Die Winterpause ist beendet

Barntrups Oliver Sölter muss und will mit seinem Team am Sonntag im Spiel in Anreppen unbedingt punkten.

Derby in Asemissen – Neustart beim SCB

Lippe (ruko). Die Winterpause in den Fußball-Bezirksligen ist beendet und die lippischen Vereine sollen am kommenden Wochenende wieder ran. Ob das dann immer der Fall sein wird, darüber werden wohl auch die hiesigen Witterungsbedingungen entscheiden. So ist das Spiel des RSV Barntrup am Sonntag in der Liga III bis jetzt auf dem Rasenplatz in Anreppen angesetzt.

 

 

 

Bezirksliga I

 

FC Preußen Espelkamp vs. SC Bad Salzuflen

 

Auch Zacharis geht

 

Auch Christian Zacharias wird dem SC Bad Salzuflen nicht mehr zur Verfügung stehen. Er legt aus privaten Gründen eine fußballerische Pause ein.

Nicht gerade ein Aufbaugegner dürfte auf den SC Bad Salzuflen am Sonntag, den 17. Spieltag in der Bezirksliga I warten. Die Badestädter, die jetzt von Stefan Braunschweig gecoacht werden, müssen bei niemand geringerem als beim aktuellen Tabellenführer der Liga, dem FC Preußen Espelkamp antreten. Der SCB geht quasi mit einem völlig neu formierten Team in die Rückserie. Nachdem schon acht Spieler den Klub in der Winterpause verlassen haben (der insider berichtete), muss Braunschweig jetzt auch auf Christian Zacharias verzichten, der sich aus privaten Gründen eine Pause gönnt. Der Wechsel von Tim Jahn zum TuS Ahmsen ist über die Bühne gegangen. Beide Seiten einigten sich über eine Ablösesumme. Auch Dogan Ay, der sich mit unbekannten Ziel beim SC abgemeldet hatte, ist bei einem neuen Klub unter gekommen, wird zukünftig für den TuS Brake/Bi kicken. Trotzt der Abgänge kann Stefan Braunschweig immer noch über einen 20 Mann starken Kader verfügen.

 

Zwei Neuzugänge

 

Neu in den Reihen beim SC, neben Linnenbrügger und Exner, sind Yazan Aytan, Sohn von SC Jugendtrainer Sahin Aytan, der 20-Jährige wurde in der Jugend von Arminia Bielefeld ausgebildet, und Baran Gündogan, der aus der Jugend des SV Werl-Aspe kommt. „Für uns ist das jetzt alles wir ein Neustart. Nach den ohne Zweifel schwerwiegenden Abgängen wissen wir, dass es für uns nicht leicht werden wird die Klasse zu halten. Wir stellen jetzt eine sehr junge Mannschaft und man wird sehen, wie diese sich in den nächsten Wochen verkaufen wird. Jetzt heißt es die Hacken zusammenzuschlagen und das Team muss zu einer Einheit werden, zusammenhalten, dann können wir am Ende über dem Strich stehen“, so ein nachdenklicher SC-Geschäftsführer Björn Schollbach. Zu allem Überfluss müssen die Salzufler am Sonntag auf ihren Kapitän Patrick Reinsch verzichten, der sich am Fuß verletzt hat. Ihm droht eine längere Pause. Mut dürften den Salzufler ihre Vorbereitungsspiele machen. Blomberg wurde mit 2:1 geschlagen. Der FC Herford, Tabellenführer der Liga A Herford, wurde klar mit 7:2 von der Platte geputzt. „Sicherlich stellen wir in Espelkamp den krassen Außenseiter, aber vielleicht unterschätzt uns der SC, das könnte dann eine Chance für uns sein“, so Schollbach.

 

Der insider-Tipp: Es dürfte äußerst schwierig für den SC werden in Espelkamp zu punkten und der Braunschweig-Truppe wird dies wohl auch nicht gelingen. Bleibt die Hoffnung für die Badestädter, dass der SC sie unterschätzen wird.

