"Dann gibt es richtig Haue!"

Lediglich seinem Keeper Christopher Niehaus konnte TSV-Coach Miron Tadic im Spiel gegen Türk Sport eine gute Note bescheinigen.

Oerlinghausen (VaSt). Es war ein durchwachsenes Osterwochenende für den TSV Oerlinghausen. Die erste Aufgabe der Tadic-Elf war das Derby gegen den TuS Asemissen. Dieses Spiel konnten die Oerlinghausener mit einem fulminanten 5:0-Sieg für sich entscheiden. Ganz anders verlief hingegen das Spiel gegen den FC Türk Sport Bielefeld in dem der TSV kein Bein an die Erde bekam und am Ende, in Überzahl spielend, mit 1:3 vom Platz ging.

Eigentlich war Oerlinghausen der Favorit im Spiel gegen den FC Türk Sport. Mit einem fulminanten Derbysieg im Rücken und zudem die Möglichkeit vor Augen dem Abstiegskampf endgültig den Rücken kehren zu können, standen die Vorzeichen mehr als gut für den TSV. Doch schon in der 11. Spielminute war es Türk Sports Andre Patrick Njoh-Ngemhe, der den TSV ins Schwitzen und seinen Verein mit 1:0 in Führung brachte. Keine fünf Minuten später, in der 16. Minute, klingelte es auch schon ein weiteres Mal im Kasten der Gastgeber, als Hüseyin Karahan zum 2:0 für die Bielefelder traf. Dem konnte der TSV in der ersten Halbzeit nichts mehr entgegensetzten und so blieb es bis zur Pause beim 2:0 für die Gäste.

Auch in der zweiten Halbzeit behielten die Gäste weiter das Heft in der Hand. Selbst ein in der 55. Minute verhängter Platzverweis und das Spielen in Überzahl konnte den TSV nicht retten. Anil Tastan erhöhte in der 65. Minute sogar noch auf 3:0 für den FC. Zwar konnte Oerlinghausens Oguzhan Zorlu in der 80. Minute noch auf 1:3 verkürzen, mehr sollte es aber nicht sein für den TSV. “Wir haben mit geschlossenen Augen gespielt. Das war mit Abstand das schlechteste Spiel, seit ich da bin. Wir haben gar nichts auf den Platz bekommen und da kann man auch nichts schön reden”, resümierte TSV Trainer Miron Tadic die Leistung seiner Mannschaft mit deutlichen Worten. “Alles was Fußball ausmacht, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten, Engagement und Einstellung haben wir  nicht gehabt. Wenn du das nicht mitbringst, brauchst du dich nicht darüber wundern, wenn du verlierst. Ich nehme den Torwart mal aus, aber was die zehn Feldspieler abgeliefert haben, hat mit Bezirksligafußball nichts mehr zu tun.”, so ein angesäuerter Tadic weiter.

Der nächste Spieltag:

In Wellensiek zu Gast

Am Sonntag ist der TSV Oerlinghausen beim VfR Wellensiek zu Gast. Wellensiek steht im Moment mit 46 Punkten auf dem zweiten Platz und hat eine sehr gute Saison gespielt. Zwanzig Punkte Vorsprung hat der VfR auf die Oerlinghausener. Das Hinspiel, das auch das Debütspiel von Trainer Miron Tadic für den TSV Oerlinghausen war, gewann Wellensiek aber nur knapp mit 4:3. “Das wird ein ganz anderes Spiel, ein ganz anderes Kaliber. Wellensiek will Vizemeister werden. Das ist eine absolute Spitzenmannschaft. Wenn wir so auftreten wie gestern, dann gibt es richtig Haue”, gibt Miron Tadic einen wenig optimistischen Ausblick auf die anstehende Partie.

Der insider Tipp: Natürlich ist Wellensiek in dieser Partie der absolute Favorit. Jede andere Einschätzung würde an Realitätsverweigerung grenzen. Um sich gegen den VfR behaupten zu können und einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können, muss sich die Tadic-Elf jetzt ganz schnell wieder auf ihre Stärken besinnen und versuchen hinten wenig zuzulassen und nach vorne auf die Fehler des VfR zu lauern.