Lernkurve zeigt klar nach oben
Bad Salzuflen/Retzen. 2025 war für den 16-jährigen Aaron Bauerkämper vom AMC Retzen die zweite Saison im ADAC Clubsport Rallye Sprint. Nachdem im letzten Jahr die Teilnahme am Bundesendlauf (Finals) knapp verpasst wurde, war das Ziel für 2025 damit gesetzt. Es standen wieder 4 Doppelveranstaltungen an. Als Co-Pilot/in war wieder Stefanie Fritzensmeier (SFG Lippe) bei den Läufen in der Lausitz und Itzehoe dabei. Neu im Team war Nico Glowatzki (ASC Bad Meinberg), der in Sulingen und Riedberg auf dem heißen Sitz Platz nahm.
Bildquelle: BauerkämperPräzises Fahren gefragt
Der erste Lauf fand Mitte Mai in Sulingen statt. Auf den landschaftlich schön, im Wald gelegenen WP´s auf dem Gelände des Forstgutes Eickhofer Heide (Steyerberg) mit seinen schmalen Wegen ist präzises fahren gefragt. Das neue Gespann Nico/Aaron kam auf Anhieb gut zurecht und landete hinter den teils erfahreneren Konkurrenten auf einem guten 6. Gesamtrang am Vormittag sowie bei der Nachmittags-Veranstaltung. Lediglich ein Außenspiegel war zu beklagen, weil sich wohl eine Streckenbegrenzung-Bake zu nah in den Verlauf der Ideallinie gestellt hat.
Mitte Juni ging es dann auf das Gelände der Lausitz-Arena, um die Schotter-Wege des Braunkohle-Tagebaus am Boxberg unter die Räder zu nehmen. Hier ist ein runder Fahrstil mit den Citroen DS3 Fronttrieblern gefragt. Auf dem losen Untergrund ist es wichtig in den Kurven nicht den Schwung zu verlieren, besonders nicht in den engen Haarnadel-Kurven. Die Wege waren seit dem letzten Jahr größtenteils neu angelegt und die Oberfläche noch sehr rau und grob. Da die Autos, bis auf die Sicherheitsausrüstung, ziemlich seriennah sind und auch nur normale „Straßenreifen“ gefahren werden wurde die Technik sehr strapaziert. Beim Vormittagslauf kamen Aaron und Stefanie wieder als 6. ins Ziel, mussten aber schon mit Bremsproblemen kämpfen. Leider war die Beanspruchung der Fahrzeuge, es fahren alle Teams abwechselnd auf den beiden gestellten Autos, sehr groß. Die Nachmittagsläufe konnten leider auf Grund von Fahrzeugdefekten nicht mehr durchgeführt werden.
Bildquelle: BauerkämperDie Fahrwelt „Hungriger Wolf“ bei Itzehoe war der Austragungsort der Läufe 5 + 6 Ende Juli. Die ausgewählten Wege um und über den ehemaligen Flugplatz sind pro WP 2 1/2 mal zu umrunden. Und es lief gut für Fahrer und Beifahrerin: Am Tagesende belegte das Team in der Junior-Wertung den 3. Platz. Und was zusätzlich aufbaut: Der zeitliche Abstand zur Spitze des Feldes wurde mit jedem Lauf geringer und beträgt für den jungen Fahrer z.B. in der letzten WP nur noch 10s zum Führenden.
Jahresziel erreicht
Anfang September fanden dann die beiden letzten Läufe, ausgerichtet vom ADAC OWL, in Riedberg statt. Dieses Mal war ein Straßenverkauf für den Wettkampf gesperrt, mit schmalen und engen, winkligen Passagen, aber auch einem Stück wo es schon mal hoch bis in den vierten Gang geht. Nico und Aaron machen keine Fehler und kamen hochzufrieden beide Male als 5. ins Ziel, womit dann auch die Qualifikation für den Bundesendlauf, die Teilnahme an den Finals, gesichert ist. Jahresziel erreicht.
Im Oktober stand der Start bei den ADAC Clubsport Rallye Sprint Cup Finals 2025 in Harsewinkel an. Nach einem guten Start in WP1, mit Platz 8 von 16 Teams, trotz eines Verbremsers, folgte in WP2 wegen unerwarteten Drecks in einer Links-Kurve ein leichter Ausflug in den Graben. Auto und Besatzung war wohlauf, aber ohne Hilfe konnte die Fahrt leider nicht fortgesetzt werden. Eine gute Platzierung war dahin, somit beschränkte man sich in WP3 + 4 darauf heile ins Ziel zu kommen um weitere wichtige Erfahrungen zu sammeln. Nichtsdestotrotz war das Team mit dem Jahresergebnis hoch zufrieden.


