Verwandlungskünstler Bernd Lafrenz bringt die bittersüße Story von „Romeo und Julia“ als Einmannshow auf den Punkt.

Lemgo. Wer kennt sie nicht, die schönste und zugleich traurigste aller Liebesgeschichten? Am Sonntag, 6. November, bringt das mehrfach ausgezeichnete Schauspieltalent Bernd Lafrenz die bittersüße Story von „Romeo und Julia“ auf den Punkt: als Einmannshow, verfremdet, federleicht, komödiantisch – aber niemals denunzierend. Los geht es um 17.30 Uhr im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake.
Wer Bernd Lafrenz kennt, weiß, dass man bei seinen Aufführungen sowohl Taschentücher als auch Reclam-Heftchen getrost zuhause lassen kann. Mit seinen völlig verrückten Shakespeare-Programmen zählt der Verwandlungskünstler zu den Highlights der europäischen Festivalszene.
Und weil es so schön ist, tritt Bernd Lafrenz am Montag, 7. November, um 11 Uhr gleich nochmal auf. Dann hat er vor allem für alle interessierten Schulklassen den Dauerbrenner „Othello“ im Gepäck. Aus der Geschichte vom edlen Mauren Othello, der schönen Desdemona und dem hinterlistigen Jago ist ein temporeiches Stück geworden. Von einer Sekunde zur anderen schlüpft Bernd Lafrenz in eine neue Rolle. In diesem Moment noch der kriegerische Jago, ein Aufrichten genügt und er ist wieder ganz Feldherr mit gebieterischer Stimme, zusammengekniffenen Augenbrauen, festem Blick und breiten Schultern. Und dann schlüpft er gleich wieder in die Rolle der hüftkranken Zofe Emilia, die er auch noch mit einem ostpreußischen Dialekt versieht.
William Shakespeare würde sich sicher im Grabe umdrehen – er hätte seine helle Freude daran.
Tickets gibt es zum Preis von 16 Euro (erm. 8 Euro) direkt im Museum (Di-So. 10 bis 18 Uhr), telefonisch unter Tel. 05261/94500 oder per Mail an info@museum-schloss-brake.de. Bei der Schulaufführung „Othello“ haben begleitende Lehrerinnen und Lehrer freien Eintritt.