Ausstellung: „überLeben – Walheimat Urmeer“ – Als NRW noch unter Wasser lag…

Bildquelle: Lippisches Landesmusem
Blickfang: Der Südkaper gibt einen Vorgeschmack auf die kommende Sonderausstellung.

Detmold. Ein Wal in Detmold? Tatsächlich! Wer derzeit am Lippischen Landesmuseum vorbeikommt, dürfte zunächst überrascht sein: Im Museumsgraben liegt bereits der riesige Kopf eines Wals. Er gehört zu einem lebensgroßen Modell eines Südkapers und gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Sonderausstellung „überLeben – Walheimat Urmeer“, die ab Ende September zu einer Reise in eine längst vergangene Welt einlädt. Vor Millionen von Jahren sah Nordrhein-Westfalen völlig anders aus als heute. Dort, wo heute Wälder, Städte und Felder liegen, erstreckte sich ein warmes Flachmeer. In diesem Urmeer lebten Wale, Seekühe, Robben, Haie und viele weitere Tiere, die heute kaum jemand mit unserer Region verbinden würde. Mit „überLeben – Walheimat Urmeer“ wird diese versunkene Welt wieder lebendig. Eindrucksvolle Fossilien, beeindruckende Lebensdarstellungen des Paläokünstlers Joschua Knüppe und interaktive Stationen zeigen, und warum sie einst auch hier zuhause waren. Große und kleine Besucher können dabei entdecken, wie eng Erdgeschichte und Klimawandel miteinander verbunden sind. Ein besonderes Highlight ist der rund 6,5 Meter lange „Kervenheimer Wal“. Das spektakuläre Fossil wurde 1987 bei Kevelaer entdeckt und zählt zu den bedeutendsten geologischen Funden der Niederrheinischen Bucht. Es beweist eindrucksvoll, dass Nordrhein-Westfalen einst vom Meer bedeckt war.

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