Ostwestfälisch-lippische Motorsportlerinnen und -sportler in der Erfolgsspur


Rheda-Wiedenbrück. Ostwestfälisch-lippische Motorsportlerinnen und –sportler waren auch in der Saison 2022 wieder erfolgreich auf den Rennstrecken und Parcours unterwegs – und das bundes-, europa- und sogar weltweit. Die Erfolgreichsten unter ihnen wurden dafür am Sonntag vom
ADAC Ostwestfalen-Lippe für ihre Leistungen geehrt.

Von links: Hartmut Klöpping (Motorrad-Referent), Frank Wiegmann (Vorstand Sport des ADAC OWL), Leon-Jerome Sawatzky, Andreas Kopp, Roger Böhm, und Wolfgang Rosteck (Wagen-Referent). Foto: © ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V.


Im Rahmen einer feierlichen Matinee im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück verriet Frank Wiegmann, Vorstand für Sport, was das Geheimnis für den Erfolg ist: „Konsequente und systematische Nachwuchsförderung durch den ADAC OWL und seine engagierten Ortsclubs, Unterstützung durch Eltern, Geschwister und Großeltern sowie Sponsoren und natürlich Willen, Trainingsfleiß und Talent der Sportlerinnen und Sportler. Erst dadurch werden solche motorsportlichen Leistungen und Erfolge unserer Aktiven möglich.“


Außerdem braucht es für die Grundlage, auf der langfristig aufgebaut werden könne, engagierte, gut aus- und fortgebildete Trainer, aber auch Übungsmöglichkeiten und entsprechende Trainingsfahrzeuge. So stelle der ADAC OWL beispielsweise in den Sparten Enduro, Bahnsport, Trial oder
Motocross Trainingsmaschinen zum Einstieg zur Verfügung. Im Rahmen des Slalom-Youngster-Cups stellt der Club den Teilnehmern drei rennsportmäßig ausgerüstete Ford Fiestas bereit.


„Ein gutes Beispiel für gelungene Nachwuchsförderung sei für ihn in diesem Jahr Marcel Hellberg“, so Wiegmann. Der 29 Jahre junge selbständige Löhner betreibt seit 16 Jahren Motorsport und kann zahlreiche besondere Erfolge für sich verbuchen. So hatte er sich 2018 mit seinem giftgrünem VW Polo an die Spitze der DMSB Slalom-Meisterschaft gefahren, wurde 2020 Deutscher Slalom Meister und gewann 2022 souverän die Goldmedaille bei den FIA Motorsport Games in Frankreich. Den Sieg dieser Goldmedaille beschreibt der erfolgreiche Löhner als sein bisher schönstes Erlebnis im Motorsport.

Hoffnungsvoller Nachwuchs in den Startlöchern


Aber auch im Motorradbereich sieht Frank Wiegmann, Sportvorstand und selbst seit vielen Jahrzehnten zweiradbegeistert, mit Paul Niewöhner und Mitja Borgelt hoffnungsvollen Nachwuchs in den Startlöchern. Mit der traditionsreichen Rallye Stemweder Berg, im Jahr 2023 in der 52. Auflage am Start, wird es wieder hochklassigen Rallyesport in der Region rund um Lübbecke geben, denn die Veranstaltung im Norden von OWL ist bei den Serienmachern gesetzt. Und nicht nur das: Vom Deutschen Motorsportbund und dem ADAC e.V. wurde die Rallye Stemweder Berg als Finale gewählt und bietet damit einen ganz besonderen Saisonabschluss. Lohn für das gesamte Organisationsteam mit den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und Bestätigung, dass die professionelle Vorbereitung und Durchführung mit zahlreichen neuen Wertungsprüfungen nicht nur vom Publikum und Fahrerfeld, sondern auch vom Seriengeber anerkannt wurde. Eine Tatsache, die den Sportvorstand und das gesamte Organisationsteam stolz macht. Darüber hinaus kann die Rallye in diesem Jahr mit einem zusätzlich Highlight aufwarten: Der ADAC Opel e-Rally Cup startet in seine dritte
internationale Saison. Die rein elektrisch angetriebenen Opel Corsa-e Rally absolvieren ihren Saisonauftakt wie gehabt bei der ADAC Rallye Sulingen und starten abermals auch bei der ADAC Rallye Stemweder Berg – eine von drei Veranstaltungen, die in Deutschland gefahren werden!


