TBV bezwingt den SC Magdeburg im Spiel um Platz drei

Bronze geht nach Lippe

Köln. Der TBV Lemgo Lippe hat sich am Sonntagmittag eindrucksvoll den dritten Platz beim Lidl Final4 2026 gesichert. Gegen den amtierenden Champions League-Sieger und Tabellenführer der DAIKIN Handball-Bundesliga setzten sich die Lemgoer in der ausverkauften Kölner Lanxess Arena mit 35:31 (16:15) durch. Vor allem in der zweiten Halbzeit dominierten die Lipper das Geschehen und ließen am verdienten Erfolg keine Zweifel mehr aufkommen.

Bildquelle: TBV Lemgo Lippe/Cohen

Von Beginn an präsentierte sich der TBV hellwach. Torhüter Constantin Möstl fand früh in die Partie und ebnete mit sehenswerten Paraden den Weg zur ersten Führung der Lemgoer (10., 6:3). Der SCM reagierte mit einem 3:0-Lauf, doch Möstl blieb auch im Siebenmeter-Duell gegen Matthias Musche stabil und hielt den TBV im Spiel (15., 6:6). Für Gesprächsstoff sorgte eine umstrittene Szene in der 21. Minute, als Samuel Zehnder bei der Siebenmeter-Ausführung ein technischer Fehler abgepfiffen wurde. Dank des fairen Eingreifens von SCM-Trainer Bennet Wiegert erhielt der TBV den Ball jedoch zurück. Anschließend übernahmen Niels Versteijnen und Tim Suton Verantwortung, ehe Letzterer ein Kempa-Anspiel von Versteijnen sehenswert zum 12:11 verwertete. In der Folge machte der junge Len Kehrmann auf sich aufmerksam, setze zunächst Suton in Szene und traf anschließend selbst ins Tor von Sergej Hernandez (24., 14:12). Mit einer knappen 16:15-Führung ging es schließlich in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kam Lemgo fokussiert und entschlossen aus der Kabine. Angeführt von einem stark aufspielenden Tim Suton und einer stabilen Defensive erhöhte der TBV nach 35 Minuten auf 19:16. In der Folge steigerten sich die Lipper weiter und ließen dem SCM kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten. Möstl glänzte zwischen den Pfosten, die Abwehr arbeitete konsequent, und im Angriff fanden die Lemgoer immer wieder die richtigen Lösungen. Nach 45 Minuten stand bereits eine deutliche 26:19-Führung auf der Anzeigetafel. Magdeburg fand danach keine Antworten mehr auf die konzentrierte Vorstellung des TBV. Zwar betrieben die Sachsen-Anhalter in der Schlussphase noch Ergebniskosmetik, doch der Lemgoer Sieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Mit dem Schlusspfiff durfte der TBV verdient die Bronzemedaille feiern und sich von den mitgereisten Fans frenetisch feiern lassen.

Bester Werfer der Lemgoer war erneut Tim Suton mit acht Treffern. Zum Spieler des Spiels wurde jedoch Constantin Möstl gewählt, der mit 17 Paraden und einer Quote von 37 Prozent maßgeblich zum Erfolg beitrug. Anschließend führte der österreichische Nationaltorhüter die „Humba“ mit den TBV-Fans an.

Durch den dritten Platz sichert sich der TBV nicht nur eine Medaille, sondern spart sich in der kommenden Saison auch die erste Runde des DHB-Pokals. Weiter geht es für die Lemgoer am kommenden Sonntag, 26. April, in der DAIKIN Handball-Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Die Stimme zum Spiel von Jörg Zereike: „Glückwunsch an Flo und die Mannschaft. Nach dem gestrigen Highlight, das wir unglücklich verloren haben, war es mental nicht einfach. Wir wollten den Fokus finden – die Jungs haben das überragend geschafft. Überragende Einstellung, tolles Spiel. Das war wichtig, denn 2026 hatten wir schon einige Partien mit starken Leistungen, die nicht belohnt wurden.

Heute hat es geklappt: Wir haben den wahrscheinlich zukünftigen deutschen Meister beherrscht und haben ihn geschlagen. Wir sind stolz darauf, fahren nicht mit leeren Händen nach Hause und haben den Fans mit dem Sieg etwas zurückgegeben. Es hat großen Spaß gemacht – wir kommen gerne wieder.“

Die Stimme zum Spiel von Florian Kehrmann: „Die Mannschaft hat es geschafft, sich als Einheit zu besinnen und heute noch mal alles auf dem Feld zu lassen. Wir sind gut reingekommen, haben Magdeburg vor Aufgaben gestellt. Sowohl mit Kreisläufer als auch mit vier Rückraumspielern haben wir gute Lösungen gefunden und haben immer die Kontrolle. Das hat uns gestern gefehlt. In der zweiten Halbzeit kamen wir top rein. Mit drei bis vier Toren Vorsprung wächst eine Mannschaft bei so einem Event. Ich habe gemerkt, dass Magdeburg dann viel versucht hat und zunehmend frustrierter wurde – das haben wir dann genutzt. Wir hatten dann auch das Spielglück: Jeder Ball ging rein und wir konnten immer die Distanz halten und haben letztendlich verdient gewonnen. Ich bin sehr stolz und froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir fahren glücklich nach Lemgo zurück und freuen uns, dass wir Teil dieses wunderbaren Events sein durften.“

TBV Lemgo Lippe – SC Magdeburg 35:31 (16:15)

TBV Lemgo Lippe: Möstl (17/3 P.), Kastelic; Huteek, Theilinger, S. Zehnder 1/1, Simak 1, Schagen 3, L. Carstensen 4, Nyfjäll 1, Suton 8, Willecke 4, Versteijnen 5, Wagner 5, Faust 2, Herseklioglu, Kehrmann 1

SC Magdeburg: Hernandez, M. Mandic (10 P.); Musche 6, Claar 4, M. Zehnder, Zechel, Kristjansson 2, Magnusson 2/1, Hornke 4/2, Jonsson 1, Weber 2, Lagergren 5, Mertens, Saugstrup 3, O´Sullivan, Bergendahl 1

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