1. Spieltag in den Bezirksligen

Ihn plagt der Rücken. Hinter dem Einsatz von Hörstmar-Liemes Tobi Fitz im Spiel gegen Canlar Bielefeld steht ein Fragezeichen.

Derby in Lemgo – „Steppen-Fußball“ in Hörstmar

 

Lippe (ruko). Nicht nur in den Kreisligen rollt am kommenden Sonntag wieder das Leder, auch die Fußball-Bezirksligen starten in die neue Saison. Mit dabei die vier „insider-teams“ aus Bad Salzuflen, Oerlinghausen, Hörstmar-Lieme und Lemgo.

 

Souk verpflichtet – Rathmann meldet sich ab

 

 

Kurzfristig konnte der SC Bad Salzuflen Metin Souk vom TBV Lemgo verpflichten, der allerdings am Sonntag im Spiel gegen den SV Kutenhausen/T. Noch nicht spielberechtigt sein wird.

Keine einfache Saison dürfte dabei auf den SC Bad Salzuflen warten, der in der Bezirksliga I beheimatet ist. Turbulent ging es bei den Badestädtern schon in der vergangenen Saison zu, gleich drei Trainer wurden verschließen. Mitten in der Serie verließ der Sportliche Leiter Sladjan Vucetic den Klub. Ihm schlossen sich Spieler wie Keeper Andreas Wiens oder Olcay Esen an. Nach Ende der Serie sagten dann auch noch die SC-Ikonen „Roger“ und Björn Schollbach, Marcus Heidemann sowie Kurt Gnade, der erst gerade das Amt des Sportlichen Leiters beim SC übernommen hatte, Servus. Nun soll der neue Sportliche Leiter des SC, Jörg Pundmann, die Blau-Weißen wieder in ruhiges Fahrwasser manövrieren. Als Cheftrainer wurde Jörg Horstkötter verpflichtet und dem Mann, der zuletzt noch den TuS Ahmsen so erfolgreich trainierte, ist durchaus bewusst, dass viel Arbeit auf ihn wartet: „Wir haben da sicherlich eine Herkulesaufgabe zu bewältigen. Dennoch, wir werden versuchen am Ende der Saison zumindest zu den Teams zu gehören, die nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Wenn es uns gelingt schnell eine Mannschaft, ein echte Kollektiv zu bilden, und dieses gilt es zu formen, könnte auch Platz zehn für uns drin sein, doch dafür müssen wir in jedem Match den Kampf annehmen“, so Horstkötter, der über einen Kader von 19 Spielern verfügt. Neu im SC-Team Kordian Rudzinski (Blomberger SV), Stefanos Vasilaras (SC Wiedenbrück), Keeper Giles Becker (Hiddesen), Ayhan Karadan (TBVLemgo), Necati Kezer (TuS Brake), Yannik Moukam (TBV Lemgo) und Dilbexin Aytan (SV Wüsten). Verpflichtet wurde auch Joel Rathmann vom Post TSV Detmold, doch Rathmann hat sich kürzlich beim SC wieder abgemeldet. Kurzfristig konnten die Badestädter noch Metin Souk vom TBV Lemgo an sich binden. Souk wird in der anstehenden Partie am Sonntag daheim gegen den SV Kutenhausen/T. aber noch nicht spielberechtigt sein. Horstkötter hofft, dass Souk dann am zweiten Spieltag in das Geschehen eingreifen kann. Am Sonntag muss der SC-Trainer zudem auf vier Stammspieler verzichten, die sich im Urlaub befinden. Die Premiere zum Saisonauftakt ist für den SCB geglückt, auch wenn der 1:0-Sieg im Kreispokalspiel gegen den TuS Leopoldshöhe sehr knapp ausfiel und das entscheidende Tor erst in der Verlängerung fiel – Karadan der Torschütze (110.).

 

Derbytime in Lemgo

 

