HSG: Rechnung beglichen

Blomberg. Nach vier Wochen ohne ein Heimspiel an der Blomberger Ulmenallee duellierte sich die HSG am 20. Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen mit dem Tabellenfünften aus Oldenburg. Gegen den VfL hatten die Blombergerinnen noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Genau das gelang den Hausherrinnen beim klaren 30:21 (16:12). Beste Werferin der HSG war Nieke Kühne mit sechs Treffern.

Bildquelle: Timon Peters
Nieke Kühne netzte sechsmal für die HSG ein.

Wache HSG dominiert die Anfangsphase

In das vorletzte Ligarunden-Heimspiel ging Trainer Steffen Birkner mit Melanie Veith, Alexia Hauf, Nieke Kühne, Elín Magnúsdóttir, Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Maxi Mühlner. Ansonsten standen alle HSG-Spielerinnen – außer den Langzeitverletzten Marie Michalczik und Amber Verbraeken – im Kader. Beim VfL setzte Niels Bötel wenig überraschend auf Kreisläuferin Marie Steffen und Jenny Behrend auf der Außenposition.

Die Anfangsphase gehörte an der Ulmenallee den Gastgeberinnen. Über zwei Steals und eine Parade von Veith gelang der HSG die frühe 3:0-Führung. Danach stellte der VfL prompt vom 7-gegen-6 auf das normale Positionsspiel um, auch weil Hauf mit ihrem Treffer zum 3:0 ins leere Tor einnetzte. Erst nach vier Minuten überwand Borutta die HSG-Defensive. Doch die Oldenburgerinnen kamen nach dem Treffer von Reinemann besser in die Partie und erzielten nach einem Strafwurf von Vegué über Steffen den Anschlusstreffer.

Die Blombergerinnen ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und antworteten prompt durch Kühnes drittes Tor, die zudem gegen Granicka eine Zeitstrafe herausholte. Die HSG nutzte die Überzahlsituation direkt aus, profitierte auch von Ballverlusten des VfL und netzte erneut über Hauf zum 6:3 ein. Die Linksaußen war es auch, die mit ihrem dritten Treffer beim 7:3 nach zwölf Minuten die bisher höchste Führung erzielte.

Nach dem anfänglichen Aufbäumen des VfL unterliefen dem Tabellenfünften zu viele technische Fehler, die die Blombergerinnen eiskalt ausnutzten. Wieder kam Kühne zum Abschluss, wieder zeigte sich die Rückraumspielerin erfolgreich. Beim 8:3 nahm VfL-Trainer Niels Bötel seine erste Auszeit. Doch auch danach blieben die Blombergerinnen dominant und erhöhten den Vorsprung über Njinkeu, die gemeinsam mit Magnúsdóttir zuvor den Ball eroberte.

Fast acht Minuten musste Veith nicht hinter sich greifen, ehe Borutta die Defensive erneut überwand. Im Tempospiel zeigte sich die HSG weiterhin abgeklärt und erzielte über Rüffieux weitere einfache Tore. Zwölf Minuten vor der Halbzeit führte die HSG bereits mit sechs Treffern. Kühne, Njinkeu und Mühlner scheiterten zwar an Humpert, die beim VfL im Tor einen höheren Rückstand verhinderte, dennoch blieb die HSG klar tonangebend.

Birkner brachte für Elín Magnúsdóttir Nuria Bucher ins Spiel, zudem übernahm Andrea Jacobsen Kühnes Position im Angriff. Als die Oldenburgerinnen – auch dank Humpert – den Rückstand auf vier Tore verkürzten, nahm auch Birkner seine Auszeit. Malin Sandberg kam für Díana Magnúsdóttir aufs Feld.

Doch die Pässe an den Kreis verteidigte der VfL nun aufmerksamer und konnte weitere Treffer verhindern. Erneut verkürzte der VfL auf 11:8, doch diesmal zeigte Njinkeu keine Nerven und beendete die torlose Phase der Blombergerinnen. Mit einem Steal von Jacobsen und einer aufmerksamen Defensive gelang der nächste Gegenstoß, den Njinkeu sicher verwandelte. Bis zur Halbzeit setzte sich die HSG auf 16:12 ab.

