Freude über zwei frischgebackene Besamungswarte

Lippe. Der Verband der Lippischen Pferdezüchter freut sich über zwei frischgebackene Besamungswarte, genauer gesagt auch eine Besamungswartin für den eigenen Bestand. Maren Pöhlker und Maik Schlingheider machten dafür eine Fortbildung in Verden beim Hannoveraner Verband.

Maik Schlingheider mit seinem Easy-Peasy S (Emerald van’t Ruytershof/Capone II) aus eigener Zucht.

Dieser Lehrgang fand an fünf Tagen im Vollzeitunterricht statt, aufgeteilt in theoretische und praktische Einheiten. Beide Teile waren sehr anspruchsvoll, wie die beiden Teilnehmer berichteten. Sie lernten sehr viel über den komplexen Hormonhaushalt einer Stute, diffizile Einzelheiten über die Geschlechtsorgane in den einzelnen Stadien einer Rosse, die Zeit der Befruchtung etc.. Vermittelt wurde dieses Wissen in theoretischen wie auch in praktischen Teilen von einer Tierärztin einer ehemaligen Deckstation. Die Praxis fand an unterschiedlichen Phantomen statt. Hier durften die Absolventen ertasten, wie sich verschiedene Phasen einer Rosse anfühlen, wann z. B. der beste Zeitpunkt einer Besamung wäre. Aus tierschutzrechtlichen Gründen dürfen diese Untersuchungen nicht an lebenden Stuten durchgeführt werden.

Die theoretischen Lerninhalte waren sehr vielfältig. Hier ging es um das Tierschutzrecht, züchterische Regelungen bei der Besamung, Tierschutz-, hygiene und Tierseuchenprophylaxe und auch um die Anatomie und die Physiologie des Pferdes. Weitere ganz wichtige Themen waren dann natürlich die Einführung in die künstliche Besamung beim Pferd. Die Arbeit einer Besamungsstation wurde auch vermittelt. Wie funktioniert die Samenaufbereitung? Was ist wichtig zu wissen im Zusammenhang mit der Samenbehandlung, der Lagerung etc.? Vermittelt wurden auch viele theoretische Werkzeuge, die für eine Hand-in-Hand-Arbeit mit einem Tierarzt sehr hilfreich sein können.

Zyklus einer Stute beträgt nur drei Wochen

Gelernt haben die beiden Lipper auch wichtige Fütterungsempfehlungen, die die Fruchtbarkeit einer Stute unterstützen können. Natürlich wurde auch über den Allgemeinzustand von Stuten gesprochen, die besamt werden sollen. Auch hier gab es einige Tipps, wie der Hormonhaushalt noch zusätzlich angekurbelt werden kann. Es kann z. B. sehr hilfreich sein, wenn Stuten nicht nur unter sich sind, sondern auch in Gesellschaft von Wallachen gehalten werden. Wunder wirken kann auch ein Hengst im gleichen Stallgebäude. Das kann bewirken, dass Stuten eine offensichtlichere Rosse zeigen. Das sind nur wenige Tage, da der Zyklus einer Stute nur drei Wochen beträgt.

Das Tierschutzgesetz regelt sehr genau, wer die Berechtigung hat künstliche Besamungen durchführen zu dürfen. Nach einem erfolgreich bestandenen Lehrgang mit Prüfung in Verden erhielten Maren Pöhlker und Maik Schlingheider den Titel Besamungswart für den Eigenbestand. Das bedeutet, dass die Beiden ab der kommenden Decksaison Stuten künstlich besamen dürfen, die ihnen selbst gehören oder aber die zu ihrem Bestand gehören. Das wären dann z. B. Zuchtstuten, die als Pensionspferde in den jeweiligen Ställen eingestallt wären.

Der Verband der Lippischen Pferdezüchter ist stolz auf diese beiden Mitglieder und wünscht ihnen jetzt schon ein gutes Gelingen für die Arbeit in der nächsten Decksaison.

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