Pokal-Krimi in Lipperreihe: TuS scheitert erst im Elfmeterschießen

Oerlinghausen/Lipperreihe. Der TuS Lipperreihe hat im Achtelfinale des Fußball-Westfalenpokals am Mittwochabend nur hauchdünn eine Überraschung verpasst. Gegen den Westfalenliga-Tabellenführer SC Peckeloh lieferte der Landesliga-Aufsteiger einen leidenschaftlichen Kampf und musste sich nach torlosen 90 Minuten erst im Elfmeterschießen mit 3:4 geschlagen geben.

Bildquelle: Frank Weigmann
Beide Teams vor dem Spiel.

Die 350 Zuschauer in der Stadtwerke Arena Lipperreihe erlebten einen packenden Pokalabend, an dem der Außenseiter dem Favoriten über weite Strecken auf Augenhöhe begegnete. Dabei erwischten die Gastgeber einen mutigen Start. Bereits in der siebten Minute bot sich Latussek die große Gelegenheit zur Führung. Nach einem Steckpass von Luca Schlingmann und einer Hereingabe von Kevin Sömmer scheiterte der TuS-Angreifer jedoch vor Peckelohs Torhüter Tom Weber.

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste die Kontrolle und setzten Lipperreihe unter Druck. Vor allem bei Standardsituationen wurde es mehrfach gefährlich. Doch die Gastgeber konnten sich auf ihren überragenden Schlussmann Simon Danne verlassen. Der TuS-Keeper entschärfte zunächst einen Abschluss von Finn Jaster aus kürzester Distanz (31.) und verhinderte wenig später mit einer spektakulären Parade gegen einen Kopfball aus drei Metern den Rückstand (35.). Auch das Glück stand den Hausherren zur Seite, als Peckeloh eine weitere Gelegenheit ungenutzt ließ.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Zunächst hatte Lipperreihe großes Glück, als die Gäste nach einer Ecke innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal den Pfosten trafen (52.). Anschließend entwickelte der TuS seine stärkste Phase. Nach einer sehenswerten Kombination mit Latussek setzte Timo Fulland den Ball knapp über das Tor (63.). Nur eine Minute später hatte Latussek die Führung auf dem Fuß, scheiterte im direkten Duell aber an Weber.

In der Schlussphase blieb es spannend. Peckeloh drängte auf die Entscheidung, doch Danne bewahrte seine Mannschaft mit einer weiteren Glanzparade in der 79. Minute vor dem Rückstand. Weil auch danach kein Treffer mehr fiel, ging es nach 90 Minuten ohne Verlängerung direkt ins Elfmeterschießen.

Dort trafen für Lipperreihe zunächst Timo Latussek, Fynn Mosebach und Kapitän Rouven Schulz. Als Simon Danne anschließend einen Strafstoß parierte, schien die Sensation greifbar. Doch Mikail Özsahin und Jan-Justin Johannhörster scheiterten vom Punkt. Peckeloh behielt mit 4:3 die Oberhand und zog ins Viertelfinale ein.

Für den TuS blieb trotz des bitteren Ausscheidens der verdiente Applaus. Der Landesliga-Aufsteiger hatte eindrucksvoll bewiesen, dass er auch mit einem Spitzenklub der Westfalenliga mithalten kann.

Für den TuS spielten: Simon Danne, Luca Schlingmann, Fynn Mosebach, Timo Fulland, Rouven Schulz, Timo Latussek, Kevin Sömmer (68. Mikail Özsahin), Sven Oberschelp, Jan-Justin Johannhörster, Laurant Dragusha, Oleksandr Lutsyk.

Text: Ingo Niewald

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