Dauerausstellung „Igelleben“- Ein stiller Nachbar braucht Aufmerksamkeit

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Mehr Aufmerksamkeit braucht der stille Nachbar Erinaceidae, die er mit der neuen Dauerausstellung „Igelleben“ und diversen Fachvorträgen ab 09. Februar in der Wandelhalle in Bad Salzuflen erhält.

Bad Salzuflen. Wenn in der Dämmerung leises Rascheln aus Hecken und Gebüschen dringt, ist oft ein Igel oder Erinaceidae unterwegs. Seit Jahrtausenden gehört das Säugetier zur heimischen Tierwelt und hat sich perfekt an ein Leben in unmittelbarer Nähe des Menschen angepasst. Doch diese Nähe ist ihm zunehmend zum Verhängnis geworden. Aufgeräumte Gärten, versiegelte Flächen, der Verlust von Rückzugsorten sowie Gefahren durch Straßenverkehr und Mähroboter setzen dem kleinen Säugetier immer stärker zu. Die Folge: Der Bestand des Igels geht seit Jahren zurück. Seit 2024 steht er auf dem wissenschaftlichen Verzeichnis der Roten Liste als potenziell gefährdet – ein Warnsignal, das nicht überhört werden darf. Mit der Wanderausstellung „Igelleben“ greift die überregional und bundesweit tätigen Interessengemeinschaft „Pro Igel – Verein für integrierten Naturschutz Deutschland e.V.“ dieses Thema nun auch in Bad Salzuflen eindrucksvoll auf. In der Zeit vom 09. Februar bis 30. März (von 09 bis 18 Uhr) verwandelt sich die Wandelhalle (Parkstraße 24) am Kurpark in einen Ort des Entdeckens, Staunens und Lernens und macht sichtbar, „was sonst meist verborgen bleibt“, sagt Projektleiterin Vanessa Ott vom städtischen Fachdienst Umwelt. „Die Ausstellung zeigt den Alltag eines nachtaktiven Wildtieres, seine erstaunlichen Fähigkeiten, aber auch seine wachsende Verletzlichkeit in einer vom Menschen geprägten Umwelt.“ Auf anschauliche und leicht verständliche Weise vermittelt die rund siebenwöchige Ausstellung mit mehreren begleitenden Fachvorträgen fundiertes Wissen über Biologie, Verhalten und Jahresrhythmus des Igels. Die Wanderausstellung richtet sich an Menschen jeden Alters – an Familien, Schulklassen, Gartenliebhaberinnen und -liebhaber sowie an alle, die mehr über den Schutz heimischer Wildtiere erfahren wollen. Des Weiteren lade die Ausstellung dazu ein, „den Blick zu schärfen für das Leben direkt vor unserer Haustür und dem Igel wieder den Raum zu geben, den er zum Überleben braucht“, wirbt Vanessa Ott für aktive Unterstützung.

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