Lemgo: Mit eigenem Homeoffice zur Feuerwehr

Bildquelle: Alte Hansestadt Lemgo
Sie sind bereits vom „Fire Office“ überzeugt: Benjamin Jeep, Feuerwehr-Chef Lars-Uwe Brede und sein Stellvertreter Christian Depping, Meik Prüßner  und Yannik Mallmann.

Lemgo. Wenn bei der Feuerwehr ein Alarm reinkommt, dann ist für die Einsatzkräfte höchste Eile angesagt. Für eine freiwillige Feuerwehr bedeutet das tagsüber die Schwierigkeit, dass die Ehrenamtlichen möglicherweise wegen eines zu weit entfernten Arbeitsorts nicht zum Einsatz kommen können. Um diese Herausforderung zu umgehen, bietet die Freiwillige Feuerwehr Lemgo seit letztem Sommer ein besonderes Modell an: Die Kameraden können ihr Homeoffice zur Feuerwache verlegen. Die Infrastruktur stellt die Stadt, den Rest bringen die Arbeitnehmer mit. Genauso wie es auch beim Homeoffice im eigenen zuhause laufen würde. Nur wenige Schritte sind es für die Feuerwehrleute von den drei Einzelbüros bis zur Feuerwache in der Orpingstraße. Über ein Buchungssystem können sich die Kameraden eines der drei Einzelbüros reservieren. Das geht bewusst nur tageweise und nicht als Dauerbuchung. „Einerseits ist das für uns als Feuerwehr eine tolle Sache, weil tagsüber zu den üblichen Arbeitszeiten nur ein Teil der Kameraden zum Einsatz kommen kann. Andererseits setzen wir weiterhin auf ein gutes und vertrauensvolles Miteinander mit den Arbeitgebern. Nicht jeder Job kann in einem Büro erledigt werden und es soll auch nicht immer dieselbe Person aufgrund von Einsätzen ihre Arbeit unterbrechen müssen“, so Lars-Uwe Brede, Leiter der Lemgoer Wehr. Deshalb nutzen die Feuerwehr-Mitglieder das „Fire Office“ nach Rücksprache mit ihren Arbeitgebern. 8 Arbeitgeber haben nach der Einführung umgehend ihre Unterstützung zugesagt. Mittlerweile ist die Zahl der Nutzer der Arbeitsplätze auf 11 angestiegen. Nach den ersten Monaten des „Fire Office“ ist Lars-Uwe Brede mit dem Projekt sehr zufrieden. „Der Start ist gut gelaufen und es gab tatsächlich einige Einsätze, bei denen wir schneller ausrücken konnten. Das ist großartig. Deswegen freuen wir uns auch über die Rückmeldungen der Kameraden und setzen Verbesserungsvorschläge um, demnächst beispielsweise für eine verbesserte Akustik in den Büros. Wir hoffen, dass sich das ‚Fire Office‘ bei noch mehr Arbeitgebern herumspricht und wir weitere interessierte Kameradinnen und Kameraden hier begrüßen dürfen“, zieht der Feuerwehr-Chef eine erste positive Bilanz.

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