Die wieder zahlreichen Pokale und Auszeichnungen für nationale, aber auch internationale Erfolge überreichte Sportvorstand Frank Wiegmann gemeinsam mit Motorrad-Referent Hartmut Klöpping sowie Wagen-Referent Wolfgang Rosteck. So gewann das Team Leon Hasenkamp/Christopher Painter (Lübbecke/Lage) den ADAC Clubsport Rallye Sprint Cup Bundesendlauf und das Team Pascal Fölling/Linus Noll (Gütersloh/Gütersloh) den ADAC Clubsport Rallye Sprint Cup Nord. Souverän holten Marcel Hellberg (Löhne) und seine Partnerin Claire Schönborn für Deutschland die Goldmedaille bei den FIA Motorsport Games 2022 in der Disziplin Autoslalom. Den Pokal beim BMW M2 CS Racing Cup/NLS Trophy-Wertung holte
sich Stefan Kruse aus Löhne. Im DMSB Trial-Pokal belegte Felix Fenner (Schloss Holte-Stukenbrock) den ersten Platz. Fabian Fenner (Bielefeld) sicherte sich beim DMSB Trial-Cup den zweiten Platz. Beim DMSB Enduro-Super-Senioren-Cup erfuhr Thomas Lübbing (Bad Oeynhausen) ebenfalls den zweiten Platz. Larissa Papenmeier aus Bünde schaffte es wieder einmal, sich die Bronzemedaille in der FIM Frauen-Motocross-Weltmeisterschaft zu sichern. Und weil nicht nur im Profi-, sondern auch im Amateursport ohne Ehrenamt nichts geht, wurden im Rahmen der Matinee auch zahlreiche engagierte Funktionäre, häufig selbst langjährig aktive Motorsportler, mit ADAC Sportnadeln oder der Ewald-Kroth-Medaille gewürdigt.

Erfolgreiche Lipper

Für die Region Lippe besonders hervorzuheben sind Andreas Kopp aus Detmold, der sich über einen 1. Platz im Oldtimer-Klassik-Rallye-Pokal freuen konnte. Außerdem sicherte sich Leon-Jerome Sawatzky aus Lemgo den 1. Platz in der Kart-Rennsport-Meisterschaft und auch Roger Böhm aus Oerlinghausen erfuhr in der Gruppe A/B den 1. Platz in der Automobil-Turnier-Meisterschaft.

Lemgoer Lessow geehrt


So wurden Uwe Lessow (Lemgo) und Dieter Gösling (Herford) beide für ihre Verdienste um den Motorsport mit der Ewald Kroth Medaille in Gold mit Brillant, der höchsten Auszeichnung für Organisatoren und Funktionäre im Bereich des ADAC geehrt. Abschließend kürte der ADAC Ostwestfalen-Lippe den Motorsportler oder die Motorsportlerin des Jahres in den Kategorien Automobilsport und Motorradsport. Analog zur Oscar-Verleihung gibt es
jeweils drei Nominierte, aus denen der Sieger oder die Siegerin erst am Tag der Motorsport-Matinee bekannt gegeben wird.


Die Nominierten für den „Großen Pokal des ADAC Ostwestfalen-Lippe für Automobile“ waren Rallye-Legende Walter Gromöller (Gütersloh), welcher sich letztendlich über die Auszeichnung freuen durfte, Slalom-Ass Marcel Hellberg (Löhne) und der erfolgreiche Rundstrecken-Pilot Louis Henkefend aus Versmold. In der Zweiradsparte war das erfolgreiche Bahnsport-Gespann Jan Kempa (Obernkirchen) und Sina Stickling (Gütersloh) neben dem hoffnungsvollen Trial-Nachwuchsfahrer Fabian Fenner (Bielefeld) und dem Trial-Routinier Markus Schütte (Herford) nominiert. Markus Schütte durfte sich über die Ehrung freuen und konnte am Ende den Pokal entgegennehmen.

Als Moderatoren führten Olaf Rahn und Stephan Prante bekannt humorvoll und fachkundig durch das Programm.