Kantersieg des SV Barntrup

Für das 1:4 sorgte Frank Beerbaum.

Barntrup. Am 2. Spieltag der Verbandsklasse Gruppe A trafen die beiden Aufsteiger der Schachbezirke Lippe und Teutoburger Wald, die ersten Mannschaft des Schachvereine “Lipper-Bergland” Barntrup 1976 sowie “1948” Künsebeck, aufeinander. Da beide Mannschaften von der Spielstärke circa gleichwertig und in der Verbandsklasse als erste Abstiegskandidaten gezählt werden, versprach es ein heißes Duell in Künsebeck zu werden.

Doch es sollte anders kommen. Zwar führten die Künsebecker nach 30 Minuten kampflos 1:0, doch den Ausgleich erzielte nach nur  einer Stunde Lucas Gratz am sechsten Brett gegen Thomas Badtke. In dieser sehr schnell gespielten Partie tauschte Gratz seinen Läufer für 3 Bauern zugunsten eines deutlich aktiveren Spiels, welches Badtke kurze Zeit später dann aufgab. Am Spitzenbrett machte Cang Lu mit seinem Gegner Markus Voß kurzen Prozess, nachdem Voß in der Eröffnung schon einen taktischen Fehler beging. Ohne Rochade konnte Voß gegen Lu‘s Angriffszüge nur noch mit Mühe verteidigen, und als seine Stellung nicht mehr zu retten war, gab Voß zum 1:2 für Barntrup auf.

Auch Volker Dittert stand am dritten Brett schon früh deutlich besser als sein Kontrahent Andre Stieghorst, der zunächst einen Bauern und dann die Qualität verlor. Nachdem Dittert noch zwei weitere Bauern erobern konnte, gab Stieghorst auf. Für das 1:4 sorgte Frank Beerbaum, der im Verlaufe seiner Partie gegen Marcel Heggemann nach und nach den Druck erhöhen konnte, bis schließlich Heggemanns Verteidigung überlastet war. Ein Fehlzug von Heggemann reichte nun aus: Er verlor die Dame und gab auf. Den Mannschaftssieg machte nach nur drei Stunden Spielzeit Brian Biehl perfekt. Brian kam aber zunächst gegen seine Gegnerin Fiona Guhe nur schlecht aus der Eröffnung heraus und verlor sogar die Qualität. Er spielte aber aggressiv weiter und provozierte einen Fehler von Guhe, die daraufhin eine Leichtfigur einstellte. Dieses reichte Biehl zum Sieg, indem er seinen Materialvorteil nun einfach ausspielte.

Auch Dr. Nils Röhl kam am zweiten Brett gegen Bernd Fischer nur schwach aus der Eröffnung und stand frühzeitig unter Druck. Im Laufe der Partie spielte Fischer aber immer ungenauer und verlor dabei seinen Stellungsvorteil und im Endspiel sogar noch so viel Material, dass er aufgeben musste. Den 1:7 Endstand erzielte Karsten Trachte gegen Manfred Stockhecke. Dieser kam schon schwach aus der Eröffnung heraus, stand frühzeitig in der Defensive und stellte im Mittelspiel die Qualität ein. Nun fand aber auch Trachte nicht mehr die besten Züge, so dass Stockhecke auf einmal mit einer Bauernumwandlung drohte. Doch das Zusammenspiel von Trachtes Bauern mit seinem gut platzierten Turm war schlussendlich stärker. Stockhecke gab deshalb nach der ersten Zeitkontrolle, also nach 4 Stunden, auf.