„Bin immer hungrig, nie satt!

Mit Miron Tadic konnte der TSV Oerlinghausen die Wende einleiten. Mit Tadic dürfte der TSV sicherlich einen der engagiertesten Coaches in der Bezirksliga verpflichtet haben.

Oerlinghausen (ruko). Dass ein Trainerwechsel durch sehr effektiv sein kam, dürfte der TSV Oerlinghausen in dieser Serie eindrucksvoll bewiesen haben. Nach einem katastrophalen Start in der Liga, die ersten drei Spiele gingen allesamt verloren, konnte der TSV am 4. Spieltag erstmals mit einem 3:3 gegen Hicret Bielefeld punkten. Zu wenig für Coach Thorsten Neubauer, der sein Amt abgab. Schnell wurde Ersatz gefunden. Miron Tadic, der einen ähnlich miesen Saison-Auftakt mit dem SC Bad Salzuflen hinlegte, und die Badestädter trennten sich. Tadic übernahm bei den Bergstädtern und mit dem Bielefelder kam die Wende. Der TSV wirkte wie ausgewechselt, die Mannschaft holte nun Punkt um Punkt und steht nach der Hinrunde in der Bezirksliga II mit guten 22 Punkten auf Platz 8 in der Tabelle. „Warum dies so gut gelaufen ist, kann ich nicht sagen. Ich habe zwar meinen Stil, doch den hatte ich auch in Salzuflen und dort lief es ja bekannterweise zum Saisonstart nicht so gut. Ich kann da nur ein Riesenkompliment meinen Jungs machen, die mich gleich angenommen haben. Sie haben zugehört und das umgesetzt was vorgeben wurde, das hat die Sache relativ einfach gemacht“, kann Tadic seinen Erfolg beim TSV auch nur teilweise erklären. Auf jeden Fall dürfte Tadic zu den Trainern gehören, die Tacheles reden und sich nicht in aufwendige taktische oder psychologische Spielchen verstricken. Seine Stärke dürfte es zudem sein, ein Team zu motivieren, es heiß zu machen. Heiß und einsatzbereit, das waren die Oerlinghausener in Tadics Amtszeit, der allerdings in dieser Beziehung jetzt einige Ermüdungserscheinungen in seiner Mannschaft ausmacht: „Keine Frage, ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem bisher Geleisteten, doch ich bin in den vergangenen Spielen nicht mehr ganz so froh. Es macht sich eine gewisse Zufriedenheit im Team breit, das war auch bei den Hallenmeisterschaften zu erkennen, und das mag ich überhaupt nicht. Nicht immer sind meine Jungs zurzeit bereit auch die schmutzigen Wege zu gehen, man viel manchmal zu viel glänzen. Dem werde ich nun vehement entgegenwirken. Ich bin immer hungrig, bin nie satt, bin gierig auf Siege und das ist, so glaube ich, auch gut so. Das wichtigste in unserem Sport ist es, dass man immer alles gibt, das Maximum herausholt“, erklärt der TSV-Coach, der seine Jungs am vergangenen Dienstag zum ersten Training für die neue Saison bat.

 

 

Ökzus ist heimgekehrt

 

 

In personeller Hinsicht hat sich beim TSV nicht viel getan. Abgänge haben die Oerlinghausener nicht zu verzeichnen. Einziger Neuzugang der Lipper ist Serdar Ökzus. Der Mittelfelder ist von Schloß-Holte zum TSV zurückgekehrt.

 

Die Prognose: Ohne Zweifel, der TSV Oerlinghausen hat mit der Übernahme vom Miron Tadic in die Spur gefunden. Auf das bisher Geleistete will sich der Coach aber nicht ausruhen und das ist auch richtig so. Wenn es Tadic weiterhin versteht seine Jungs zu motivieren, diese zudem auch das annehmen was der Coach vorgibt, wird der TSV auch eine gute Rückrunde hinlegen und er wird mit dem Abstieg rein gar nichts zu tun haben.