Alverdisserinnen super erfolgreich

Das Dream Team mit der Kür „Battlecry“.

Kiel/Bremerhaven. Dieses mal fanden sowohl die Norddeutschen als auch Deutschen Meisterschaften im Rollkunstlauf im Norden Deutschlands statt. Als erstes ging es nach Kiel. Am Start waren auch Nelly Reese, Lina Hajesch, Lea Hilker, Frauke Baldig und Antonia Synold vom Tbv Jahn Alverdissen.

Nelly, die jüngste der TBV´ler und erstmals dabei, konnte sich bei ihrem Debüt gleich über zwei Medaillen freuen: Bronze in der Pflicht und Bronze in der Kombination bei den Schüler D Mädchen. Lina Hajesch belegte in der Klasse der Schüler C Mädchen als jüngerer Jahrgang Platz 4 in der Pflicht. Es war nur ein sehr knappe Entscheidung, da sie zwischenzeitlich auch auf Medaillenkurs lag. In der Kür konnte sie den Wettbewerb mit Platz 9 abschließen in der Kombination mit Platz 4.

 

 

Lea Hilker räumt ab

 

 

Frauke Baldig erlief sich im Pflichtwettbewerb der Schüler A Mädchen eine guten 5. Platz, in der Kür Platz 12 und in der Kombination Platz 5. Besonders erfolgreich lief es beim Barntruper Talent Lea Hilker, die räumte in allen drei Kategorien ab. Im Pflichtwettbewerb eine Bronzemedaille, in der Kür eine Silbermedaille und am Ende wurde sie mit der Goldmedaille im Kombinationswettbewerb belohnt und darf sich ab nun über den Norddeutschen Meistertitel bei den Schüler B Mädchen freuen. Ähnlich zufrieden durfte Antonia Synold mit dem Ausgang der Meisterschaft sein. Im Formationswettbewerb der Junioren und auch in der Meisterklasse konnte sie sich beide Male über Goldmedaille freuen und ebenfalls über den Norrdeutschen Meistertitel.

Knapp zweieinhalb Wochen später ging es für die Rollkunstläuferinnen dann schon wieder auf Tour, dieses mal nach Bremerhaven in die Stadthalle wo die Deutsche Meisterschaften stattfanden. Treffpunkt für die besten deutschen Einzelläufer und Formationen.

Im Einzellaufen machten Frauke Baldig bei den Schüler A und die ein Jahr jüngere Lea Hilker bei den Schüler B Mädchen den Anfang.Trainerin Isabella Barbarito konnte erstmals ihre Schützlinge nicht begleiten, da diese parallel ihre Hochzeit feierte. Ungewohnt für die Sportlerinnen, aber im Vorfeld wurde alles so organisiert, dass sie sich vor Ort in guten Händen befanden, Britta Brokelmann aus Stade übernahm Barbaritos Job. Bei den Schüler A Mädchen heißt es zwei Küren zu bewältigen. Einmal die Kurzkür und dann noch die Kür. Am Ende werden beide Einzelplatzierungen zusammengezählt und so ergibt sich das Kürergebnis. Während Frauke in der Kürzkür noch auf Platz 11 lag , konnte sie sich in der Kür noch einen Platz aufholen und wurde 10. Ein gutes Ergebnis für die 14-jährige. Als Medaillenanwärterin reiste die frischgebackene Norddeutsche Siegerin Lea Hilker an. Jedoch konnte sie ihre Kür nicht ganz fehlerfrei präsentieren und wurde, in einem starken Teilnehmerfeld, wo selbst kleinste Fehler nicht verziehen werden „nur“ 4 . Sicherlich waren ihre Chancen größer, dennoch kann sie sich mit diesem Platz und auch über den bisherigen Verlauf der gesamten Saison mehr als zufrieden geben.

 

 

Vierter Titel für Cora Bögeholz

 

 

Cora Bögeholz komplettiert das Alverdisser Trio der Einzellläufer auf der DM. Cora reiste allerdings mit gemischten Gefühlen zu dieser Meisterschaft. Denn nach langer Verletzungspause war es der erste große Auftritt für sie. Aber nicht nur das löste Nervosität aus, sondern dass mit der Platzierungen der Deutsche Rollkunstlauf- und Inline-Verband entschied, ob Cora zur Europameisterschaft nominiert wird oder nicht. Aber das Ausnahmetalent lies sich von den Gegebenheiten nicht einschüchtern, sondern nahm es als Ansporn. Sie präsentierte sich in beiden Programmen von ihrer besten Seite und führte das Feld der Jugend Damen sowohl in der Kurzkür auch das der langen Kür an und wurde verdient zum 4 Mal in ihrer noch jungen Karriere Deutsche Meisterin. Cora verzichtete auf die Siegerehrung, um noch pünktlich zur Barbaritos Hochzeitsfeier zu kommen und machte ihrer Trainerin also nicht nur mit dem Titel ein schönes Hochzeitsgeschenk, sondern brachte gleich die Nominierung zur Europameisterschaft mit, wo die beiden Anfang September auf die Azoren (Portugal) fliegen werden.

 

 

Für Synold steht nun die WM an

 

 

Nun stand nur noch für eine Alverdisserin eine Entscheidung der Meisterschaft aus, und zwar für Antonia Synold die im Formationslaufen antritt. Antonia reiste bereits zwei Tage vorher an, um noch vor Ort Trainingseinheiten für den letzten Feinschliff in Anspruch zu nehmen. Für Antonia hieß es ein straffes Programm zu bewältigen, da sie und 5 weitere Läuferinnen sowohl bei den Junioren als auch bei den Senioren zur Belegschaft gehören. Das bedeutete Training, fast ohne Pause. Aber auch der Wettbewerbstag gestaltetet sich ähnlich. Samstag früh offizielles Training mit dem 16-köpfigen Junioren Dreamteam, Samstagmittag dann der Wettbewerb, Samstagabend der Auftritt mit dem Senioren-Dreamteam. Aber die Qualität leidete darunter nicht. Mit dem Junioren-Dreamteam, was für Antonia altersbedingt der letzte Auftritt war, gewann sie den Deutschen Meistertitel. Die Vorstellung zur Kür „Robots“ gefiel nicht nur den Zuschauern sondern überzeugte auch die Wertungsrichter, die die Vorstellung mit einer Gesamtpunktzahl von 78,2 belohnten. Aber die Erfolgsserie riss nicht ab, denn auch beim Senioren-Dreamteam lief es erfolgreich weiter. Nach einem spektakulären Auftakt mit der Kür „Battlecry“ kam es im Laufe der Kür zwar zu zwei Stürzen, doch der Rest der Kür verlief wie gewohnt reibungslos. Der hohe Schwierigkeitsgrad der einzelnen Elemente, Showeinlagen und Schritte wurde am Ende mit einer angemessenen hohen Wertung honoriert, sodass sich das Team über den ersten Platz freuen konnte. Das DreamTeam erreichte mit Abstand zur Konkurrenz den Deutschen Meistertitel mit einer Punktzahl von 88,5. Als nächstes Highlight steht für das Team nun die im Oktober anstehende Weltmeisterschaft auf dem Programm, wofür sich intensiv vorbereitet wird.

Abschließend kann man sagen, dass sich alle TBV-Sportler auf beiden Meisterschaften optimal präsentiert und mit einer Ausbeute von 6 x Gold, 1 x Silber und 3x Bronze heimgekehrt sind. Das harte Training hat sich ausgezahlt.