„Der Anfang der Saison war reine Eingewöhnung!“
Leopoldshöhe (ruko). Der Start für Aufsteiger TuS Leopoldshöhe in der Bezirksliga II verlief, man kann es nicht anders sagen, miserabel. Erst am 8. Spieltag konnte das Team von Jan Plöger die ersten Punkte in dieser Spielzeit einsacken, gewann bei CuK Canlar Bielefeld mit 2:0-Toren. Nach diesem Sieg gewöhnte sich der TuS immer mehr an diese ohne Zweifel spielstarke Liga und steht zur Winterpause mit dem SC Wiedenbrück II auf dem ersten Abstiegsplatz. Beide Teams weisen zehn Punkte auf. Mittlerweile fühlen sich die Leos „Wohl in der Liga“, so TuS Trainer Jan Plöger, der verspricht in der Rückserie alles zu investieren, so dass die Mannschaft auch in der kommenden Saison überkreislich an den Ball treten wird. Nachfolgend schaut der Leo-Coach auf die bisherige Spielzeit zurück.
Bildquelle: RedaktionWie bewertet ihr, aus eurer Sicht, den bisherigen Verlauf der Saison?
Jan Plöger: Der Anfang der Saison war reine Eingewöhnung an die neue Herausforderung. Wir mussten einige Abgänge kompensieren, uns neu erfinden und das in so einer starken Liga. Das war nicht einfach. Ab Spieltag 6 waren wir voll drin und in den meisten Spielen voll konkurrenzfähig. Wir könnten 3 bis 6 Punkte mehr haben, aber selbst diese 10 Punkte, die wir bisher geholt haben, hat uns niemand zugetraut. Wenn Wiedenbrück nicht Wettbewerbsverzerrung at its best betreiben würde (teilweise acht Regionalliga-Spieler in der Startelf), hätten wir auf einem Nichtabstiegsplatz überwintert. Von daher bin ich sehr zufrieden.
„Entwickeln uns in allen Bereichen!“
Womit seid ihr bisher zufrieden, was lief gut und auf was lässt sich aufbauen?
Jan Plöger: Wir entwickeln uns in allen Bereichen. Jeder Spieler ist im Vergleich zum letzten Jahr individuell besser geworden. Wir haben uns durch gute Auftritte Respekt in der Liga erarbeitet.
Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt. Woran muss gearbeitet werden?
Jan Plöger: Leider haben wir es teilweise nicht geschafft in entscheidenden Spielen, wo es um wichtige Punkte ging, eine gute Kadersituation auf die Beine zu stellen, hatten einfach zu viele Ausfälle.
Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?
Jan Plöger: Unsere Neuzugänge haben sich sehr gut integriert.
Zwei Neuzugänge
Sind Winterneuzugänge bei euch geplant oder schon welche verpflichtet? Gibt es schon Zusagen von Spielern für die neue Saison?
Jan Plöger: Zwei Neuzugänge sind fix, dazu kommt das Moritz Reh, Henne Busse, Jannes Knecht, die alle aus langen Verletzungen kommen, mit Beginn der Vorbereitung wieder einsteigen.
Ist die Trainerfrage schon entschieden?
Jan Plöger: Nein, Gespräche dazu finden noch statt
Wie sind die Ziele für den Rest der Serie gesteckt?
Jan Plöger: Wir fühlen uns wohl in der Liga, sind angekommen. Die Jungs haben Spaß sich jede Woche gegen wirklich gute Mannschaften zu messen. Deswegen wollen wir unbedingt die Klasse halten und werden dafür alles Mögliche investieren.
Wo seht ihr euren Verein in fünf Jahren?
Jan Plöger: Das ist schwer zu sagen. Im Verein wird wieder eine gute Jugendarbeit betrieben. In fünf Jahren wäre es schön, wenn wieder alle Altersklassen allein betrieben werden könnten, dadurch wird man auch den Verbleib der Senioren im oberen Kreisliga A oder eben Bezirksligabereich sichern können.
„An die normalen Regeln halten!“
Hättet ihr Einfluss auf den organisatorischen Ablauf der Serie in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A, welche Dinge könnten und sollten geändert werden?
Jan Plöger: Speziell für unsere Liga wäre es mit Sicherheit interessant, dass Vereine wie Wiedenbrück, nicht einfach machen können was sie wollen. Und sich an die ganz normalen Regeln der Amateurvereine halten müssten, maximal 4 Spieler aus der Ersten einsetzen, 5 Tage Schutzfrist etc..
Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Bezirksliga II?
„Ich wünsche Lipperreihe den Titel!“
Jan Plöger: Ich wünsche es dem TuS Lipperreihe. Die haben es einfach verdient. Top Mannschaft und einfach ein Top geführter Verein. Allerdings ist Türkgücu Gütersloh die bisher beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben.
Dein Tipp! Wer grüßt im kommenden Jahr als Fußball-Weltmeister
Jan Plöger: Ich bin gespannt. Natürlich hoffe ich auf Deutschland, aber ab Achtel- oder Viertelfinale entscheiden dann eben auch einzelne Aktionen und ein gewisses Quäntchen Glück die Spiele.


