Böse elf Minuten

Leon Baumeister konnte in der Schlussphase des Spiels eine sogenannte 100prozentige nicht unterbringen.

Barntrup (ruko). Eigentlich sollte der RSV Barntrup über die Osterfeiertage zwei Nachholspiele bestreiten, doch die angesetzte Partie beim Blomberger SV wurde sowohl am vergangenen Donnerstag wie auch am Samstag abgesagt. Blieb für die „Roten Teufel“ nur noch das Spiel am Ostermontag daheim gegen den FC BW Weser, dass die Jungs von Jörg Dettmar allerdings mit 1:3-Toren in den Sand setzten. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nun vier Punkte. Allerdings hat der RSV gegenüber der relevanten Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt zwei beziehungsweise drei Spiele weniger vorzuweisen.

Das Spiel gegen Weser haben die „Teufel“ eigentlich in elf Minuten verloren, denn zwischen der 12. und 23. Minute kassierte der Platzherr gleich drei Treffer, die die Partie schon vorzeitig entschied. Der Spielverlauf hätte sich wohl anders gestaltet wenn Daniel Schlingmann 30 Sekunden nach Wiederanpfiff getroffen hätte, doch sein Heber aus aussichtsreicher Position missglückte. So ließen Böger, Hartmann (19.) und Lübke den Gegner früh jubeln. „Bei allen drei Treffern haben wir regelrecht gepennt“, ärgerte sich RSV-Spieler Oliver Sölter. Bis zur Pause passierte dann auf beiden Seiten nicht mehr viel.

Tragisch wurde die Niederlage für den RSV dann in Hälfte zwei, denn die „Teufel“ legten eine wirklich sehr ansehnliche zweite Hälfte hin, doch nur Lindemeyer traf per Freiartstoß in der 74. Minute zum 1:3. Zuvor konnte Schmidt zwei gute Kopfballmöglichkeiten nicht nutzen (47. und 63.). Darüber hinaus konnte Leon Baumeister eine sogenannte 100prozentige nicht unterbringen (80.) und Dennis Meier scheiterte in der 85. Minute am gegnerischen Keeper.

 

Der nächste Spieltag:

Unter Zugzwang!

 

 

Ohne Zweifel, die „Teufel“ stehen nach der Niederlage gegen Weser noch mehr unter Zugzwang als sonst, sind quasi schon dazu verdammt im nächsten Spiel am Sonntag beim Tabellenelften VfR Borgentreich zu punkten. „Egal wie der Gegner heißt, wir müssen jetzt einfach wieder punkten, sonst wird es zu eng für uns“, ist nicht nur Oliver Sölter, der selbst am Sonntag aus privaten Gründen fehlen wird, bewusst. Ansonsten kann RSV-Coach Jörg Dettmar auf alle seine Spieler zurückgreifen.

 

Der insider-Tipp: Keine leichte Aufgabe, die da auf den RSV wartet. Borgentreich stellt ein kompaktes Team, verlor sein vergangenes Match nur knapp mit 1:2 beim Spitzenteam in Neuenbeken. Zudem ist der VfR sicherlich noch nicht aus dem Schneider was den Klassenerhalt betrifft. Der RSV muss sich auf einen heißen Tanz einstellen, gerade in kämpferischer Hinsicht dagegenhalten, nur dann können die Lipper punkten.