Weihnachtsüberraschung?


Alexander Engelhardt verletzte sich schon in Hälfte eins im Spiel in Gummersbach am Knie, kam so nur noch sporadisch zum Einsatz. Dennoch kam Engelhardt auf fünf Treffer und dürfte für das letzte Spiel in diesem Jahr am Samstag daheim gegen Krefeld wohl wieder einsatzbereit sein.

Gummersbach (ruko). Wie gewonnen so zerronnen. Konnte die Mannschaft vom Team HandbALL Lippe II noch vor der Auswärtsaufgabe beim VfL Gummersbach II knapp und glücklich am 15. Spieltag in Großenheidorn hauchdünn mit einem Treffer gewinnen (25:24), sah es in Gummersbach nun genau umgekehrt aus. Wieder entschied nur ein Tor über Sieg oder Niederlage, diesmal allerdings zu Ungunsten der Lipper, die die Partie bei der Zweitvertretung der Gummersbacher mit 27:28-Toren verloren.

Eine Niederlage, die allerdings wohl unnötig war, führten die Gäste doch zur Pause satt mit 17:10-Toren. Lemgo fand von Beginn an gut ins Spiel, hatte zudem einen überragend agierenden Finn Zecher im Tor, der allein in der ersten Hälfte 12 Bälle parieren konnte. Die Deckung der Gäste agierte aufmerksam, konnte viele Ballgewinne verbuchen. Zwar verletzten sich Alexander Engelhardt (Knie/Fuß) und Julius Rose (Oberschenkel) in Hälfte eins und wurden nur noch sporadisch eingesetzt, doch dies sollte dem guten Spiel der Struck-Mannen zunächst keinen Abbruch tun, die mit einer Sieben-Tore-Führung in die Pause gingen. „In den ersten 30 Minuten haben wir wirklich sehr gut gespielt, hätten zur Pause sogar noch höher führen können“, war All-Coach Matthias Struck erst einmal zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs.

Leider sollte sich Strucks Gefühlslage in den zweiten 30 Minuten grundsätzlich verändern. Der VfL blies zu einer unwiderstehlichen Aufholjagd, legte einen 7:0-Lauf hin und war in der 39. Minute beim 18:18 gleichauf mit dem Gegner. Damit nicht genug. Das Blatt wendete sich komplett. Jetzt dominierte Gummersbachs Keeper Lasse Hasenforther das Spielgeschehen, der die Lipper mit seinen Paraden zur Verzweiflung trieb. Drei Minuten vor Ende der Partie führten die Gastgeber mit 28:27-Toren. Beide Coachs beriefen noch eine Auszeit ein, doch ein weiterer Treffer sollte in diesem Spiel nicht mehr fallen. „Wir haben in Hälfte zwei in einigen Situation zu schnell den Abschluss gesucht, hätten da ruhiger agieren müssen. So haben wir letztendlich eine unglückliche Niederlage kassiert. Geduldig agieren, das müssen wir besonders in der anstehenden Partie am Samstag daheim gegen den Tabellenführer Krefeld, der um 18 Uhr in der Witex-Halle zu Gast sein wird“, schaut Struck auf die letzte Aufgabe in diesem Jahr.

„Geduldig spielen!“

Das Hinspiel gegen die HSG Krefeld verlor ALL hoch mit 24:34-Toren. In Krefeld fanden die Lipper aber zunächst gut ins Spiel, konnten das Match beim Stand von 9:9 bis zur 15. Minuten noch offen gestalten. Dann erfuhr das Spiel der Gäste einen Bruch. „Da haben wir dann zu viele Fehler macht, zu oft und zu früh den Abschluss gesucht. Diese Fehler bestraft ein Spitzenteam wie die HSG sofort. Wenn wir am Samstag für eine kleine Weihnachtsüberraschung sorgen wollen, dann müssen wir aus einer hochkonzentriert agierenden Abwehr geduldig nach vorne spielen, uns dabei keine Fehler, auch keine leichten, erlauben. Nur so ist die HSG vielleicht zu knacken“, arbeitet Struck an einem „Schlachtplan“ für das Spiel gegen die Krefelder. Sollten sich unter der Woche keine seiner Spieler eine Erkältungskrankheit einfangen, dürften bis auf Geis und Wetzel alle Mann an Bord sein. Harnacke war nach seinem Nasenbeinbruch schon im Spiel in Gummersbach wieder mit von der Partie. Struck geht davon aus, dass Engelhardt und Rose ihre im Spiel beim VfL erlittenen Blessuren bis zum Samstag wieder auskuriert haben.

Lippische Wochenschau Abonnement
Strohmeier Medien Werbeagentur Praktikum
Lippertag Fronleichnam am 04.06.2026