In der Bezirksliga II werden der TBV Lemgo, der TSV Oerlinghausen und Aufsteiger SC Hörstmar-Lieme um Punkte spielen. Der TBV Lemgo wird in der neuen Saison von Ilker Siviloglu trainiert, der, wenn möglich, weniger aktiv als Spieler ins Geschehen eingreifen möchte. Für die Lemgoer steht am Sonntag auf dem Jahnplatz gleich ein Derby an. Um 15 Uhr ist der FC Augustdorf zu Gast. „Dieses Spiel wollen wir unbedingt gewinnen. Alles andere wäre enttäuschend“, so die klare Ansage von Siviloglu, der mit seinem Team knapp das Kreispokalspiel beim TuS Lüdenhausen gewinnen konnte. Erst zehn Minuten vor Spielende gelang Sali Abou der 3:2-Siegtreffer. Siviloglu hofft, dass sich sein Team nun am Sonntag besser gegen den lippischen Konkurrenten verkaufen wird. „Auch wenn die Ergebnisse aus unseren Vorbereitungsspielen nicht allzu berauschend waren, unsere Vorbereitung auf die Serie war dennoch gut. Die Jungs, gerade auch unsere jungen Spieler, haben gut trainiert und ich hoffe, sie werden jetzt dafür belohnt“. Verzichten muss Siviloglu neben den Langzeitverletzten Rhilane und Specht am Sonntag auf Bruder Sinan (verletzt) und auf den urlaubenden Fatih Öztürk. Ansonsten sind soweit alle Spieler der Lemgoer einsatzbereit. „Heiß auf das erste Spiel sind bei uns alle. Wichtig wird sein, dass wir von Beginn an die Zweikämpfe annehmen, es tunlichst vermeiden in Rückstand zu geraten. Gelingt dies, dann werden wir diese Partie auch gewinnen“. Siviloglu hofft inständig, dass Thomas Specht und Rhilane schnellstmöglich wieder voll einsatzfähig sind: „Beide sind unheimlich wichtig für unsere Offensive. In dieser Beziehung haben wir sicherlich zurzeit noch ein kleines Problem. Rhilane könnte in ein bis zwei Monaten wieder fit sein. Bei Specht reicht es schon jetzt für kurze Einsatzzeiten“, berichtet der Lemgoer Trainer.

 

Fitz-Brüder angeschlagen

 

Optimistisch geht man bei Aufsteiger SG Hörstmar-Lieme das Abenteuer Bezirksliga A an. Die Generalprobe im Kreispokalspiel beim TuS Lipperreihe glückte. Die SG gewann am Ende verdient gegen gut aufspielende Gastgeber mit 2:0-Toren. Philipp Born und Simon Schneidermann die Torschützen. Am Sonntag ist um 15 Uhr die Mannschaft von SuK Canlar Bielefeld auf der „Steppe“ an der Magdeburger Straße zu Gast. Der Platz in Hörstmar gleicht, wie es bei so vielen Rasenplätzen in Lippe zurzeit der Fall ist, hitzebedingt, einer verbrannten baumlosen Graslandschaft. Auf SG-Trainer Matthias Wölk könnten dabei nicht unerhebliche personelle Probleme warten. Angeschlagen beide Fitz Brüder Thomas (Achillessehne) und Tobi (Rücken). Ansonsten kann Wölk aus dem Vollen schöpfen. „Canlar ist schwer einzuschätzen. Die Bielefelder haben gleich 12 Neuzugänge zu vermelden. Dennoch, wir wollen mit einem Heimsieg in die Serie starten. Schließlich sind wir es ja gewohnt zu gewinnen. Die letzte Niederlage haben wir in 2017 kassiert müssen“, so ein augenzwinkernder SG-Coach.

 

 

Frohen Mutes nach Bielefeld

 

Keine sonderlich leichte Aufgabe dürfte am Sonntag auf den TSV Oerlinghausen II warten. Die Mannen von Miron Tadic sind beim letztjährigen Tabellendritten VfR Wellensiek zu Gast, der sich auch in dieser Saison wieder vorgenommen hat oben mitzuspielen. Bange machen gilt aber nicht für Tadic: „Wir fahren frohen Mutes nach Bielefeld und sind gewillt von dort etwas mitzunehmen. Der VfR, der einige nicht unerhebliche Abgänge zu verzeichnen hat, stellt natürlich in diesem Spiel den Favoriten“, so der TSV-Trainer, der allerdings auf einige Stammspieler verzichten muss, die sich noch im Urlaub befinden. Zumindest so gut abschneiden wie in der vergangenen Saison, da belegte der TSV Platz neun, will Tadic in dieser Serie. „Ein richtiges Saisonziel haben wir nicht herausgegeben. Platz neun wäre schon gut, wird es gar Platz acht oder darüber, dann dürften wir alles richtig gemacht haben. Viel wird davon abhängen wie wir in die Serie starten, dann werden wir sehen, wo die Reise für uns hingeht“, so Tadic, der auch in dieser Saison wieder auf die Jugend baut. Gleich fünf Spieler aus der A-Jugend des TSV werden das Team der Bergstädter verstärken.