Tempospiel als Schlüssel zum Erfolg

Deutlich aktiver und konzentrierter kam der VfL aus der Halbzeitpause. Birkner brachte für Veith Lara Lepschi ins Tor, zudem wechselte Vegué mit Hauf. Die Oldenburgerinnen verkürzten auf 16:14, ehe Sandberg das erste HSG-Tor in der zweiten Hälfte erzielte.

Doch es fehlte zunächst an Konsequenz. Auch als der VfL einen Wechselfehler beging, konnte die HSG keinen Vorteil aus der Überzahl ziehen. Die Defensive blieb jedoch aufmerksam, provozierte Ballverluste und brachte die HSG wieder ins Tempospiel. Njinkeu verwandelte sicher gegen Humpert, zudem kassierte Borutta eine Zeitstrafe.

In Überzahl baute die HSG den Vorsprung über Sandberg auf 20:14 aus. Der Widerstand des VfL schien gebrochen, und Njinkeu erhöhte nach einem weiteren Ballgewinn erstmals auf sieben Tore Vorsprung.

Vegué setzte anschließend einen Siebenmeter an die Latte, sodass die Ulmenallee fast fünf Minuten auf den nächsten Treffer warten musste. Schließlich traf Vegué im Gegenstoß und stellte den alten Abstand wieder her.

Mit noch 16 Minuten auf der Uhr nahm Bötel seine nächste Auszeit. Bei den Blombergerinnen kehrte auch Judith Tietjen zurück aufs Feld, die seit dem Haushahn Final4 wieder im Kader steht.

In der Defensive blieb die HSG stabil, kassierte sieben Minuten vor dem Ende bereits den letzten Treffer der Oldenburgerinnen und zeigte sich in der Schlussphase deutlich treffsicherer. Drei Tempogegenstöße und ein Rückraumtreffer von Sandberg ebneten den klaren Heimsieg. Den Schlusspunkt setzte Tietjen mit dem Treffer zum 30:21.

Stimmen zum Spiel:

„Wir sind froh, dieses Spiel gewonnen zu haben, in dem wir über 60 Minuten gut verteidigt haben. Insgesamt haben wir es besser als im Hinspiel gemacht. Mit der Abwehr bin ich sehr zufrieden, aber im Positionsangriff hätte ich mir die ein oder andere klarere Situation gewünscht. Dort haben wir auch ein paar Dinge ausprobiert, um uns Sicherheit für die kommenden Partien zu erspielen“, fasst Steffen Birkner den Heimerfolg zusammen.

„Wir haben das umgesetzt, was wir uns in der Abwehr vorgenommen haben. Durch die starke Abwehr kamen wir dann gut ins Tempospiel“, bilanziert Lara Lepschi die Partie.

Aufstellungen:

HSG Blomberg-Lippe: Veith, Lepschi, Roth; Rüffieux (3), Jacobsen, D. Magnúsdóttir, Kühne (6), Mühlner (3), Vegué (4), Jaron, Bucher, Tietjen (1), Sandberg (4), Hauf (4), E. Magnúsdóttir, Njinkeu (5)

VfL Oldenburg: Hempen Humpert; Borutta (6), Teiken, Reinemann (2), Genz, M. Fragge (1), Martens, Steffen (3), Pfundstein (2), Granicka (7), Behrend, L. Fragge

Lippische Wochenschau Abonnement
Zur Abendsonne Pflege GmbH mit Bild von fröhlicher junger und alter Frau - Pflegefachassistenz - Jetzt bewerben
Bild von Händen und Text "Wir suchen dich" sowie das Logo von Das Dach e.V. - Verein für psychosoziale Hilfen
Bild von modischer Frau und modischem Mann auf Fahrrad, Text "Hier ist der Frühling" sowie Logo von Küster - Dein Modepartner im Extertal
Stadt-Galerie Hameln Logo und Text "Jetzt wird's hier bunt! Farbenspiel" und "18. - 28.3. - Mitmach-Ausstellung für Klein & Groß"