Imponierende Machtdemonstration

Motiviert bis in die letzte Haarwelle seiner Dreatlocks: Ahmsens Keeper-Neuzugang Bengt Pyka, der hier das 1:0 durch Sören Seifert feiert.

Bad Salzuflen/Ahmsen (ruko). Obwohl der TBV Lemgo II sich mit Spielern aus dem Stammteam verstärkt hatte, hatten die Lemgoer letztendlich wenig Chancen gegen den furios aufspielenden Gastgeber aus Ahmsen, der die Maros-Mannen zu großen Teilen klar beherrschte und die Partie klar mit 4:0-Toren gewann.

 

Ungestüm wie junge Hengste

 

Die Gäste, die sichtlich den Schock über die Festnahme ihres Präsidenten Ediz Robin Türkmen zu verdauen hatten, liefen mit Lionel Kompesa, der erstmals nach seine Grippe wieder um Einsatz war, Zalem Özmen und Oli Hett auf, die sonst zum Kader des Stammteams gehören. Zudem saß mit Fabio Hildebrand ein weiterer Spieler auf der TBV-Bank, der zum engeren Kreis der 1. Lemgoer Mannschaft zu rechnen ist. Lemgo so sicherlich insgesamt gesehen wohl individuell stärker besetzt, doch Fußball ist nun mal ein Mannschaftssport und dies demonstrierte der TuS eindrucksvoll. Alle Rädchen im Ahmser Team schienen an diesem Tag ineinander zu greifen. Zudem waren klare Vorteile in kämpferischer Hinsicht beim Aufsteiger auszumachen, der aggressiv, dabei aber meist fair, und sehr leidenschaftlich zur Sache ging und den Hansestädtern so über weite Strecken des Spiels den Schneid abkaufte. Ungestüm wie junge Hengste besonders die Seifert-Brothers im Ahmser Team, die den TBV fast im Alleingang erschossen. Sören ballerte den TuS zur Pause mit 2:0 in Front (6. und 40.). Bruder Jörn legte in der 60. Minute mit einem umstrittenen Foulelfmeter nach. Sören war es vorbehalten den 4:0-Endstand zu markieren (68.).

Riesenchance durch Lemgos Metin Souk, doch sein Kopfball fand den Weg nicht ins Tor. Links Ahmsens Sebastian Ewert.

Lemgo hatte nach dem 1:0 die große Chance zum Ausgleich zu kommen, doch gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit rettete das Aluminium für die Ahmser, die mit Neuzugang Bengt Pyka einen bis in die letzte Haarwelle seiner Dreatlocks motivierten Keeper in ihren Reihen hatten. „Wenn wir das 1:1 kassiert hätten, wäre das Spiel aber wohl anders verlaufen. Durch das 2:0 haben wir dann Ruhe rein bekommen“, stellt Ahmsen Abteilungsleiter Lothar Köhnemann fest. „Letztendlich ein klasse Spiel, das wir vielleicht um ein Tor zu hoch gewonnen haben“, so Köhnemann weiter. „Das frühe Gegentor hat natürlich unser Konzept über den Haufen geworfen. Ahmsen hat diese Partie aber verdient gewonnen, ist viel aggressiver aufgetreten und ist zu diesem Zeitpunkt sichtlich weiter als wir. Hier wird gute Arbeit geleistet“, zeigte sich Lemgo Coach Ivan Maros nach dem Spiel beeindruckt.