Erneut zwei Meisterschaften in einer Saison
Lemgo/Lieme. Nachdem sich die erste Mannschaft der Schachfreunde Lieme letzte Saison in der zweiten Bundesliga beweisen durfte, erkämpften in dieser Saison erneut zwei Mannschaften einen Meistertitel. Die dritte Mannschaft hat eine beeindruckende, nahezu perfekte Saison in der Verbandsliga A mit dem vorzeitigen Aufstieg in die Regionalliga gekrönt und auch die vierte Mannschaft sicherte sich die Meisterschaft im vorletzten Mannschaftskampf nach einer erfolgreichen Saison.
Bildquelle: Schachfreunde LiemeSF Lieme III steigt in die Regionalliga auf
Holger Holländer, langjähriger Teamkapitän der Dritten, brachte eine ehrgeizige, siegeshungrige Mannschaft an die Bretter, die sich von Anfang an nicht mit einem Platz im Mittelfeld zufriedengeben wollte und mit bemerkenswert konstanter Besetzung, strategischem Geschick und geschlossener Teamleistung eine überragende Leistung an den Tag legte. Ganze drei Aufstiege in vier Jahren sprechen für die Führungsqualität des Teamkapitäns! Die diesjährige Geheimwaffe und Schreck der gegnerischen Mannschaften war Spitzenbrettspieler FM René Wittke – letztes Jahr noch in der zweiten Bundesliga, nun mit klarem Mannschaftssieg im Sinne, erspielte er in der Regionalliga einen beachtlichen 100% Score mit 7 aus 7. Aber nicht nur der erfahrene FIDE-Meister konnte beeindrucken. Nach einem starken Unentschieden gegen die zweite Mannschaft des Blauen Springers Paderborn (4:4) und einem souveränen Heimsieg gegen Gütersloh III (5:3) übernahmen die Schachfreunde früh die Tabellenführung. Lars Langenhop spielte am zweiten Brett eine Glanzpartie gegen Lippstadt mit einem sehenswerten Mattangriff mit Figurenopfer. Vereinspräsident Andreas Hoffmann zeichnete sich wie gewohnt durch kreative Eröffnungsbehandlungen aus, welche ihm, dank seines kühlen Kopfes in positionellen Stellungen, viele wichtige halbe Punkte sicherten. Rico Wittke spielte eine starke Saison, in der besonders seine Partie gegen Brackwede hervorzuheben ist, in der er zwei Leichtfiguren gewann und mit starker Technik zu einem Sieg verwerten konnte. Yifu Miao stach dadurch hervor, immer wieder schwierige Endspiele halten zu können und auch in unübersichtlichen Stellungen den Überblick zu behalten. Jonas Kimura brillierte mit kreativen Ideen, etwa im Benoni gegen Lippstadt, wo er per Opfer verdient zum Sieg kam. Milian Größchen erlebte ein Wechselbad der Gefühle. Eine souveräne Partie gegen Brackwede steht einem tragischen Zeitüberschreiten in Gewinnstellung gegen Lippstadt gegenüber. Dennoch bleibt seine kämpferische Leistung unbestritten. Auch Mannschaftsführer Holger Holländer konnte sich mit 5 aus 8 möglichen Punkten behaupten. Wilfried Köhler, Rüdiger Wittke, Meyer Henning, Nils Langenhop, Detlef Hübner und Philipp Müller vertraten als Ersatzspieler die verhinderten Stammkräfte und arbeiteten somit aktiv am Aufstieg mit.
SF Lieme IV ist Bezirksligameister
Der Aufstieg an die Tabellenspitze der Bezirksliga war das Ergebnis einer stabilen Hinrunde, dem Siegeswillen in entscheidenden Momenten und einem starken Zusammenhalt in der ganzen vierten Mannschaft rund um Mannschaftsführer Nils Langenhop. Dieser hatte seit Saisonbeginn das große Ziel „Aufstieg“ fest im Blick und diese Ambition färbte sich auf jeden der Mitspieler ab, so dass ein anderes Ergebnis nicht mal zur Debatte stand. Somit zeigte man sich bereits beim Auftakt dominant: Christian Düe sorgte nach nur 20 Minuten für den ersten vollen Punkt, Joachim Nasdalak glänzte mit taktischer Raffinesse, während Philipp Müller seinen Gegner permanent unter Druck setzte und das Turmendspiel für sich entschied, Detlef Hübner profitierte von einem misslungenen Eröffnungsversuch seines Gegners, was in Materialverlust und Aufgabe mündete. Besonders konstant und leistungsstark präsentierte sich Philipp Müller, der immer wieder durch aktives Spiel und präzise Endspielbehandlung überzeugte. Genau das führte dazu, dass er in sechs Partien nur einen halben Punkt abgeben musste. Caitlín Schalk konnte mit starker Positionsbehandlung beindrucken. Andreas Becker setzte auf aggressives Spiel, ähnlich wie Joachim Nasdalak, der als Risiko-Taktiker einige scharfe Partien auf das Brett zauberte. Teamkapitän Nils Langenhop hatte mit wechselhaftem Spielverlauf zu kämpfen. In einer Partie gegen Wilhelm Henjes verschenkte er früh Material, erkämpfte sich aber doch noch das Remis. Justus Zelesinski spielte eine überzeugende Partie gegen Daniel Schäfer, in der er mit einem gut ausgeführten Königsangriff seinen zähen Gegner in die Knie zwingen konnte. Fabian David punktete gegen Oria Horo, indem er eine Leichtfigur gewinnen und so einen Freibauern zum Ziel peitschen konnte. Peter Steppke, Christoph Gronemeier, Nikolas Wollbrink und Frank Himpenmacher trugen als Ersatzspieler ebenfalls wichtige Punkte zum Sieg bei.
Saison-Fazit: Zusammenhalt, Spielstärke und verdiente Siege – Was diese Saison der Schachfreunde Lieme auszeichnet, ist der bemerkenswerte Teamgeist, der sich durchweg durch alle Mannschaften zieht -ob Jugend- oder Erwachsenenmannschaften-, die Ambition jedes Einzelnen und das gemeinsame Ziel, stets das Beste zu geben und zu zeigen: Lieme lebt Schach. Diese Saison hat erneut gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, und die Schachfreunde freuen sich schon jetzt auf die kommenden Herausforderungen und gemeinsamen Erfolge der nächsten Saison.






