
Lemgo. In Zeiten der Krise rücken die Menschen näher zusammen. So auch im Quartier Echtenstraße in Lemgo. Die Türkisch Islamische Gemeinde in der Primkestraße 4 hat jetzt 50 Mundabdeckungen für die Mieter und Bewohner der Wohngruppen im HanseHaus an die Quartiermanagerin Carolin Kulesa übergeben.
Leyla Dogan hatte die Idee die Mund- und Nasenmasken sozusagen als Beschäftigung für die zuhause sitzenden Frauen der Gemeinde nähen zu lasen. Nach Rücksprache mit dem Vorstand der Gemeinde Ahmed Emin Yilmas und Nuriye Kermen wurde die Idee jetzt umgesetzt. Leyla Dogan rief bei der Stadt an und fragte nach, wo der dringendste Bedarf sei. Sie wurde unter anderem auf das HanseHaus aufmerksam gemacht. Hier wohnen in den Mietwohnungen überwiegend ältere Menschen der besonders gefährdeten Altersgruppen ebenso in den betreuten Wohngemeinschaften. Die Kontaktaufnahme war nicht schwer und jetzt wurden die Masken als Spende übergeben.
Der Vorsitzende der Ditip Gemeinde, Ahmed Emin Yilmas, sieht die Aktion als soziale Hilfe an und über die Grenzen der Glaubensgemeinschaften hinweg für wichtig.
Leyla Dogan sagte bei der Übergabe noch: „Ich bin in Lemgo geboren und aufgewachsen. Das ist meine Heimat hier. Da ist es für mich selbstverständlich zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird.“
Elke Köller, Geschäftsführerin des Hauses zeigte sich begeistert von der Aktion und meinte, dass so etwas die Nachbarschaft fördere.
Carolin Kulesa versprach, dabei zu helfen, wenn es weitere Anfragen geben wird. Sie wird diese dann an die Ditip Gemeinde weiterleiten.
Sie übergab auch noch weitere Stoffspenden.
Die Masken sind kein Ersatz für die medizinischen Mundschütze, sind aber alle bei hohen Temperaturen waschbar.

