Knüppelharte Rückserie erwartet

 

Herber Verlust für den TuS Asemissen, der in Zukunft auf Marvin Metz verzichten muss, der aufgrund von Hüftproblemen seine Karriere beendet hat.

Leopoldshöhe/Asemissen (ruko). Der TuS Asemissen musste gleich zu Beginn der Saison durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. Lief es doch erst zunächst bombig für den TuS, der mit 10 Punkten startete. Doch dann erfolgte der jähe Absturz. Spiel um Spiel wurde verloren. Zur Winterpause stehen die Asemisser nun mit mageren 11 Punkten auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt vier Punkte. Asemissens jahrelanger Coach Matthias Düding übernahm die Verantwortung für das schlechte Abschneiden seiner Jungs und stellte sein Traineramt zur Verfügung. Mit Florian Müller, zuletzt TuS Helpup, wurde schnell Ersatz gefunden und Müller steht nun zusammen mit Co-Trainer Jens Böttcher vor der großen Aufgabe die Asemisser möglichst in der Bezirksliga zu halten. „Wir haben in dieser Saison bisher viel Lehrgeld bezahlen müssen, unnötig Punkte gegen Teams wie Hicret und Türk Sport einbüßen müssen. Auf uns wartet nun eine gewaltige Aufgabe, denn unsere direkten Konkurrenten wie Hicret und Türksport haben in der Winterpause mächtig aufgerüstet. Diese Mittel haben wir einfach nicht, so haben wir auch keinen Neuzugang zu verzeichnen. Lediglich Torben Kessemeier und Torben Becker wurden aus unserer Reserve hochgezogen“, weiß Jens Böttcher, dass auf ihn uns seine Jungs eine knüppelharte Rückserie warten wird, denn mit Marvin Metz haben die Asemisser jetzt auch noch einen ihrer stärksten Akteure verloren. Metz muss im besten Fußballalter von 26 Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel hängen. Seine Beschwerden an der Hüfte zwingen ihn dazu. Auch Tobias Neubert wird aufgrund seines Kreuzbandrisses wohl in dieser Serie nicht mehr zum Einsatz kommen. „Es hilft aber alles nichts, da müssen wir jetzt durch und das Bestmögliche daraus machen. Florian Müller macht ein gutes Training, die Jungs ziehen da gut mit und alle, das haben wir uns geschworen, werden alles geben, um die Klasse doch noch zu halten“, so Böttcher weiter. Mit den Spielen gegen Lemgo, Dornberg, dem Nachholspiel gegen Oerlinghausen und Detmold haben die Asemisser aber gleich große Aufgaben zu Beginn der Rückserie zu bewältigen.

 

Die Prognose: Keine Frage, die Sterne für die Asemisser dürften alles andere als gut stehen was den Klassenerhalt betrifft. Viel wird darauf ankommen wie der TuS sein schweres Anfangsprogramm zur Rückrunde durchstehen wird. In solchen Spielen kann sich das Team aber auch Selbstvertrauen holen, das aufgrund der Hiobsbotschaften, die der Verein zu verkraften hat (Ausfälle von Metz und Neubert sowie die Tatsache, dass ich die Konkurrenten im Abstiegskampf mächtig verstärkt habe) vielleicht zur Zeit ein wenig fehlt. Schafft es Florian Müller den erfrischenden Fußball, den der TuS in den vergangenen Jahren ohne Zweifel drauf hatte, wieder zu erwecken, kann auch gegen Teams wie Oerlinghausen oder Detmold gepunktet werden und so der Anfang zu einer Wende werden.