Bildquelle: FDP LemgoLemgo. Die FDP Lemgo ist mit ihrem 38. traditionellen Dreikönigstreffen ins neue Jahr gestartet. Auf Einladung des Stadtverbandsvorsitzenden Robert Adrian sprach Jens Teutrine, Mitglied des FDP-Bundesvorstands und ehemaliger Bundestagsabgeordneter, zum Thema „Liberale Parteien als Vertreter der individuellen Freiheit“, heißt in einer Mitteilung der Lemgoer Liberalen.
Trotz glatter Straßen war der Saal im Stadtpalais Lemgo gut gefüllt. Neben zahlreichen FDP-Mitgliedern aus Lippe nahmen auch viele interessierte Bürger teil, darunter der frisch gewählte Bürgermeister von Extertal, Christian Sauter. In seinem Eingangsstatement betonte Robert Adrian, dass Vertreter der individuellen Freiheit es in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen schwer hätten, Gehör zu finden. Umso wichtiger sei die Frage, wie sich liberal gesonnene Bürger künftig positionieren und durch wen sie sich vertreten fühlen.
In seinem Impulsvortrag stellte Jens Teutrine klar, dass liberale Politik weit mehr sei als reine Wirtschaftskompetenz – auch wenn diese gerade in der aktuellen Lage unverzichtbar bleibe. Das zentrale Alleinstellungsmerkmal der FDP sei und bleibe das Vertrauen in den Einzelnen: Liberale glaubten nicht zuerst an den Staat, sondern an jeden Bürger. Politik müsse Chancen eröffnen, statt zu bevormunden und das Aufstiegsversprechen erneuern.
Ein weiterer Schwerpunkt für die FDP sei die Meinungsfreiheit. Teutrine sprach sich für einen offenen Austausch über die besten Lösungen für Zukunftsfragen aus und kritisierte eine zunehmende moralische Empörungskultur sowie eine gefährliche Schweigespirale in der gesellschaftlichen Debatte. Gerade in einer Zeit, in der viele nach immer mehr Staat und Regulierung riefen, brauche es eine politische Kraft, die Eigenverantwortung ermögliche und Zuversicht statt Angst vermittle.
Auch selbstkritische Töne fehlten nicht: Ein Automatismus für ein Comeback der FDP existiere nicht. Entscheidend seien Glaubwürdigkeit, klare Kernwerte, eine überzeugende Vision und der Mut, unbequeme Positionen zu vertreten. Wirtschaftspolitik bleibe dabei ein zentrales Thema, denn ohne Wachstum drohe Umverteilung statt neuer Chancen.
Zum Abschluss dankte Robert Adrian Jens Teutrine für die motivierenden Worte sowie allen Gästen für den offenen Austausch und das große Interesse.


