Erste Lemgoer Ortsteile für Fernwärmelösung ausgewählt

Start zunächst für Entrup geplant

Die Lemgoer Ortsteilvertreter mit den Zuständigen von Stadtverwaltung und Stadtwerke beim gemeinsamen Treffen. © Michael Reimer

Lemgo. Fernwärme soll zukünftig möglichst auch in Lemgoer Ortsteilen die Heizalternative zu fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas bilden – so sieht es das städtische Klimaschutzkonzept vor. Mit Blick auf das neue Heizungsgesetz kommt die nachhaltige Wärmelösung vielen Hauseigentümern sehr entgegen, das zeigten die Ergebnisse der Stadtwerke-Umfrage vor Ort auf. Auf Basis der Umfragewerte hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke erste Ortsteile bestimmt, in denen die dezentrale Fernwärmelösung weiter untersucht und geplant werden soll. Über die Entscheidung wurden die Ortsteilvertreter bei einer Veranstaltung informiert: In Entrup wird gestartet.
„In allen Ortsteilen lag die Beteiligungsquote der Bürger an unserer Umfrage auf einem sehr hohen Niveau“, erklärt Projektentwickler Johann Wetstein. „Das ist insbesondere dem großen Engagement der Ortsteilvertreter zu verdanken.“

Zahlreiche Faktoren ausgewertet

Sollte in Entrup eine Fernwärmelösung entstehen, wird auch Kirchheide als möglicher Fernwärmestandort vertiefend untersucht.

Auf Basis der von den Bürgern angegebenen Daten hat das Stadtwerke-Team für die Entscheidungsfindung eine grobe Planung zur Wärmeversorgung in den einzelnen Ortsteilen erstellt – immer mit dem Ziel eine 65% Quote an erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung zu erreichen. Dass Entrup im Aufsichtsrat der Stadtwerke dann als optimaler Ort für die Planung eines ersten Ortsteil-Fernwärmenetzes bestimmt wurde, hat gleich mehrere gute Gründe: Im Zuge der Umfrage wurden zahlreiche Faktoren ausgewertet. So war die Bebauungsdichte vor Ort ein ebenso wesentliches Kriterium wie die Art der bisherigen Wärmeerzeugung, die es zu ersetzen gilt: Auch das Alter der vorhandenen Heizungsanlagen wurde also betrachtet. Außerdem spielten wirtschaftliche Gründe und das zu erwartende CO2-Einsparpotenzial für die Entscheidungsfindung eine Rolle.
„In Entrup werden wir nun mit weiteren Vorplanungen beginnen“, berichtet Dr. Georg Klene, Leiter Energiedienstleistungen der Stadtwerke. „Das heißt, wir schauen, welche Erzeugungsart für erneuerbare Wärme sich hier besonders eignet, und legen die mögliche Trassenführung für das Fernwärmenetz fest. Und natürlich werden wir auch die Kosten unter Einbezug aller Fördermittel ermitteln und versuchen, Bauunternehmen für die Installation des Fernwärmenetzes zu gewinnen.“ Sind all diese Vorarbeiten erfolgt, kann das Stadtwerke-Team die Interessenten auch über das Preismodell informieren und ein Vertragsangebot unterbreiten. Falls sich dann viele Entruper Hauseigentümer für einen Anschluss ans Fernwärmenetz entscheiden, können die Stadtwerke mit dem Aufbau der zentralen Wärmelösung vor Ort beginnen.

Fernwärmeversorgung großes Zukunftsprojekt der Stadt

Sollte in Entrup tatsächlich eine Fernwärmelösung entstehen, wird auch Kirchheide als möglicher Fernwärmestandort vertiefend untersucht. „Alle Erfahrungen, die wir beim Aufbau der Fernwärmelösung in Entrup sammeln können, würden dann in das mögliche Projekt in Kirchheide einfließen, um möglichst schnell und effizient vorgehen zu können“, so Johann Wetstein.
Stadtwerke-Kunden in den weiteren Ortsteilen und Quartieren in Lemgo, in denen kein Fernwärmenetz geplant wird, unterstützt das Team des e·u·z Energie + Umweltzentrum der Stadtwerke durch individuelle Energieberatungen, die passende zukunftsfähige Heizalternative zu finden.
„Die Fernwärmeversorgung für Entrup zu planen – und dann auch Kirchheide weiterhin auf die Machbarkeit zu untersuchen, ist ein großes Zukunftsprojekt für unsere Stadt“, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Sasse. „Sollten sich diese Projekte verwirklichen, bauen wir hier Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte auf, um die Wärmewende vor Ort zu gestalten. Projekte dieser Größenordnung lassen sich Schritt für Schritt nur gemeinsam realisieren, um das Ziel der CO2-neutralen Wärmeversorgung unserer Stadt zu erreichen. Wir freuen uns darauf, dies mit den Ortsteilvertretern und den Bürgern vor Ort anzugehen.“ Weitere Informationen au der WEBSEITE der Stadtwerke -Die Stadtwerke-Umfrage gibt es auch ONLINE

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