 

 

Bezirksliga II

 

TuS Asemissen vs. TBV Lemgo

„Nicht unsere Philosophie!“

 

Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause steht in der Liga II ein Lipperderby an. Der TuS Asemissen und der TBV Lemgo duellieren sich schon am Samstag, 17. Februar, 15 Uhr, in einem Nachholspiel auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen. Die Asemisser befinden sich dabei in einer schwierigen personellen Situation. Mit Metz, der seine Karriere beendet hat und Tobias Neubert, der aufgrund eines Kreuzbandrisses in dieser Serie wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, fehlten TuS-Trainer Florian Müller zwei ganz wichtige Akteure. Für Sonntag droht jetzt auch noch Johannes Driediger auszufallen, der sich grippekrank gemeldet hat. „Aufrüstet haben wir in der Winterpause nicht. Das ist nicht unsere Philosophie, zudem fehlen uns dafür auch die finanziellen Mittel. Wir gehen da konsequent unseren Weg weiter. Dennoch, wir müssen jetzt einfach punkten, um aus dem Tabellenkeller zu kommen, auch wenn jetzt vier schwere Spiel in Folge auf uns warten. Das Potential die Klasse zu halten ist auf jeden Fall da. Wichtig wird in den kommenden Partien sein, dass wir 90 Minuten Vollgas geben, nicht schon nach 50 Minuten, wie es in den vergangenen Spielen öfters vorkam, einbrechen“, so Asemissens Co-Trainer Jens Böttcher.

 

 

Jöstingmeier fällt aus

 

 

Lemgos Marco Jöstingmeier hat sich eine Bänderverletzung am Knöchel zugezogen. Er wird am Samstag in Asemissen nicht spielen können.

Der TBV hat sich in der Winterpause verstärken können (der insider berichtete), hat sich vom Titelgewinn in dieser Saison verabschiedet und bastelt in der Rückserie schon jetzt am neuen Team für die kommende Serie. „Wir wollen uns in den Spielen in der Rückrunde primär weiter entwickeln, machen uns schon jetzt Gedanken darüber, mit welchen Spielern wir in die nächste Saison gehen. Wer letztendlich bleibt, hängt von jedem Spieler selbst ab. Die Leistung wird zählen. Was allerdings festzustellen ist, ist die Tatsache, dass wir von einigen unsere Akteure, was deren Potential betrifft, mehr erwartet haben“, macht Lemgos Trainer und Präsident Ediz Robin Türkmen deutlich, dass es durchaus sein kann, dass einige TBV-Spieler in der kommenden Saison nicht mehr im Kader des Stammteams stehen werden. Türkmen und Ulas Tokdemir, der an seinen A-Schein macht, werden als Trainerduo die Lemgoer übrigens bis zum Ende der Serie betreuen. Spätestens zur neuen Saison soll dann ein neuer Mann für die Bank vorgestellt werden. Durchwachsen schätzt Türkmen die Vorbereitung zur Rückserie ein, auch weil viele Spieler krank oder verletzt sind und waren. So wird Marco Jöstingmeier am Samstag ausfallen, der sich wahrscheinlich eine Bänderverletzung am Knöchel zugezogen hat. Auch Derwisch wird wegen einer Bänderverletzung ausfallen. Angeschlagen Lemgos Winterneuzugang Vidoje Matic, Mitglied der Deutschen Futsal-Nationalmannschaft. Er wird wohl ausfallen. Wie schwer seine Verletzung am Köchel sein wird, muss sich erst noch herausstellen. Trotz alledem will Türkmen drei Punkte aus der Partie in Asemissen mitnehmen. „Insgesamt müssen wir in den Spielen in der Rückserie geschlossener auftreten, unsere Spieler müssen dabei ihre individuellen Qualitäten, ohne sich dabei aber in unnötigen Einzelaktionen aufzureiben, besser einsetzen, dann fallen auch die nötigen Tore“, so Türkmen weiter.

Der insider-Tipp: Der TBV dürfte als klarer Favorit in diese Partie gehen, zumal er auch mit den Platzverhältnissen in Asemissen umgehen kann. Nutzen die Lemgoer dabei ihre Möglichkeiten, die sie sich ohne Zweifel erspielen werden, wird es schwer für den TuS in dieser Partie zu punkten.

