Halle/Westfalen. Alexander Zverev steht zum sechsten Mal im Halbfinale der TERRA WORTMANN OPEN. Gegen den aus der Qualifikation bis ins Viertelfinale vorgedrungenen Raphael Collignon hatte der deutsche Spitzenstar jedoch alles andere als leichtes Spiel. In einem Match mit nur marginalen Unterschieden zwischen den Akteuren triumphierte Zverev nach zwei Stunden Spielzeit mit 7:6(10), 7:6(2). Im Halbfinale trifft die deutsche Nummer eins am Samstag (ab 15 Uhr) auf Taylor Fritz, der im Duell der US-Amerikaner Ben Shelton in drei Tiebreaks besiegte. Beide Kontrahenten im Überblick.
Bildquelle: ©terra-wortmann-open / Alyssa Van HeystTaylor Fritz (USA/ATP 9)
Taylor Fritz ist in Halle kein Unbekannter. Bereits in den Jahren 2016 und 2019 schlug der Kalifornier in Ostwestfalen auf – schied damals aber jeweils in der ersten Runde aus. Jetzt ist er zurück, weil er sich mit seinem Spiel auf den Plätzen im Queen’s Club nicht wirklich wohlfühlte. In der Zwischenzeit hat sich der 28-Jährige zu einem der besten Tennisspieler auf Rasen entwickelt: Taylor Fritz ist der Spieler mit den meisten Siegen auf Rasen der 2020er Jahre, gewann 2025 das Turnier in Stuttgart und in Eastbourne sogar viermal.
„Es gibt viele Aspekte am Rasentennis, die mir liegen. Der wichtigste ist wahrscheinlich, dass mein Aufschlag auf diesem Belag besonders gut zur Geltung kommt“, sagt der US-Amerikaner.
Ohne seinen hervorragenden Aufschlag hätte Fritz bei den 33. TERRA WORTMANN OPEN vermutlich auch nicht das Halbfinale erreicht. Denn das Spiel gegen seinen Landsmann Shelton gewann Fritz, ohne sich eine Breakchance erspielt zu haben.
Taylor Fritz …
…zum Sieg gegen Ben Shelton: „Er spielt die großen Punkte normalerweise sehr aggressiv, aber heute hat er einige Fehler gemacht. […] Ich glaube nicht, dass die Fitness heute entscheidend war. Wäre das Match noch länger gegangen, wäre das vielleicht anders gewesen.“
…zum Halbfinale gegen Zverev: „Die Fans werden ihn sicherlich anfeuern. Aber ich habe schon mehrfach in Deutschland gegen ihn gespielt. Ich glaube nicht, dass das in unseren bisherigen Matches einen entscheidenden Unterschied gemacht hat.“
Alexander Zverev (Deutschland/ATP 3)
Alexander Zverev wird nicht müde zu betonen, wie gerne er in Halle spielt. „Schon als Mischa noch gespielt hat, sind wir mit der ganzen Familie hier angereist. Es ist nicht weit von Hamburg. Jetzt spiele ich – und es sind auch alle mit: die Kinder, die Großmutter, die Eltern. Das ist ein familiäres Turnier, wir bekommen im Hotel eine ganze Etage und fühlen uns hier sehr wohl.“
Mit dem hart erkämpfen Sieg gegen Raphael Collignon (ATP 51) hat der Weltranglisten-Dritte im zehnten Turnier des Jahres zum achten Mal das Halbfinale erreicht. Bei seiner zehnten Teilnahme in Halle steht er zum vierten Mal in Folge im Halbfinale und will zum ersten Mal seit 2017 ins Finale einziehen.
Gegen seinen Gegner Taylor Fritz hat Zverev eine 5:9-Bilanz, die letzten sechs Spiele hat der Amerikaner zuletzt gewonnen, auf Gras im Finale von Stuttgart gewann Fritz vor einem Jahr ebenfalls (6:3 und 7:6).
Alexander Zverev…
…über den Sieg gegen Raphael Collignon: „Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe, weil das ja auch in die andere Richtung hätte gehen können.
…über das Halbfinale gegen Taylor Fritz: „Ich möchte natürlich ins Finale kommen, das ist das Ziel. Ich freue mich darauf, auf den Platz zu gehen. Ich glaube, das Publikum wird auch auf meiner Seite sein und mir viel Hilfe geben. Es wird ein schweres Match werden, aber ich freue mich auf die Challenge.“



