Pläne. Doch dann wird das Jahr 1933 mit der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler ein existenzieller Wendepunkt, der zu neuen, unvorhergesehenen Entscheidungen zwingt. Für Klaus Mann und seine Schwester, die Schauspielerin und Kabarettistin Erika Mann steht fest: „Die Luft im Dritten Reich ist für gewisse Lungen nicht zu atmen. In der Heimat droht Erstickungstod!“ Sie emigrieren und versuchen mit Büchern, Vorträgen, Rundfunkaufrufen und dem Kabarett ‚Pfeffermühle‘ Einfluss zu nehmen und aufzuklären. Erich Kästner und seine Mutter Ida Kästner bleiben die gesamten 12 Jahre bis zum Kriegsende in Deutschland. Erich will als Schriftsteller Zeitzeuge sein. Obwohl er bei der Bücherverbrennung in Berlin zusehen muss, wie seine Bücher dem Feuer übergeben werden, sieht er es als seine Berufspflicht an, Augenzeuge zu bleiben und eines Tages schriftlich Zeugnis abzulegen. Mit Figurenspiel, Tischfiguren, Musik und Soundcollagen werden die Lebenswege dieser vier außergewöhnlichen Menschen am Freitag, 28. November um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Marien, Stiftstr. 56 lebendig. Humorvolle Szenen von Erika Mann, Texte von Erich Kästner und spielerische Inszenierung machen das ernste Thema eindrucksvoll erlebbar und machen die Protagonisten auf lebendige Weise nahbar. Tickets: Tel. 05261-213276, ONLINE oder an der Abendkasse


