Landesliga-Aufsteiger startet mit dem Pokalspiel gegen den Oberligen Maaslingen in die neue Spielzeit
Lemgo (ruko). Für den TBV Lemgo beginnt der Ernst des Fußballlebens nach der Sommerpause wieder am kommenden Sonntag, 2. August. Allerdings nicht in der Landesliga, sondern im Westfalenpokal. Um 15 Uhr erwarten die Jungs von Andreas Wiens den Oberligisten SC RW Maaslingen auf dem Lemgoer Jahnplatz. In der Landesliga geht es dann am darauffolgenden Sonntag, 9. August, weiter. Dann steht das Heimspiel gegen den FC Preußen Espelkamp an. Anstoß ist um 15.15 Uhr.
Bildquelle: TBV LemgoKlassenerhalt heißt natürlich das Ziel für die Lemgoer, die nach 16 Jahren wieder als Landesligist grüßen. Mit Tjark Thore Höftmann, der wieder zum SC Verl II zurückgekehrt ist, haben die Lemgoer ihren Goalgetter verloren, der die Hälfte aller Tore in der vergangenen Saison für die Hansestädter erzielte. Diese Lücke soll unter anderem Davide Ayena schließen, der vom Landesligisten Bad Lippspringe kommt. Zuvor war der 26jährige schon für die lippischen Teams aus Leese/Hörstmar und Hiddesen-Heidenoldendorf aktiv. Mit Joel Linke (Mittelfeld, Hagen-Hardissen), Liam Sevgül (Mittelfeld, TuS Brake) und Piet Peil (Abwehr, SC Verl u19) haben die Lemgoer drei weitere Neuzugänge zu vermelden.
Neben Höftmann haben Pascal Neifer (TuS Helpup), Nicklas Kapale (Hiddesen-Heidenoldendorf) und Lasse Siekmeier (Umzug nach Düsseldorf) die Lemgoer verlassen.
„Gehören zu den drei jüngsten Teams!“
TBV-Coach Andreas Wiens, der den TBV im zweiten Jahr trainiert, verfügt über einen Kader von 23 Feldspielern und zwei Torhütern und will sein Team auch in Zukunft in der Landesliga sehen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir uns in der Landesliga etablieren. Mit dem Potenzial, das die Jungs haben, ist dies sicher ein realistisches Ziel. Meine Mannschaft gehört auch dieses Jahr wieder zu den drei jüngsten Teams in der Liga“, schaut der Lemgoer Coach optimistisch in die neue Spielzeit. „In der vergangenen Saison hatten wir unsere Stärken auch in der Defensive. Aber auch der Zusammenhalt im Team war entscheidend, das wir uns letztendlich den Titel sichern konnten. Ich denke, auf diese Eigenschaften können wir auch in der neuen Saison bauen“ so Wiens weiter, der natürlich weiß, dass der Abgang von Höftmann eine große Lücke in der Offensive reist. „Es bleibt sicherlich abzuwarten, wir wir den Abgang von Tjark kompensieren können. Er hat die 60 Tore aber nicht alle ohne die Mitspieler erzielt. Diese Qualität wird uns sicher fehlen, aber die Tore werden sich nun auf mehrere Schultern im Team verteilen. Und das werden sie auch“.
Liga auf 17 Teams angestiegen
Durch den nachträglichen Klassenerhalt von DJK Mastbruch steigt die Größe in der Landesliga, Staffel 1, in der neben dem TBV auch die zwei anderen Teams aus Lippe, Lipperreihe und Detmold, beheimatet sind, auf 17 Mannschaften an. „Es wird also vier Absteiger geben, sicher kein Vorteil für uns. Aber meckern hilft nicht. Wir werden unser Bestes geben und das Maximum rausholen“, verspricht der TBV-Coach, der die Mannschaften des Delbrücker SC, des BV Bad Lippspringe und des VfB Schloss-Holte als potenzielle Kandidaten auf den Titel in der Liga ausmacht.
„Vielleicht geling uns eine Überraschung!“
Wie schon eingangs erwähnt, startet der TBV am kommenden Sonntag in die neue Spielzeit. Um 15 Uhr ist der Oberligist-Aufsteiger SC RW Maaslingen in der ersten Runde des Westfalen-Pokals zu Gast auf dem Lemgoer Jahnplatz. Sicherlich gleich ein Härtetest für das junge Lemgoer Team, das urlaubsbedingt auf Leon Kienast, Niki Haupt und Jasper Süllwold verzichten muss. „Wir wollen natürlich das Maximum aus diesem Spiel herausholen, wissen aber um die Schwere der Aufgabe, da sich das Team von Sergej Bartel, den ich gut kenne, sehr gut verstärkt hat. Unter anderem mit Ex-Zweitligaspieler Aias Aosman, der schon bei Dynamo Dresden unter Vertrag stand, und Mattis Rohlfing aus Rödinghausen. Für uns ein Bonusspiel unter Wettkampfbedingungen und vielleicht, dazu sind wir fähig, geling uns ja eine Überraschung und so könnten wir in der zweiten Runde auf den SC Verl treffen. Letztendlich liegt unser voller Fokus aber auf den Saisonstart eine Woche später gegen Espelkamp“, so Andreas Wiens.
Die insider-Prognose:
Der TBV, das weiß auch Trainer Andreas Wiens, wird hart um den Ligaerhalt kämpfen müssen und es wird mit entscheidend sein, wie schnell das junge Lemgoer Team die sicherlich andere und härtere Spielweise in der Liga annehmen wird. Zudem war die Offensive in der vergangenen Saison auf Höftmann zugeschnitten, der nun in der Spitze fehlt. So wird Wiens in dieser Beziehung das Spielsystem verändern müssen und, wie er schon sagt, „Die Tore werden sich nun auf mehrere Schultern im Team verteilen“. Gelingt dies, darf sich der TBV sicherlich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.






