Sonderführung zur Weiberfastnacht: Verkehrte Welt, Spiegel und Aberglaube

Bildquelle: Lippisches Landesmuseum Detmold
Im Landesmuseum geht es auf die Spuren lippischer Mythen.

Detmold. Am 12. Februar ist Weiberfastnacht – ein Brauch, der heute vor allem mit Ausgelassenheit verbunden wird. Seine Ursprünge liegen jedoch im Mittelalter, in einer Zeit, in der es als „verkehrte Welt“ galt, wenn Frauen für einen Tag Macht ausübten. Diese Vorstellung von Ordnung, Kontrolle und Abweichung bildet den Ausgangspunkt der Sonderführung „Hexenwahn & Aberglaube“. Das mittelalterliche Leben war geprägt von tiefem Glauben und allgegenwärtiger Angst. Die Furcht vor der Hölle bestimmte den Alltag, während Aberglaube Orientierung in einer unsicheren Welt versprach. Zerbrochene Spiegel galten als Unglücksboten, man fürchtete um die eigene Seele und schrieb Alltagsgegenständen magische Kräfte zu. Spiegel wurden nicht nur als Gebrauchsobjekte wahrgenommen, sondern als potenziell gefährliche Grenzgänger zwischen Diesseits und Jenseits. Die Kirche nutzte die Ängste der Gläubigen für ein cleveres und hochprofitables Geschäft: Ablassbriefe wurden für viel Geld verkauft – eine Vollkasko-Versicherung für das Jenseits, sozusagen. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt die Führung am Sonntag, dem 15. Februar, um 15 Uhr, wie sich religiöse Vorstellungen, Volksglaube und gesellschaftliche Ordnung gegenseitig beeinflussten – auch in Lippe. Die Teilnahme an der Führung kostet drei Euro zuzüglich Eintritt. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung empfohlen – unter 05231 99250 oder shop@lippisches-landesmuseum.de

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