 

 

TuS Dornberg vs. TSV Oerlinghausen

 

„Kein Ausflug!“

 

 

Oerlinghausens Keeper Christopher Niehaus weiß, dass er am Sonntag in Dornberg zur Höchstform auflaufen muss, um beim Tabellenvierten keinen Gegentreffer zu kassieren.

Für den TSV Oerlinghausen läuft es nach dem Trainerwechsel, Miron Tadic kam für Thorsten Neubauer, richtig gut in der Liga. Der TSV belegt mit 22 Punkten Platz acht in der Tabelle und wenn es nach Coach Miron Tadic geht, soll dieser Rang mindestens gehalten werden. Die Bergstädter müssen am Sonntag zum schweren Auswärtsspiel zum Tabellenfünften TuS Dornberg reisen. „Wir wissen, dass der TuS ein richtig gutes Team stellt und wir dort natürlich den Außenseiter stellen, doch wir wollen am Sonntag Dornberg ärgern, sehen das ganze nicht als Ausflug und vielleicht können wir dort zumindest einen Zähler entführen“, schaut Tadic der Partie keineswegs aussichtslos entgegen, zumal sich sein Team in den Vorbereitungsspielen gut verkaufte. Zwar steckte man eine 2:3-Niederlage gegen den Landesligisten Schloß-Holte ein, spielte aber 90 Minuten auf Augenhöhe. Gegen den TuS Bielefeld Ost sprang ein 4:2-Sieg heraus. Tadic hofft, dass er am Sonntag mit voller Kapelle nach Bielefeld reisen kann und seine erkälteten Spieler bis dahin wieder fit sind. Tadic selbst könnte sich gut vorstellen den TSV auch in der kommenden Serie zu trainieren: „Im Augenblick dürfte nichts dagegen sprechen. Demnächst werden wir darüber reden“.

Der insider-Tipp: Wenn der TSV ähnlich schwungvoll wie in den letzten Spielen der Hinrunde in das Spiel in Dornberg geht, könnte vieles für die Tadic-Mannen möglich sein, die nicht den Druck verspüren dürften, dieses Spiel gewinnen zu müssen.

 

 

Bezirksliga III

 

SV GW Anreppen vs. RSV Barntrup

 

Die Dose in der Kabine

 

Eigentlich sollte der RSV Barntrup schon am vergangenen Freitag das Nachholspiel daheim gegen den TSV Horn bestreiten, doch der Platz in Barntrup war vereist und wurde bis Dienstag gesperrt. Nun steht für den abstiegsbedrohten RSV ein ganz wichtiges Spiel an, sollte denn gespielt werden, denn die Partie beim Tabellenvierzehnten SV GW Anreppen ist bisher auf einem Rasenplatz angesetzt. „Ein Gegner, der für uns in Schlagweite sein sollte und gegen den wir, am besten dreifach, punkten sollten“, so Barntrups Akteur Oliver Sölter. Mit dem SV verbindet die „Roten Teufel“ eine enge Freundschaft. So ist es zur Tradition geworden, dass die gastgebende Mannschaft dem Gegner immer eine 1 Liter Dose Faxebier in die Kabine stellt. „Ein schöner Gag, der beide Teams immer wieder amüsiert“ so Sölter. RSV-Coach Jörg Dettmar kann, sollte sich unter der Woche kein Spieler mehr verletzen oder krank werden, in personeller Hinsicht am Sonntag aus dem Vollen schöpfen. Auch Daniel Schlingmann ist wieder dabei. Seine Beschwerden an der Leiste haben sich Gottlob nicht als Bruch herausgestellt.

Der insider-Tipp: Man darf gespannt sein, wie sich der RSV in seinem ersten Spiel nach der Winterpause mit seinen Neuzugängen verkaufen wird. Die Stimmung im Team ist auf jeden Fall gut und Coach Dettmar profitiert aufgrund des erweiterten Kaders von einem gesunden Konkurrenzkampf. Drei Punkte sollten so für den RSV auf jeden Fall im Bereich des Möglichen liegen.