Ellerbrok legt zum Sommer eine Pause ein
Bad Salzuflen/Wüsten (ruko). Der SV Wüsten hatte zunächst einen nicht gerade optimalen Start in die neue Spielzeit, hatte am fünften Spieltag erst drei Punkte auf der Habenseite. Nach dem dann folgenden 2:1-Sieg beim TBV Lemgo lief es peu à peu besser bei den Salzufler Vorstädtern, die auf Platz 15, bei 16 geholten Punkten, in der Tabelle überwintern. Auf den ersten Abstiegsplatz, den der TBV Lemgo II innehat, hat der SV neun Punkte Vorsprung. Auch wenn das kein unkomfortables Polster ist, weiß SV-Trainer Henri Ellerbrok, dass sein Team in Bezug auf den Klassenerhalt keinesfalls aus dem Schneider ist, zumal sich die direkten Konkurrenten Lemgo II und Asemissen in der Winterpause verstärkt haben. Nachfolgend schaut Ellerbrok auf die bisherige Saison zurück.
Bildquelle: ReaktionWie bewertet ihr, aus eurer Sicht, den bisherigen Verlauf der Saison?
Henri Ellerbrok: Aufgrund einer sehr kurzen Sommer-Vorbereitung sind wir nur mühsam in die Saison gestartet, haben uns dann aber gefangen und phasenweise sehr ordentlichen Fußball gespielt. Punktemäßig wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.
Womit seid ihr bisher zufrieden, was lief gut und auf was lässt sich aufbauen?
Henri Ellerbrok: Wenn die Einstellung auf dem Platz passt, können wir jeden Gegner in der Liga schlagen. Das haben wir bei unserem Auswärts-Sieg gegen Werl Aspe gezeigt. Zudem haben wir spielerisch im Vergleich zur Vor-Saison noch einmal eine Schippe draufgelegt.
„Oftmals fehlt die Konstanz!“
Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie ihr euch das vorgestellt habt. Woran muss gearbeitet werden?
Henri Ellerbrok: Leider hat uns oftmals die Konstanz gefehlt, sowie das letzte Quäntchen Glück. Entsprechend haben wir unnötig Punkte liegen gelassen. Wir haben sechs Spiele mit nur einem Tor Unterschied verloren. Teil der Wahrheit ist hier sicherlich aber auch die schwache Trainingsbeteiligung. Fast immer waren die Gründe nachvollziehbar, aber wenn die Jungs nicht auf dem Platz stehen, können wir uns auch nicht verbessern.
Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?
Henri Ellerbrok: Menschlich super, sportlich wurde unser einziger externer Neuzugang Sean Klich aber aufgrund von zahlreichen Verletzungen immer wieder zurückgeworfen. Wir hoffen, dass er in der Rückserie den nächsten Schritt machen kann.
Zwei Neuzugänge
Sind Winterneuzugänge bei euch geplant oder schon welche verpflichtet? Gibt es schon Zusagen von Spielern für die neue Saison?
Henri Ellerbrok: Ja! Mit Arnel Tchakounte Bwemba bekommen wir einen Verteidiger aus dem Kamerun dazu. Arnel ist seit einem halben Jahr in Deutschland und ist ab sofort für uns spielberechtigt. Patrick Meyer wechselt vom TuS Ahmsen zu uns. Der 21jährige kann flexibel im Mittelfeld eingesetzt werden und hat bereits in der Jugend beim SV Wüsten gespielt. Nun kehrt er an die alte Wirkungsstätte zurück.
„Dank an das Trainerteam!“
Ist die Trainerfrage für die kommende Saison entschieden?
Henri Ellerbrok: Ich werde mein Amt niederlegen und eine Pause einlegen. Die Gespräche über meine Nachfolge laufen bereits. Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Trainer-Team für die super Zusammenarbeit und die bedingungslose Unterstützung bedanken. Mit Kay Wallbaum und Stanislav Kibernik habe ich zwei Co-Trainer, die Ihre Stärken auf unterschiedliche Art und Weise einbringen. Komplettiert wird das Team durch Torwart-Trainer Philipp Smerat und Betreuer Nader Osso.
Wie sind die Ziele für den Rest der Serie gesteckt?
Henri Ellerbrok: Ich möchte mich mit dem erneuten Klassenerhalt verabschieden. Zudem hat sich das Team vor der Saison eine konkrete Platzierung als Ziel gesetzt – hier hinken wir unserer Erwartung noch etwas hinterher und möchten uns entsprechend verbessern.
Wo seht ihr euren Verein in fünf Jahren?
Henri Ellerbrok: Fünf Jahre sind im Kreisliga-Fußball eine Ewigkeit. Ich kann nur mutmaßen und wünsche mir, dass sich der Verein weiter in der Kreisliga A etabliert und Jahr für Jahr einen kleinen Schritt nach vorne machen kann. Gleichzeitig wird es immer schwieriger Nachfolger und Nachwuchs für die Vereine zu finden, egal ob sportlich aktiv oder organisatorisch im Hintergrund. Und der Erfolg eines Vereins steht und fällt mit den Mitgliedern und der Bereitschaft anzupacken.
Hättet ihr Einfluss auf den organisatorischen Ablauf der Serie in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A, welche Dinge könnten und sollten geändert werden?
Henri Ellerbrok: Ich finde den früheren Start der Rückserie – so wie in diesem Jahr praktiziert – sehr gut. Wenn diese Änderung beibehalten wird, kann die Saison in einer 16er-Stafffel bereits Ende Mai beendet werden, sodass eine richtige Sommer-Pause gewährleistet wird.
Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Lemgoer Kreisliga A?
Henri Ellerbrok: Da tippe ich auf den TuS Brake.
Dein Tipp! Wer grüßt im kommenden Jahr als Fußball-Weltmeister?
Henri Ellerbrok: Ich hoffe auf die Turnier-Mannschaft Deutschland, könnte mir aber vorstellen, dass Spanien das Rennen machen wird.


