
Detmold. Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Detmold und die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Regionalverband Lippe-Höxter, haben fünf sogenannte Sheltersuits an die Stiftung Herberge zur Heimat in Detmold übergeben. Pädagogischer Vorstand Matthias Neuper nahm die wetterfesten Notfall-Anzüge entgegen. Ermöglicht wurde die Übergabe durch die Sheltersuit Foundation. Drei der hochwertigen Schutzanzüge sollen nun über die Außenstellen der Stiftung an Betroffene verteilt werden, zwei verbleiben vor Ort in der Stammeinrichtung für akute Notfälle. „Die Sheltersuits sind natürlich nur eine Notlösung, also im Akutfall für maximal drei Nächte gedacht. Denn unser Ansatz ist die Beratung – wir zeigen den Menschen ihre Möglichkeiten und Rechtsansprüche auf“, betont Matthias Neuper. Nach seinen Erfahrungen leben im Kreis Lippe rund 500 Menschen in ungesicherten Unterkünften, in Obdachloseunterkünften und in der stationären Wohnungslosenhilfe. Zwar sei die Lage nicht mit Großstädten vergleichbar, dennoch gebe es auch hier zunehmend Menschen in prekären Wohnsituationen. Gerold Werner von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Detmold unterstreicht das Engagement der Johanniter: „Die Zahl der Wohnungslosen steigt. Als ehrenamtlich tätige Johanniter-Hilfsgemeinschaft wollen wir für Lippe gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe einen Beitrag zur Linderung der Not leisten. Wo es möglich ist, unterstützen wir als Johanniter.“
Was ist ein Sheltersuit?
Ein Sheltersuit ist weit mehr als eine Winterjacke: Er kombiniert eine robuste, isolierende Außenjacke mit einem integrierten Schlafsack. Große Innentaschen bieten Platz für persönliche Wertgegenstände, ein eingenähter Schal kann auch als Schlafbrille genutzt werden. Jeder Sheltersuit wird aus recycelten Materialien in Handarbeit hergestellt und mit einem wasserdichten Rucksack ausgeliefert. Die Größen reichen von S bis XL.


