“Mit Jogginghose ins Museum”

„Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, sagte einst Karl Lagerfeld.

Lemgo. Mode ist bekanntlich immer ein Spiegel der Zeit. Daher nimmt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake den „Internationalen Tag der Jogginghose“ am kommenden Samstag, 21. Januar, zum Anlass, auf das sich immer wieder verändernde Thema aufmerksam zu machen. Eine gute Idee, denn schließlich wird die Mode von vor gut 400 Jahren auch in der Dauerausstellung des Hauses präsentiert.
„Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, sagte einst Karl Lagerfeld. Während die Mode-Ikone die Schlabberhose als modische Sünde bezeichnete, lieben viele Menschen das bequeme Kleidungsstück. Das war vor gut 400 Jahren, in Zeiten der Weserrenaissance, ganz anders. Damals trugen die Frauen den sogenannten „Weiberspeck“ um die Hüfte, um ihre Gebärfähigkeit zu betonen. Für Männer gab es als passendes Gegenstück die gepolsterte „Schamkapsel“.
Wer wissen möchte, was genau sich dahinter verbirgt und wie sie aussah, kann sich am Samstag, 21. Januar, von 10 bis 18 Uhr auf eigene Faust mit dem Thema Mode und den damaligen Schönheitsidealen beschäftigen. In der Dauerausstellung gibt es dazu viele Anknüpfungspunkte und interessante Objekte zum Ansehen. Wer möchte, kann sogar ein nachgeschneidertes Renaissance-Kostüm anprobieren.
Der Clou an der Sache: Wer bei seinem Museumsbesuch eine Jogginghose trägt, bekommt freien Eintritt in die Dauerausstellung.