Ahmsen will oben mitspielen

Gleich 41 mal jubelte Jörn Seifert nach von ihm geschossenen Toren in der vergangenen Serie. Dieses Bild wird es nun vorerst im Ahmser Team nicht mehr geben. Seifert wird sich einer OP am Knie unterziehen und dadurch mindestens sieben Monate ausfallen.

Schock: Jörn Seifert fällt monatelang aus

 

Bad Salzuflen/Ahmsen (ruko). Der TuS Ahmsen stellte in der vergangenen Saison sicherlich das Überraschungsteam in der Lemgoer Kreisliga A. Der damalige Aufsteiger kam nach anfänglichen Schwierigkeiten gewaltig in Schwung und verpasste am Ende nur um Haaresbreite die Meisterschaft.

Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt war, neben dem guten TuS-Mannschaftsgefüge, das überragende Offensiv-Zwillings-Tandem der Seifert-Brothers Jörn und Sören, die von 127 geschossenen Toren der Ahmser in der vergangenen Spielzeit mehr als die Hälfte der Treffer, nämlich 74, erzielten. In dieser Serie müssen die Mannen von Michael Tönsmann, der Jörg Horstkötter ablöste, allerdings lange Zeit auf Jörn Seifert verzichten. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison (41 Tore) muss sich einer schon lange geplanten Operation am Knie unterziehen. Knorpel wird dabei entnommen, der wird neu gezüchtet und dann wieder eingesetzt. Die Prognose nach einem solchen Eingriff: mindestens sieben Monate Pause.

 

Drei Neuzugänge

 

„Wir wissen natürlich, dass uns mit dem Ausfall von Jörn viel Qualität verloren geht. Dennoch, wir wollen auch in der neuen Spielzeit oben mitspielen, einen Platz unter den ersten Fünf belegen“, so Ahmsens Abteilungleiter Lothar Köhnemann. Helfen dieses Ziel zu erreichen sollen die Neuzugänge Marius Tönsmann (Trainersohn, SC Enger), Rückkehrer Tobias Becker (TuS Leopoldshöhe) und Hermann Neufeld (Detmold). Zudem werden Tom Lienekampf, Sebastian Schüler, Finn Plassmeier und Keeper Till Käufer aus der eigenen A-Jugend in den Kader des Stammteams rücken. Schon in der Winterpause stießen Anfang des Jahres Keeper Bengt Pyka (BSV Leese) und Tim Jahn (SC Bad Salzuflen) zu den Salzufler Vorstädtern.

Nicht nur Bengt Pyka, wortgewaltiger Keeper beim TuS, weiß, dass sich die Spielweise der Ahmser wegen des Ausfalls von Jörn Seifert im Gegensatz zur vergangenen Serie ändern wird: „Wir haben im Aufstiegsjahr sehr offensiv gespielt. Natürlich werden wir jetzt unseren Stil nicht ganz aufgeben, doch ich denke, dass wir nun kompakter auftreten müssen. Wir müssen variabler agieren, um den Verlust von Jörn zu kompensieren“.

 

„Großer Zusammenhalt!“

 

TuS-Trainer Michael Tönsmann kann auf ein Team bauen, dass fest zusammenhält. „Gerade unsere Geschlossenheit macht uns stark. Der Zusammenhalt ist, auch außerhalb des Spielfelds, groß. Zudem haben wir mit unserem Kapitän Tobias Frenzel einen Mann in unseren Reihen, der wirklich vorneweg geht, sich voll mit dem Klub identifiziert, eben eine Leitfigur ist und das gilt auf wie auch neben dem Platz“, weiß Pyka um eine der großen Stärken des Klubs.

Als Favoriten auf den Titel in der Liga A haben die Ahmser in erster Linie die Mannschaften aus Barntrup, Asemissen und Lüerdissen auf dem Schirm. Als Geheimfavorit sieht Lothar Köhnemann das Team von Aufsteiger TuS Bexterhagen.

 

Der insider-Tipp: Viel wird davon abhängen, wie die Ahmser den Verlust von Jörn Seifert kompensieren können. Dennoch, die Mannschaft sollte auch ohne ihren Top-Torjäger genügend Qualität haben, um ihr gestecktes Saisonziel zu erreichen. Klar ist, dass der TuS auf den Überraschungseffekt, der in der letzten Saison noch vorhanden war, nun nicht mehr bauen kann. Man darf gespannt sein, mit welchen neuen System, bedingt durch den Ausfall von Jörn Seifert, Michael Tönsmann seine Truppe agieren lässt.