Bildquelle: Alte Hansestadt LemgoLemgo. Die Nachwuchskräfte der interkommunalen Forst-Kooperation von Lemgo und Bad Salzuflen kümmern sich derzeit um ein besonderes Projekt: Entlang des Bornsiekbachs im Lemgoer Stadtwald forsten sie eine Kalamitätsfläche auf. Auf fast 300 Metern pflanzen sie neue Bäume, um Wald und Bach Gutes zu tun. Die Lemgoer Staff-Stiftung unterstützt das Projekt. „Unsere Auszubildenden haben sich ganz genau angeschaut, womit sie es hier zu tun haben. Das reichte von der Entnahme von Bodenproben über eine Recherche über die Auswirkungen der umgebenden Pflanzenwelt auf den Bach bis zur richtigen Zusammenstellung der Baumarten“, beschreibt Förster Alexander von Leffern die Leistung der angehenden Fachmänner und Fachfrauen. Ursprünglich standen entlang des Bornsiekbachs Fichten. Die Nadelbäume haben jedoch die trockenen Jahre und den Borkenkäfer nicht überlebt. Nun kommen Pflanzen, die zum Standort passen, besser für den Bach sind und an dieser Stelle eine Zukunft haben. Zukünftig wachsen Elsbeere, Vogelkirsche, Flatterulme und Roterle am Bachlauf. Hinzu kommen weitere Pflanzen, von denen einige sich bereits ohne menschliches Zutun auf den Flächen angesiedelt haben und die für die Durchmischung erhalten bleiben. Bei ihrer Arbeit geht es den Auszubildenden unter anderem darum, den Boden und seine natürliche Leistungskraft zu stärken, die Trinkwasserbestände zu sichern und den Bestand zukunftssicher zu machen. Auch für den Bach ist ihre Arbeit relevant, denn je kleiner der Bach, desto größer der Einfluss der ufernahen Bäume. Das beginnt bereits bei der passenden Beschattung, weil zu viel oder zu wenig Licht die Wasserqualität beeinflusst. Und je besser die Löslichkeit von Sauerstoff, desto besser auch der Lebensraum für die Organismen im Wasser.


